FAQ und bekannte Probleme
(FAQ steht für Frequently Asked Questions = häufig gestellte Fragen)
Inhalt:
1. Wahl eines Editor für die Bearbeitung von Hilfsdateien
2. Aktualisierung von Keplerdaten
a. geeignete Datenformate
b. Quellfile-Verzeichnis
c. Benennung von Quellfiles
d. Bezugsmöglichkeiten für Keplerdaten
e. manuelle Eingabe von Keplerdaten
4. Betrieb mit Transvertern und Konvertern
6.
CAT-Steuerung
a. Verwendung der Programme mit
unterstützten Funkgeräten
b. Besonderheiten bei Verwendung der Icom- u.
Yaesu-Halbduplextransceiver IC-706MKIIG, FT-817,/857/897
c. Gleichzeitige Steuerung mehrerer Funkgeräte
d. Besonderheiten bei S-Band-Betrieb (AO-51 Mode V/S und L/S)
e. Verwendung der Programme
mit nicht unterstützten Funkgeräten
7. Rotorsteuerung (Port, Verzögerungswert)
a. IF-100
b. RifPC
8. Bekannte Probleme und Fehlermeldungen
a. Meldung 'Exception
EOleSysError, class not registered'
b. Meldung bei Installation:
'Folgende Dateien konnten die Selbstregistrierung nicht'
c. In der Grafik erscheinen
Streifen oder ähnliche Störungen oder die ganze Weltkarte erscheint ständig
hell
d. Grafikfunktionen werden zu
langsam ausgeführt.
e. Am unteren Bildrand werden 1 oder 2 Zeilen
nicht oder nicht vollständig angezeigt.
f. Ungültige Gleitkommaoperation
(bzw. Fließkommaoperation) und ähnliche Meldungen.
g. Die Cat-Steuerung funktioniert
nicht
h. Fehlerhafte TX-Frequenz bei 847
i. EA-Fehler103
j. Fehlermeldung: Kein Quellfile gefunden für
Gruppe...
k.OleError 8004503.......
l. Fehlermeldung: Kann COM xx nicht öffenen, Ungültige
Anschlussnummer o.ä.
m. Windows 7 150%-Schriftgrad
n.
Fehlermeldung bzgl. IOPort.SYS
o. SatPC32
von einem "Standard"-Benutzerkonto aus betreiben
p. CATsteuerung des IC-9100
Im folgenden Text werden Fragen und Probleme, die sich
im Laufe der Zeit im Zusammenhang mit den SatPC32-Programmen ergeben haben,
erörtert.
1. Wahl eines Editors für die Bearbeitung von Hilfsdateien
Die meisten der von SatPC32 und den mitgelierten Programmen verwendeten Datenfiles (Hilfsdateien) werden durch die Programme selbst verwaltet. Eine Reihe der Datenfiles kann jedoch nur manuell, also mit einem Texteditor modifiziert werden. Es handelt sich dabei um diejenigen Textfiles, die bei Aufruf des SatPC32-Menüs „?“ / „Hilfsdateien“ angezeigt werden. Alle diese Dateien enthalten jeweils an ihrem Ende Hinweise zu ihrer Handhabung. Wichtig ist dabei insbesondere, dass das Format der Einträge nicht verändert wird, insbesondere muss das ASCII-Text-Format beibehalten werden.
Bis einschließlich Programmversion 12.7 standen alle Datenfiles im SatPC32-Programm-Verzeichnis oder in dessen Unterverzeichnissen. Ab Programmversion 12.8 erwartet SatPC32 die Programmdaten in einem Datenordner „SatPC32“ und dessen Unterordnern. Das SatPC32-Setup-Programm legt diesen Ordner im von Windows für Programmdaten vorgesehenen Verzeichnis an. Unter Windows Vista ist dies das Verzeichnis „C:\Programmdaten“ (auf manchen PCs wird die englische Bezeichnung „C:\Program Data“ verwendet), unter Windows 98/ME ist es das Verzeichnis „C:\Eigene Dateien“ und unter Windows XP das Verzeichnis „C:\Dokumente und Einstellungen\Default User\Anwendungsdaten“ o. ä..
Diese Art der Speicherung von Programmdaten entspricht der von Windows erwarteten Trennung von Programmen und Programmdaten und vermeidet unter Windows Vista Probleme bei der Datenspeicherung. SatPC32 und die weiteren mit SatPC32 gelieferten Programme erkennen automatisch das von Windows vorgesehene Datenverzeichnis.
Der Pfad zum SatPC32-Datenverzeichnis wird in einer Fußzeile des SatPC32-Menüs „Satelliten“ angezeigt. Sie können ihn also leicht feststellen.
Bei Aufruf aus dem SatPC32-Menü „?“ / „Hilfsdateien“ heraus werden die Datenfiles mit dem Windows Editor Notepad geöffnet. Ab SatPC32 Vers. 12.8 kann wahlweise neben Notepad ein eingebauter einfachen Editor verwendet werden.
Durch +/- Zeichen in Datenzeile 5 des Hilfsfiles „DivOptions.SQF“ können Sie
festlegen, ob SatPC32 die Hilfdateien mit Notepad (-,Voreinstellung) oder dem
eingebauten Editor (+) öffnen soll.
„DivOptions.SQF“ kann mit dem SatPC32-Menü „?“ / „Hilfsdateien“
aufgerufen werden.
Der eingebaute Editor verfügt über eine „Hilfe“-Schaltfläche, mit der Sie sich
eine kurze Bedienungsanleitung anzeigen lassen können.
2. Aktualisierung der Keplerdaten.
Nach der Installation
verwendet SatPC32 das mitgelieferte File 'nasa.all' im Unterverzeichnis 'Kepler'
des SatPC32-Datenverzeichnisses als
Quellfile für Keplerdaten. Dies
File enthält die Daten der Amateurfunk- sowie einiger Wetter- und sonstiger
Satelliten, z.B. des Hubble-Teleskops oder der ISS. Das File wurde von der
Webseite der AMSAT-NA heruntergeladen (s. unten ).
Um genaue Bahnberechnungen zu erzielen,
müssen die Keplerdaten in Abständen aktualisiert werden. Bei dem von den
SatPC32-Programmen verwendetem Berechnungsmodell (SGP4/SDP4) ist dafür ein
Zeitraum von 1 – 2 Wochen völlig
ausreichend (erfahrungsgemäß führt eine Ungenauigkeit der Systemuhr um eine
Sekunde zu größeren Unterschieden bei den Ergebnissen als ein Altersunterschied
bei den Keplerdaten von mehreren Wochen).
Im Menü „Satelliten“ wird das Datum angezeigt, an
dem das gewählte Keplerfile heruntergeladen wurde. Sie können also leicht
erkennen, ob eine Aktualisierung angezeigt ist oder nicht.
Die einfachste Möglichkeit, die von SatPC32 verwendeten Kepler-Daten zu
aktualisieren, bietet die Funktion ‚’Kepler-Update’ im Menü
‚’Satelliten’. Mit dieser Funktion können Sie NASA-2-Line-Dateien per Mausklick
aus einer Liste auswählen und herunterladen,
z.B. von der AMSAT- oder Celestrak-Webseite. Wird dabei
das im Menü ’Satelliten’ für die Verwendung durch SatPC32 ausgewählte File
aktualisiert, verwendet SatPC32 automatisch die aktualisierten Daten.
In der Liste voreingetragen sind das
AMSAT-File ’nasa.all’ und die
Celestrak-Datenfiles ’amateur.txt’, ’geo.txt’ , ’intelsat.txt’, ’noaa.txt’
und ’weather.txt’ .
Für Amateurzwecke ist nasa.all
als „Allround-File“ besonders
geeignet. Es enthält die Daten von etwa 50 der für Amateurfunker interessantesten
Satelliten, nämlich der aktuellen Amateurfunk-Satelliten, einiger
Wettersatelliten, der ISS und des Weltraumteleskops Hubble.
Wenn Sie die Adressen weiterer Files zu der Liste hinzufügen möchten, können
Sie diese im Datenteil des Textfiles ’Celestrak.SQF’ im SatPC32-Datenverzeichnis eintragen. Tragen
Sie jedoch nur Adressen von HTTP-Servern ein (Adressen beginnend mit ’http’).
Den direkten Zugriff auf
FTP-Server (Adressen beginnend mit ’FTP’) unterstützt die Funktion nicht.
Die Download-Adresse eines Files können Sie wie folgt festzustellen: Navigieren Sie mit Ihrem Browser zu dem File und öffnen Sie es. In der Adress-Leiste des Browsers erscheint dann die Adresse. Mit ‚’Kopieren’ und ’Einfügen’ können Sie sie im Datenteil des Files ’Celestrak.SQF’ einfügen.
Darüber hinaus sieht SatPC32 verschiedene
weitere
Möglichkeiten vor, Keplerdaten zu aktualisieren, s. unten d.
a. geeignete Datenformate
Für die Verwendung mit den SatPC32-Programmen geeignet sind Keplerdaten-Files, deren
Datensätze entweder im AMSAT-Format oder dem NASA-2-LINE-Format
entsprechen wie z.B. die ’NORAD Two-Line Element Sets’ der
Celestrak-Datenfiles,
Diese Datensätze bestehen in Wirklichkeit aus 3 Zeilen, da sich über den beiden Datenzeilen eine Zeile mit dem Satelliten-Namen befinden muss. Die Bezeichnung ’NASA-2-Line’ ist jedoch üblich. Echte 2-zeilige (Space-Track-) Datensätze ohne Namenszeile können von SatPC3 nicht verwendet werden, sondern erst nach Umwandlung in 3-zeilige.
Nasa-2-Line-Datensätze könnten z.B. wie folgt aussehen:
AO-7 1 07530U 74089B 05098.72037641 -.00000028 00000-0 10000-3 0 40852 07530 101.6349 146.3002 0011966 10.7090 349.4235 12.53570870390940AO-271 22825U 93061C 05099.58318373 .00000218 00000-0 10196-3 0 1071
2 22825 98.2505 98.7167 0009508 105.3179 254.9056 14.29123205601429
Beispiele für das AMSAT-Format enthält das File ’OrbsManu.Ele’ im Unterverzeichnis ’Manuell’
Beide Formate werden von den Programmen automatisch erkannt. Sie sollten aber möglichst Files mit Daten im Nasa-Format verwenden. Diese liefern - wenn auch nur geringfügig - genauere Ergebnisse, als die Daten im AMSAT-Format, da bei der Übertragung in das AMSAT-Format aus Vereinfachungsgründen einige Elemente entfallen. Außerdem sind die Nasa-Files wesentlich kürzer.
Für manuelle Eingaben sind jedoch nur Files im AMSAT-Format geeignet.
Wichtig:
SatPC32 verarbeitet nur Dateien, die im Text-Format (ASCII-Text) gespeichert
wurden. Verwenden Sie deshalb für die
Speicherung die Menü-Funktion 'Speichern unter' des Browsers oder
E-Mail-Programms und wählen Sie dabei als Format 'Text' .
Manche Quell-Files enthalten außer den Datensätzen zusätzlichen Text,
z.B. die Quellfiles vom Keplerdaten-Service der AMSAT-NA. Dieser Text wird von SatPC32 ignoriert, muss also nicht aus dem File entfernt werden.
b.
Quellfile-Verzeichnis
Speichern Sie neue Keplerdaten stets im gleichen Verzeichnis, und zwar im Unterverzeichnis 'Kepler'
des SatPC32-Datenverzeichnisses.
.
Wenn Sie ein anderes Verzeichnis verwenden, müssen Sie einmal den Pfad zu jenem
Verzeichnis für künftige Programmstarts speichern. Navigieren Sie zu diesem Zweck in dem SatPC32-Menü ’Datei|Öffnen’
zu dem betreffenden Verzeichnis und wählen sie dort ein Quellfile aus.
Doppelklicken Sie auf den Dateinamen oder auf die Schaltfläche 'Öffnen'. Daraufhin öffnet sich das Menü 'Satelliten'.
Klicken Sie auf 'OK', Pfad und Name des neuen Files werden dann
gespeichert.
Achtung: Die SatPC32-Download-Funktion (Menü ‚’Satelliten’) schreibt das heruntergeladene File immer in das Unter-Verzeichnis ‚’Kepler’ des SatPC32-Datenvezeichnisses. Wenn Sie die Keplerdaten mit dieser Funktion aktualisieren, müssen Sie also dies Verzeichnis beibehalten oder das File von dort in das gewählte Verzeichnis kopieren.
Steht
in dem gewählten Verzeichnis später ein neues Quellfile zur Verfügung ,
erscheint es automatisch in der linken Liste des Menüs 'Satelliten'. Durch
Anklicken kann es als neues Quellfile ausgewählt werden. Wird ein für SatPC32
ausgewähltes, aktualisiertes File unter dem alten Namen gespeichert, verwendet
SatPC32 naturgemäß das File weiter und damit die aktualisierten Daten.
c. Benennung von Quellfiles
Normalerweise werden Sie bei der Speicherung der Quellfiles die Original-Namen
beibehalten, z.B. bei CelesTrak-Files oder mit dem TLE Retriever erzeugten
Files (s. unten) die Bezeichnungen 'amateur.txt', 'noaa.txt' usw. Bei der
Speicherung wird dann das gleichnamige ältere File überschrieben und SatPC32
verwendet automatisch die neuen Daten.
Manchmal sind die Original-Dateinamen jedoch wenig handlich. Die Namen der vom Keplerdaten-Service der
AMSAT-NA übersandten Files sehen z.B. wie folgt aus: ' [keps] orb05196.2l.amsat'.
Ich selbst speichere
derartige Files unter der kürzeren Bezeichnung 'Orbs196n'
ab. Die Erweiterung '.txt' wird dabei automatisch
von Outlook angehängt, wenn man mit 'Speichern unter' als Format 'Text' wählt.
Die Zahl '196' steht dabei für den Tag des laufenden
Jahres, an dem die Daten veröffentlicht wurden, das 'n' für das Datenformat
'Nasa'. Bei Daten im AMSAT-Format könnte man z.B. anstelle des 'n' ein 'a'
verwenden.
Dies Verfahren hat den Vorteil, dass man bereits am Dateinamen das Alter der
Daten erkennt. Außerdem wird das bisherige File nicht überschrieben. Sollte
z.B. das neu File beschädigt sein oder fehlerhafte Daten enthalten oder keine
Daten für einen bestimmten Satelliten, kann man auf das vorherige
zurückgreifen.
Allerdings wird bei dieser Handhabung das neue File nicht automatisch
verwendet, wie das der Fall wäre, wenn man stets den selben Dateinamen
beibehält. Damit SatPC32 das neue File verwendet, muss in der linken Liste des
Menüs 'Satelliten' auf den File-Namen geklickt werden und anschließend auf die
Schaltfläche 'OK'.
Im SatPC32-Setup-Menü 'Beobachter' können Sie ein Datei-Filter festlegen. Dies
Filter wird von der linken Liste des Menüs 'Satelliten' ausgewertet. Die Liste
zeigt deshalb nur Files an, deren Name dem Filter entspricht. Außerdem wird das
Filter als 2. Filter des Menüs 'Datei|Öffnen' verwendet. Die Voreinstellung des
Filters ist '*.*', es erfasst
also sämtliche Dateien. Wenn in dem Quellverzeichnis nur Files mit
Keplerdaten gespeichert werden, ist diese Einstellung zweckmäßig. Ein anderes
Filter ist nur angebracht, wenn das Verzeichnis auch sonstige Files enthält.
Mit der in früheren Programm-Versionen vorgeschlagenen Maske 'Orbs????.*'
würden z.B. Files wie das obengenannte 'Orbs196n.txt' erfasst.
d. Bezugsquellen für Keplerdaten
Files mit Keplerdaten können kostenlos von verschiedenen Internetservern
heruntergeladen werden oder per E-Mail von der AMSAT-NA bezogen werden. Sie
erscheinen zudem (wöchentlich) im PacketRadio-Netz unter der Rubrik 'Kepler'.
aa.
CelesTrak-Files, Files von der AMSAT-Webseite
Eine komfortable Bezugsmöglichkeit für
Keplerdaten ist die CelesTrak-Webseite von
Dr. T.S. Kelso. Viele Funkamateure bevorzugen die
Celestrak-Keplerdaten-Files, weil dabei die Keplerelemente nach logischen
Gruppen geordnet werden (Amateurfunk, Wetter usw.). Die CelesTrak-Files verwenden zudem die üblichen
AMSAT-Satelliten-Namen, also z.B. AO-51 statt der in den SpaceTrack-Dateien (s.
unten) verwendeten Bezeichnung
AMSAT-Echo. Dadurch sind die CelesTrak-Files für die Verwendung mit
Satelliten-Programmen besonders geeignet.
Zudem können diese Files per Mausklick aus SatPC32 heraus mit der Funktion ’Upd. Kepler’ im Menü ’Satelliten’ heruntergeladen werden. Handelt es sich um das in diesem Menü für SatPC32 ausgewählte File, verwendet SatPC32 automatisch die aktualisierten Daten. Um die Daten auf diese Weise zu aktualisieren, gehen Sie wie folgt vor: Klicken Sie auf die Schaltfläche ’Upd. Kepler’, um das Fenster ’Keplerdaten-Update’ zu öffnen. Markieren Sie in der Liste die Adresse des gewünschten Files und klicken Sie dann auf ’Download’. Ist der Download erfolgreich, erscheint eine entsprechende Meldung.
Voreingetragen sind u.a. die Links zu den Celestrak-Files ‚’amateur.txt’, das Daten für alle wichtigen Amateurfunk-Satelliten enthält, sowie ’noaa.txt’ mit Daten für eine Reihe von NOAA-Wettersatelliten, ferner der Link zum File ’nasa.all’ auf der AMSAT-Webseite, das gleichfalls Daten für alle Amateurfunk-Satelliten und darüber hinaus für einige Wettersatelliten sowie die ISS und Hubble enthält.
Durch Editieren des Textfiles ’Celestrak.SQF’ im SatPC32-Datenverzeichnis können Sie die Adressen weiterer Keplerdatenfiles zu der Liste im Menü ’Keplerdaten-Download’ hinzufügen, jedoch nur solche zu Http-Servern, etwa weitere Files von der Celestrak-Webseite. Z.B. sind Satelliten, die in den letzten 30 Tagen gestartet worden sind, nicht in der Gruppe der Amateurfunk-Satelliten (File ’amateur.txt’) enthalten, sondern in der Gruppe 'Last 30 Days' Launches'. Will man Datensätze solcher Satelliten verwenden, kann man die Download-Adresse im File Celestrak.SQF eintragen.
Auf
die CelesTrak-Webseite gelangen Sie mit folgendem Link: http://www.celestrak.com
Wenn Sie die CelesTrak-Seite mit Ihrem Browser besuchen, sollten Sie auf die
Schaltfläche 'Current Data' unter der Überschrift 'NORAD Two-Line
Element Sets' klicken. Dann wird eine Liste mit verschiedenen
Element-Sätzen angezeigt. Wenn Sie unter der Überschrift 'Communication Satellites' dann z.B.
auf die Bezeichnung 'Amateur Radio' klicken, werden die Datensätze für
Amateurfunk-Satelliten angezeigt.
In der Adressleiste des Browsers wird dann der Link angezeigt, mit dem das File
heruntergeladen werden kann. Diese kann kopiert und in den Datenteil des Files
‚’Celestrak.SQF’ eingetragen werden. Vergessen Sie nicht, das File danach zu
speichern.
Natürlich
können Sie die Keplerdaten-Files auch mit 'Datei|Speichern unter'-Befehl des
Browsers im SatPC32-Quellfile-Verzeichnis speichern. Wichtig ist dabei die
Speicherung im Text-Format.
bb. AMSAT Keplerdaten-Service
Die AMSAT-NA bietet die Möglichkeit, die kostenlose wöchentliche Zusendung von
Keplerdaten per E-Mail zu abonnieren. Dazu
schreibt man eine Mail an
Majordomo@AMSAT.Org
wobei es unerheblich ist, ob in Groß- oder Kleinbuchstaben.
Das Betreff-Feld kann frei bleiben. Einige Mailer erfordern dort einen Eintrag,
dann reicht meistens ein Leerzeichen (Space). Im Textfeld trägt man ein:
subscribe keps
Um den Dienst wieder abzubestellen, schreibt
man gleichartige Mails, nur muss
dann subscribe durch:
unsubscribe ersetzt werden.
Die von dem Dienst übersandten E-Mails mit
Keplerdaten speichert man mit 'Speichern unter' im Text-Format im Quellfile-Verzeichnis.
Sie enthalten die Daten von insgesamt etwa 50 Satelliten, und zwar der wichtigsten Amateurfunk-Satelliten sowie einiger Wetter und sonstiger Satelliten, z.B. des Hubble-Teleskops oder der ISS. Inhaltlich entsprechen die Files dem mit SatPC32 gelieferten Quellfile 'nasa.all'.
cc. Space-Track-Files
Wer sich bei Space Track (http://www.space-track.org/perl/login.pl)
registrieren lässt, kann Keplerdaten auch unmittelbar von dort herunterladen.
Die in Space-Track-Files verwendeten Satellitennamen unterscheiden sich aber
meist erheblich von den üblichen AMSAT-Satelliten-Namen. Insbesondere sind die
Namen meist wesentlich länger und deshalb unhandlicher als die AMSAT-Namen. Für
die Verwendung in Satelliten-Programmen empfiehlt sich deshalb die Umbenennung
der Satelliten-Namen.
Eine komfortable Möglichkeit hierfür ist die Verwendung des TLE Retriever oder
des Programms HalloKepler.
aaa. Der TLE Retriever ist ein von Dr. T.S. Kelso geschriebenes
Hilfsprogramm, mit dem Sie Datensätze direkt von der Space-Track-Webseite
herunterladen können, ohne dass Sie selbst erst in Ihrem Browser die
Space-Track-Webseite aufrufen müssen. Den TLE-Retriever können Sie kostenlos
von der CelesTrak-Webseite mit dem folgenden Link herunterladen:
http://www.celestrak.com/SpaceTrack/TLERetrieverHelp.asp
Wenn Sie den TLE Retriever starten, können Sie Ihren Usernamen und Ihr Passwort
für künftige Starts speichern und die Quell-Files ('Current Catalog Files') für
die zu erzeugenden CelesTrak-Datensätze auswählen. Normalerweise sollten Sie
das 'Full Catalog'-File als Quelle verwenden.
Die
Erzeugung von Keplerelement-Datensätzen mit dem TLE-Retriever erfolgt in zwei
Schritten: Klicken Sie zuerst auf 'Download
Data' um die Space-Track-Daten
herunterzuladen. Klicken Sie dann auf 'Process Data', um die
CelesTrak-Datensätze zu erzeugen.
Achtung: Der TLE Retriever speichert die erzeugten CelesTrak-Dateien im
Unterverzeichnis MyTLEs des von Windows verwendeten Datenverzeichnisses, unter
Windows 98/ME also in C:\Eigene Dateien\ My TLEs, unter Windows XP unter
C:\Dokumente und Eingstellungen\All Users\Anwendungsdaten\MyTLEs und unter
Vista in C:\Programm Daten\MyTLEs o.ä.
Im TLE Retriever selbst lässt sich kein
anderes Ziel-Verzeichnis festlegen. Wenn Sie die erzeugten Datensätze mit
SatPC32 verwenden wollen, sollten Sie deshalb mit 'Datei|Öffnen den Pfad zu
jenem Verzeichnis speichern.
Das
Programm TLE Retriever enthält im übrigen selbst eine ausführliche Anleitung zu
seiner Verwendung und ein Beispiel eines VB-Scripts, mit dem die Funktionen
erweitert werden können.
Das Programm-Fenster des TLE Retriever könnte typischerweise wie folgt
aussehen:

bbb. Das Programm HalloKepler von Gerd Riesner, DB3DH bietet ähnliche
komfortable Möglichkeiten, aus
Space-Track-Files Datensätze zu erzeugen, die mit SatPC32 verwendet werden
könne. HalloKepler können Sie kostenlos von der Webseite www.hallosat.de herunterladen.
Mit HalloKepler können Sie sich ebenfalls unmittelbar aus dem Programm heraus
auf der Space-Track-Webseite einloggen.
Bei HalloKepler können Sie selbst festlegen, in welchem Zielverzeichnis und
unter welchem Dateinamen die erzeugten Datensätze gespeichert werden sollen.
Pfad des Zielverzeichnisses und Dateinamen speichert HalloKepler im
Text-File 'SaveAs.txt' im HalloKepler Programmverzeichnis. Mit Notepad können
Sie in diesem File die Voreinstellungen ändern. Die Abbildung des
HalloKepler-Fensters zeigt am unteren Rand die Pfade an, unter dem bei mir die
Dateien gespeichert werden (natürlich ist grundsätzlich ein Zielverzeichnis
ausreichend).

ccc. Mit SatPC32 wird das Programm SatRename geliefert. Es kann aus dem SatPC32-Menü 'Programme' aufgerufen werden. Es
bietet ebenfalls die Möglichkeit, aus Space-Track-Files Datenfiles mit
AMSAT-Satellitennamen zu erzeugen. Das Programm enthält selbst eine
ausführliche Anleitung. SatRename
bietet aber nicht die Möglichkeit, sich unmittelbar bei Space-Track
einzuloggen, sondern setzt voraus, dass das Space-Track-File mit dem Browser
heruntergeladen, gespeichert und entpackt worden ist.
ddd. Schließlich kann SatPC32
auch selbst die Satelliten-Namen aus entpackten Space-Track-Files online durch
AMSAT-Namen ersetzen. Klicken Sie im Menü 'Satelliten' auf die Schaltfläche
'Satel.Namen'. In dem sich öffnenden Fenster können Sie wählen, ob SatPC32 die
Namen aus dem Quellfile verwendet soll, oder,
soweit AMSAT-Namen bestehen, diese verwenden soll und bei den übrigen
Satelliten die Namen aus dem Quellfile oder ob das Programm nur die Satelliten
berücksichtigen soll, für die AMSAT-Namen verfügbar sind.
Die
Umwandlung in AMSAT-Namen ist aber auf Files beschränkt, die nicht mehr als 300
Datensätze enthalten.
SatPC32 liest die AMSAT-Namen aus einem
Text-File ("AmsatNames.txt"), das aus dem SatPC32-Menü „?“ /
„Hilfsdateien“ aufgerufen und bei Erscheinen neuer Satelliten ergänzt werden
kann.
dd.
Keplerdaten-Files vom AMSAT-FTP-Server
Keplerdaten-Files können Sie ferner vom AMSAT-FTP-Server herunterladen. Zu
diesem Server gelangen Sie mit folgendem Link: ftp://ftp.amsat.org/amsat/keps/current/
Oben ist bereits erwähnt, dass Sie das File ’nasa.all’ direkt aus SatPC32 heraus herunterladen. Dabei erfolgt der Download über
den http-Server im von SatPC32 benötigten Text-Format.
Wenn Sie dies oder weitere Files direkt vom
AMSAT-FTP-Server herunterladen, sollten Sie auf die Erweiterung des Dateinamens
achten. Files mit der Endung '.txt' enthalten die Daten im benötigten
Text-Format. Files mit der Erweiterung '.all' (nasa.all, amsat.all) lassen sich
mit dem MS Internet Explorer nicht im Text-Format speichern und können deshalb
nicht ohne weiteres mit SatPC32 verwendet werden. Es erscheint die
Fehlermeldung: 'Keine Datensätze gefunden'. Helfen kann man sich in der Weise,
dass man das mit dem Browser gespeicherte File mit einer Textverarbeitung, etwa
dem Windows-Editor Wordpad, öffnet und im Format 'Text' abspeichert. Man kann
die Files anstatt mit dem Internet Explorer mit den MS Word-Programmen oder der StarOffice-Textverarbeitung
herunterladen. Hierbei kann das File
schon beim Download im Format 'Text' geladen werden und anschließend
gespeichert werden. Dann kann das File sofort von den Sat-Programmen gelesen
werden.
e. Manuelle Eingabe von
Keplerdaten:
Das Programm bezieht die Keplerdaten aus Dateien, die eingelesen werden. Eine
manuelle Eingabe ist nicht vorgesehen. Wer jedoch nicht die Möglichkeit hat,
Keplerdaten aus den obengenannten Quellen herunter zu laden, kann die Datei
ORBSMANU.ELE, die sich im Unterverzeichnis 'Manuell' befindet, zur manuellen
Eingabe benutzen. Diese enthält die für den Amateurfunk interessierenden
Satelliten im AMSAT-Format. Die Datei kann mit Notepad oder einem anderen
Editor bearbeitet und aktualisiert werden.
Lesen Sie dazu die Datei 'Manuell.Txt' im selben Verzeichnis.
Damit das File von SatPC32 verwendet werden kann, muss es in das Verzeichnis
kopiert werden, aus dem SatPC32 die
Keplerdaten-Quellfiles liest. Nach der Installation ist dies das
Unterverzeichnis ’Kepler’ des SatPC32-Programm-Verzeichnisses.
Bei Satelliten-Betrieb ergibt sich oft die Notwendigkeit, bei Wechsel des Satelliten auch einen Bandtausch vorzunehmen, z. B. bei einem Wechsel von den Pacsats (KO-23, KO-25, UO-22) oder LEO-Satelliten (FO-20, FO-29) einerseits auf z. B. AO-10 oder AO-40 andererseits und umgekehrt. Während die erste Gruppe als Uplink das 2-m- und als Downlink das 70-cm-Band verwendet, ist es bei AO-10 und AO-40 umgekehrt.
Bei einem Satellitenwechsel ohne Notwendigkeit zum Bandwechsel genügt allein das Anklicken des neuen Satelliten auf der entsprechenden Schaltfläche im Programm. Bei einem Bandwechsel sind jedoch weitere Schritte erforderlich, da das Funkgerät nicht schon auf Grund der Frequenz-Vorgabe auf das richtige Band umschaltet. Eine Ausnahme bilden insofern der Yaesu FT-847 und die Yaesu- und Icom-Halbduplex-Geräte, die jede zulässige Frequenz akzeptieren.
Bei den Icom-Satelliten-Transceivern und dem Kenwood TS-2000 nimmt ab Programmversion 11.4 SatPC32 einen erforderlichen Bandtausch automatisch vor. Die nachfolgenden Hinweise gelten bezgl. dieser Geräte daher nur für Programmversionen vor 11.4.
Beim Yaesu FT-736R und Kenwood TS-790 kann der
Bandwechsel nur manuell erfolgen.
Beim FT-736R muss er bei
eingeschaltetem Sat-Modus (Schalter SAT) mit der Taste REV vorgenommen werden,
beim TS-790 mit der Taste Sub/Main.
Ein CAT-Befehl für den Bandwechsel ist bei diesen Geräten nicht implementiert.
Sie können einen Bandwechsel unter den SatPC32-Programmen wie folgt vornehmen:
Yaesu
FT-736R:
Automatischer Bandwechsel aus (W-)
CAT aus (C-)
Taste REV betätigen
Satelliten wechseln (Menü Satelliten oder betr. Buchstaben anklicken)
CAT ein (C+)
Automatischer Bandwechsel ggf. ein (W+)
Kenwood
TS-790:
Automatischer Bandwechsel aus (W-)
Satelliten wechseln (Menü Satelliten oder betr. Buchstaben anklicken)
Cat aus (C-)
Cat ein (C+)
Satelliten wechseln (betr. Buchstaben nochmals anklicken)
Automatischer Bandwechsel ggf. ein (W+)
Kenwood
TS-2000 (nur erforderlich bei Programmversionen vor 11.4)
Taste TF-SET am Gerät betätigen
Satelliten wechseln (Menü Satelliten oder betr. Buchstaben anklicken)
Icom
IC-821, IC-910H (nur erforderlich bei Programmversionen vor 11.4)
Automatischer Bandwechsel aus (W-)
Taste M/S betätigen
Satelliten wechseln (Menü Satelliten oder betr. Buchstaben anklicken)
Automatischer Bandwechsel ggf. ein (W+)
4. Betrieb mit Transvertern und Konvertern
Für Betrieb auf den Bändern oberhalb 70 cm werden vielfach Transverter und Konverter eingesetzt, die die 2-m- oder 70-cm-Signale des Tx auf die Betriebsfrequenz des Satelliten umsetzen oder umgekehrt das empfangene Signal auf 2 m oder 70 cm.
Da die Dopplershift frequenzabhängig ist, muss diese auf der Grundlage der Betriebsfrequenz ermittelt werden. Im File 'Doppler.SQF' muss deshalb diese Frequenz eingetragen werden.
Außerdem
müssen die Programme die Versatz-Frequenz des Transverters oder Konverters
kennen, um das 2-m- oder 70-cm-Gerät auf die richtige Frequenz abzustimmen.
Dieser Versatz muss manuell (z.B. mit Notepad) im File 'Doppler.SQF' in der
selben Zeile wie das Frequenzpaar, mit dem er verwendet werden soll,
eingetragen werden, für Konverter als vorletzter und für Transverter als
letzter Parameter. Wird kein Konverter/Transverter verwendet, ist als Offset 0
einzugeben.
Wichtig: Alle Frequenzangaben in 'Doppler.SQF' müssen in kHz vorgenommen
werden. Als Dezimalzeichen muss der Punkt verwendet werden.
Beispiel: Die Bake von AO-40 auf 2401.323 MHz soll mit dem Konverter UEK-2000 auf 144.323 in USB empfangen werden. Sendebetrieb entfällt dabei natürlich. Im File 'Doppler.SQF' kann dann für AO-40 folgende zusätzliche Zeile eingetragen werden (beachten Sie aber auch die Hinweise zum nachfolgenden Thema: Betrieb über AO-40)
AO-40,2401323,0,USB,LSB,NOR,2256000,0
Der 1. Parameter nach dem Namen gibt die Downlinkfrequenz in kHz an. Als nächster Parameter kann für den Uplink 0 angegeben werden. Es folgt die Betriebsart des Downlinks (USB) und des Uplinks, die natürlich in diesem Falle beliebig sein kann, ebenso wie der Eintrag für das Frequenzschema des Satelliten (REV oder NOR). Einträge sind aber notwendig. Der vorletzte Wert 2256000 stellt den Konverter-Offset dar, der letzte (0) den Transverter-Offset.
Den Offset können Sie den Unterlagen Ihres Gerätes entnehmen. Sehen Sie dort nach, welche Ausgangs- und Ziel-Frequenz-Bereiche für das Gerät angegeben sind. Der Offset entspricht dann der Differenz der beiden Anfangswerte. Beispiel: Mein Transverter LSM-24 setzt den Frequenzbereich 144000 - 146000 kHz auf 1268000 - 1270000 kHz um. Der Offset besteht in der Differenz zwischen 1268000 und 144000, beträgt also 1124000.
Das mitgelieferte File 'Doppler.SQF' enthält für AO-40 folgende Zeile:
AO-40,2401344.5,435644.5,USB,LSB,REV,2256000.0,0.0
Die Zeile enthält als Beispiel Frequenzen für einen 13-cm-(S2) Downlink / 70-cm-Uplink mit einem 13-cm- / 2-m- Konverter.
Im praktischen Betrieb muss nur der betr. Satellit und – bei Vorhandensein mehrerer Frequenzpaare für den selben Satelliten - das richtige Frequenzpaar im Menü CAT gewählt werden.
Hat man im CAT-Menü auf diese Weise ein Frequenzpaar gewählt und stimmt anschließend die Frequenz mit dem VFO oder der Tastatur ab, wird diese Änderung gegenüber dem Ausgangswert gespeichert. Wählt man anschließend ein anderes Frequenzpaar, wird dieser Wert übernommen. Man gelangt also nicht auf die Ausgangswerte des neuen Frequenzpaares. Dies wäre z.B. bei Satelliten wie FO-20, FO-29 sehr nachteilig. Hierfür sind oft mehrere Frequenzpaare eingetragen, die sich nur geringfügig (einige 100 Hz) unterscheiden. Man kann dadurch zu Beginn des Betriebs das Paar aussuchen, mit dem man das eigene Signal am besten zurückhört. Es wäre also nicht sinnvoll, bei Wahl des Frequenzpaares auf die Ausgangsfrequenz zurückzukehren.
Bei Frequenzen mit unterschiedlichen Konverter-Offsets kann dies jedoch wünschenswert sein. Will man dies erreichen, klickt man zunächst den Buchstaben des betr. Satelliten nochmals an und wählt danach im Menü CAT das richtige Frequenzpaar.
5. Betrieb über AO-40 mit SatPC32 (Wisat32)
Nach dem derzeitigen Stand ist SSB-Betrieb über AO-40 nur auf 13 cm als Downlink und 70 cm und/oder 23 cm als Uplink möglich (S2-Transponder, U- und L-Rx des Satelliten). Außerdem kann man die Bake im 13-cm-Band abhören, um die Telemetrie des Satelliten zu empfangen.
Im Lieferzustand enthält Doppler.SQF deshalb für AO-40 bereits folgende Zeile:
AO-40,2401323.0,435677.0,USB,LSB,REV,2256000.0,0.0
Mit diesem Inhalt ist sie zugeschnitten für Betrieb auf 13 cm als Downlink (S2) unter Verwendung eines 13-cm/2-m-Konverters und 70 cm als Uplink. Bei Aufruf des Satelliten wird mit diesem Frequenzpaar die RX-Frequenz auf 2401323.0 kHz +/- aktueller Doppler-Shift eingestellt, also auf die Frequenz der Mittelbake.
Gleichwohl werden Sie bei Aufruf des Satelliten mit diesem Frequenzpaar Ihr eigenes Signal wahrscheinlich nicht sofort zurückhören, zumindest nicht in der richtigen Tonlage. Ursachen hierfür sind hardwarebedingte Frequenzabweichungen und temporäre Frequenz-Schwankungen des Konverter-Mischers infolge schwankender Außentemperaturen. Nach meiner Erfahrung sind zwischen den einzelnen Funkgeräten Frequenzabweichungen bis zu einigen kHz möglich, auch die Frequenzen der Mischerquarze im Konverter können ungenau sein. Kein mit dem Programm geliefertes Datenfile kann daher sofort für alle Gerätekombinationen optimal angepasst sein.
Mit den Funktionen des CAT-Menüs können Sie jedoch hardwarebedingte Abweichungen leicht kompensieren, in dem Sie die Einträge im File Doppler.SQF für Ihre Geräte optimieren (unten C., D.). Manuelle Änderungen des Files sind dazu nicht notwendig.
Achtung:
Die nachfolgend beschriebenen Schritte A. – F. müssen Sie nur einmal ausführen.
Bei späteren Aufrufen von AO-40 können Sie sofort gem. unten G. vorgehen.
Gehen Sie in folgenden Schritten vor:
a.
Achten Sie darauf, dass die CAT-Steuerung aktiviert ist (Schaltfläche
C+). (Achtung: Hinweise dazu,
wie Sie das einwandfreie Funktionieren der CAT-Steuerung überprüfen können,
finden Sie unten unter J.).
b. Wählen Sie im Menü Satelliten AO-40 als aktuellen Satelliten oder
klicken Sie den entsprechenden Buchstaben an.
(Wenn Sie zuvor auf einen Satelliten mit umgekehrtem Frequenzschema, also 70-cm-Downlink, 2-m-Uplink, geschaltet hatten, z.B. FO-20, müssen Sie bei den meisten Funkgeräten vorher noch einen Bandwechsel vornehmen, s. oben 3.) Das Programm verwendet danach für die Frequenzeinstellungen das erste für AO-40 im File Doppler.SQF eingetragene Frequenzpaar, im Lieferzustand also die Eintragungen in der obigen Zeile.
Im
Display Ihres Geräts sollten damit als Empfangsfrequenz (Downlink) 145323.0 kHz
+/- Dopplershift angezeigt werden und als Sendefrequenz (Uplink) 435677.0 kHz
+/- Dopplershift. Als Betriebsart sollte das Programm für den Downlink USB und
den Uplink LSB eingestellt haben.
c. Suchen Sie mit dem VFO eine
freie Frequenz. Schalten Sie auf Sendung und pfeifen Sie in das Mikrofon oder
senden Sie CW-Zeichen.
Meist werden Sie Ihr eigenes Signal aus den vorstehend genannten Gründen nicht oder nicht frequenzgenau zurückhören. Oft (etwa bei niedrigen Außentemperaturen) liegt das Signal unterhalb der eingestellten Frequenz.
Um es zu finden und einzustellen, können Sie die
diversen Möglichkeiten einer Frequenzkorrektur einsetzen:
aa. Sie können das Menü CAT öffnen und mit den Korrekturreglern in
Schritten von 1000, 100 oder 10 Hz die Sendefrequenz ändern bis Sie Ihr eigenes
Signal hören und dann in kleinen Schritten die richtige Tonhöhe einstellen.
Verwenden Sie nicht etwa die 5 Frequenzregler rechts neben der Frequenzanzeige.
Diese dienen nicht der Frequenzkorrektur, sondern der Abstimmung (QSY).
bb. Sie können die Sende-Frequenz
ferner schrittweise durch Drücken der +/- Tasten des numerischen Blocks
(Schrittweite 100 Hz) oder der 'normalen' +/- Tasten (Schrittweite 10 Hz)
ändern. (Die größere Schrittweite von 100 Hz ist erst ab Vers. 8.0 verfügbar.).
Achtung: Die Tastatur-Eingaben werden nur angenommen, wenn das
SatPC32-Hauptfenster den "Focus" hat. Sind also andere Fenster
geöffnet, z.B. das CAT-Menü, ist diese Eingabe nicht möglich, es sei denn, Sie
klicken auf das Hauptfenster, wodurch dieses den Focus erhält.
cc.
Nicht
verwenden sollten Sie bei diesem Vorgang einen evt. XIT-Regler des
Funkgeräts, da er die VFO-Frequenz nicht verstellt.
Beim FT-847 kann aber der Sub-VFO
verwendet werden.
d. Hören Sie Ihr eigenes Signal
in der richtigen Tonlage zurück, öffnen Sie das Menü CAT. Klicken Sie auf
"Freq.-Vorgaben ändern/speichern" und in dem sich öffnenden Untermenü
auf "Uplink-Korrektur". Dadurch wird der TX-Eintrag im File
Doppler.SQF automatisch angepasst (wie Sie an der entsprechenden Änderung des
TX-Eintrags in der Liste des CAT-Menüs verfolgen können). Die Änderung wird automatisch
gespeichert und der vorher eingestellte Korrekturwert (der im Menü CAT und über
dem Frequenzfenster angezeigt wird) wird auf 0 zurückgesetzt.
Mit
diesem Vorgang ist das Frequenzpaar im File Doppler.SQF so modifiziert, dass es
an Ihre Hardware angepasst ist.
e. Bei Satelliten, für die
kein Konverter oder Transverter mit
starken Frequenzschwankungen benötigt wird,
wie z.B. FO-20 und FO-29, ist die vorstehende Anpassung der TX-Frequenz
die einzig notwendige Modifikation des Files Doppler.SQF. Bei späteren
Programmstarts sollten Sie dann nach Aufruf des Satelliten Ihr Signal sofort
richtig zurückhören. Verbleibende Ungenauigkeiten können ohne Speicherung mit
den Reglern im CAT-Menü oder den +/-Tasten oder am Funkgerät ausgeglichen
werden.
F. Bei AO-40 ist jedoch wegen der starken temperaturabhängigen
Frequenzschwankungen des Konverter-Mischers eine weitere, aber ebenfalls
einmalige Anpassung des Files Doppler.SQF nötig, um bei späterer
Benutzung das eigene Signal einfach zu finden:
aa. Klicken Sie auf den AO-40-Buchstaben unter der Grafik. Dadurch werden
evtl. Frequenzänderungen mit dem VFO zurückgesetzt. Die RX- und TX-Frequenz
werden damit auf den in Doppler.SQF eingetragenen Wert +/- Doppler-Shift
eingestellt.
bb. Stimmen Sie jetzt mit dem VFO auf die Bakenfrequenz ab, bis Sie es
mit Schwebungsnull ("Zero-Beat") empfangen.
cc.
Öffnen Sie das Menü CAT, klicken Sie auf "Freq.-Vorgaben
ändern/speichern" und dann im Untermenü auf "RX/TX
Frequenz" Das Programm ändert dann
automatisch die RX- und TX-Frequenz-Einträge im File Doppler.SQF, wie Sie in
der Liste des CAT-Menüs verfolgen können.
g. Mit den unter C. – F. beschriebenen Schritten sind die Frequenzeinträge in Doppler.SQF für
den späteren Betrieb über AO-40 optimal angepasst: Wollen Sie später über AO-40
arbeiten, brauchen Sie nur noch folgende Schritte auszuführen, um Ihr eigenes
Signal zu finden:
aa. Rufen Sie AO-40 auf.
bb. Stimmen Sie mit dem VFO auf die Bakenfrequenz ab, bis Sie das Signal mit Schwebungs-Null empfangen.
cc. Öffnen Sie das Menü CAT und klicken Sie auf "Akt. Abweichung korrigieren". Das Programm bestimmt dann automatisch die Abweichung der Bakenfrequenz von der erwarteten und stellt einen entsprechenden Korrekturwert ein.
Wenn Sie dann auf einer freien Frequenz rufen, sollten Sie Ihr Signal sofort hören. Evtl. verbleibende kleine Abweichungen können (ohne neue Speicherung ) mit den Reglern im CAT-Menü oder den +/- Tasten ausgeglichen werden.
Ändert
sich im Laufe des Betriebs die Tonhöhe Ihres Signals, können Sie auf gleiche Weise Nachkorrekturen vornehmen.
h. Achtung: Ändern Sie im File Doppler.SQF nicht den Konverter-Offset,
sondern verwenden Sie als Eintrag immer den nominellen Wert. Beträgt dieser,
wie bei 13cm/2m-Konvertern üblich, z.B. 2256000.0, wird bei einer im Frequenzfenster von SatPC32 angezeigten
Empfangsfrequenz von z.B. 2401352.450 kHz der Empfänger auf 145352.450 kHz
eingestellt (für die Steuerung des Funkgeräts wird der Konverter-Offset von der
Betriebsfrequenz abgezogen). Die Anzeigen in SatPC32 und im Display des
Funkgeräts stimmen dann unterhalb des MHz-Bereichs überein. Ändern Sie den
Offset-Wert von 2256000.0 um z.B. 2.5 kHz, können Sie damit zwar evtl. Ihr
Signal anpassen, die Anzeigen von Programm und Funkgerät weichen dann jedoch
ständig um 2.5 kHz voneinander ab.
i. Während des Betriebs über AO-40 (oder andere SSB-Satelliten wie FO-20, FO-29) können Sie die Frequenz genau wie bei terrestrischem Betrieb abstimmen (QSY). Z.B. können Sie auf die Bakenfrequenz abstimmen, wenn Sie die Telemetrie empfangen wollen. Erfahrungsgemäß verfolgt die automatische Doppler-Korrektur des Programms die Frequenzänderungen dann so genau, dass das Bakensignal über Stunden einwandfrei empfangen wird.
Bei
allen unterstützten Funkgeräten kann die Frequenzabstimmung sowohl mit dem VFO-Knopf wie über die 5
Up/Down-Regler wie über die Richtungstasten vorgenommen werden. Lediglich beim
FT-736R ist es nicht möglich, QSY mit dem VFO-Knopf vorzunehmen, da das
Programm die eingestellte Frequenz nicht auslesen kann.
j. Das einwandfreie Funktionieren der Frequenzsteuerung durch das
Programm bei SSB-Betrieb können Sie am besten mit Hilfe der Track-Funktion des
Funkgeräts testen (diese Funktion bewirkt, dass bei Satellitenbetrieb beide
Frequenzen gleichzeitig geändert werden, wenn der VFO gedreht wird). Die
meisten SSB-Satelliten wie AO-40, FO-20, FO-29 verwenden ein reverses
Frequenzschema. Wird dabei die Downlinkfrequenz erhöht, muss die
Uplink-Frequenz um den selben Wert ermäßigt werden, um das eigene Signal wieder
zu hören.
Stellen Sie also die Trackfunktion ein, aber mit falschem Verlauf, bei den obengenannten Satelliten also nicht auf 'Revers' sondern 'Normal'.
Verändern Sie nun z.B. die Downlink-Frequenz um 5 kHz nach unten. Die Track-Funktion verändert dann auch die Uplink-Frequenz – fälschlicherweise - um 5 kHz nach unten. Etwa 1 – 2 Sekunden nach Ende der Drehbewegung wird bei richtigem Funktionieren das Programm dann die Uplink-Frequenz um etwa 10 kHz auf den richtigen Wert nach oben verstellen. Dabei berücksichtigt es die genaue aktuelle Dopplershift für die neue Frequenz.
6. CAT-Steuerung und Verwendung der Programme mit nicht unterstützten Geräten
a. CAT-Steuerung der von SatPC32 unterstützten Funkgeräte
Ausführliche Hinweise dazu, wie Sie Ihr Funkgerät an den PC anschließen, die Parameter für das jeweilige Modell einstellen und das Gerät mit SatPC32 (Wisat32) betreiben, finden Sie für alle unterstützten Fabrikate und Modelle in den Unterverzeichnissen 'Yaesu', 'Icom' und 'Kenwood'. Diese Unterverzeichnisse enthalten Textfiles (Liesdas(Yaesu).txt, Liesdas(Icom).txt, Liesdas(Kenw).txt), Schaltbilder und sonstige Skizzen. Die Textdateien können Sie im SatPC32-Menü '? / Hinweise für ..' aufrufen. Die Bilddateien können Sie mit den üblichen Bildprogrammen, z.B. Irfanview (I_View32.Exe), das Sie auf vielen PC-Zeitschriften-CDs und im Internet finden, öffnen.
b. Besonderheiten
bei der Verwendung der Icom- und Yaesu-Semi-Duplex-Geräte IC-706MKIIG,
FT-817/857/897
Da bei diesen Geräten das eigene Signal nicht zurückgehört werden kann, außerdem Frequenzänderungen nur während des
Empfangs möglich sind, ergeben sich Besonderheiten bei der Optimierung der
Frequenzeinträge für SSB-Satelliten im File Doppler.SQF, zum anderen bei der Bedienung
des Geräts während des Betriebs.
aa..
Optimierung der Frequenzeinträge
Dieser Vorgang ist bezüglich der übrigen Funkgeräte ausführlich im Manual
beschrieben (Menü CAT, Abschnitt D7). Die Methode, die eigene Uplink zu
korrigieren, ist bei den
Semi-Duplex-Transceivern jedoch nicht einsetzbar, weil man das eigene Signal
nicht zurückhören kann. Eine Optimierung ist jedoch mit Hilfe einer
Gegenstation möglich. Dazu muss sicher sein, dass die Gegenstation beide
Signale, also auch ihr eigenes in der richtigen Tonhöhe empfängt.
Hört man selbst die Gegenstation nicht in der richtigen Tonhöhe, korrigiert man
die Rx-Frequenz mit den Rx-Korrektur-Reglern im Menü CAT in Schritten von 10,
100 oder 1000 Hz so, dass man die Gegenstation mit der richtigen Tonhöhe
empfängt.
Dann
klickt man im Menü CAT die Schaltfläche "Freq.Daten ändern/speichern"
und in dem sich öffnenden Fenster die Schaltfläche "Rx/Tx-Daten" an.
Dann werden beide Frequenzwerte – "bereinigt" um die aktuelle
Doppler-Shift - im File Doppler.SQF gespeichert.
Der Nachteil der Methode: Als Start-Frequenz wählt SatPC32 beim nächsten
Programm-Start die derzeitigen Frequenzen, während im Lieferzustand für den
Start die Pass-Band-Mitte gewählt wird. Will man dies vermeiden, hat man
folgende Möglichkeit:
Nach der RX-Korrektur (genaue Abstimmung auf das empfangene Signal, s. oben).
merkt man sich den Korrekturwert, der von SatPC32 oben über dem Frequenzfenster
angezeigt wird.
Nach dem QSO setzt man den Rx-Korrekturwert auf 0 und beide Frequenzen auf die
Ausgangsposition für diesen Satelliten,
indem man den Buchstaben des Satelliten nochmals anklickt.
Anschließend korrigiert man die
Uplink-Frequenz mit den Uplink-Korrekturreglern im Menü CAT um den selben Wert,
aber in der entgegengesetzten Richtung. Hat man
also eine RX-Korrekturwert von -500 Hz, korrigiert man die Uplink um +500
Hz. Dann klickt man auf die
Schaltfläche "Freq.Daten ändern/speichern" und im sich öffnenden Fenster auf "TX-Korrektur".
Genauso kann man verfahren, wenn man zwei getrennte Geräte verwendet und der TX ein Gerät ist, bei dem während des Sendens die Frequenz nicht geändert werden kann (z.B. ein FT-817, FT-857 oder FT-897). Man optimiert dann die RX-Frequenz und speichert anschließend wie vorstehend beschrieben den Wert mit umgekehrtem Vorzeichen als Uplink-Korrektur ab.
bb.
Besonderheiten während des Betriebs:
Da das Programm während des Sendens keine Frequenz-Änderungen vornehmen kann,
sollte man, insbesondere wenn die Doppler-Shift stark driftet, die Sendungen
kurz halten.
Außerdem sollte man dem Programm die ungestörte Aktualisierung der Frequenzen
ermöglichen. Kritisch ist dieser Vorgang, wenn beide Frequenzen aktualisiert
werden müssen, da dazu vorübergehend die VFOs gewechselt werden müssen. Da
zwischen den dazu nötigen Schritten kurze Pausen liegen müssen, ist der Vorgang
etwas zeitaufwendig (ca. ½ - 1 Sekunde).
Das Programm nimmt eine Aktualisierung BEIDER Frequenzen vor:
aaa. nach einer Frequenzänderung durch den Benutzer (QSY),
bbb. nach der Umschaltung von Senden auf Empfang,
ccc. nach einer Uplink-Korrektur.
Die Aktualisierung der Frequenzen erfolgt etwa 1 Sekunde nach diesen Vorgängen.
Die Aktualisierung ist sowohl am
Display zu sehen, als auch durch die kurze Unterbrechung des Empfangs zu
hören.
Um dem Programm die Aktualisierung zu ermöglichen, sollte man deren Abschluss abwarten, bevor man auf
Senden schaltet. Andernfalls kann die
Frequenz- und Betriebsartensteuerung "aus dem Takt geraten", mit der
Folge, dass das Gerät u.U. auf der Downlink-Frequenz sendet.
Tritt ein Frequenz- oder Betriebsarten-Fehler auf, versucht das Programm
automatisch, die richtigen Frequenzen und
Betriebsarten wieder einzustellen. Dies beansprucht etwa 2
Sekunden.
Auf
jeden Fall kann bei Auftreten von derartigen Fehlern der Benutzer durch
Betätigen der ESC-Taste der Tastatur das Programm veranlassen, die richtigen
Frequenzen und Betriebsarten wieder herzustellen.
c. Gleichzeictige Steuerung mehrerer Funkgeräte.
Mit SatPC32 lassen sich nicht nur einzelne Transceiver steuern, sondern auch getrennte Geräte für Uplink und Downlink. Dabei können alle CAT-Steuer-Funktionen des Programms genutzt werden, z.B. auch sog. "transparentes" Tuning. Bei SSB-Satelliten kann deshalb der Empfänger mit dem VFO-Knopf auf ein fremdes Signal oder eine freie Frequenz abgestimmt werden, das Programm steuert dann den Sender automatisch auf die richtige Uplink-Frequenz.
Wichtig:
Bei Steuerung getrennter Geräte muss im Menü „Radio-Setup“ die Option „Autom.
RX/TX-Wechsel“ aktiviert werden.
Das Programm prüft dann bei Aufruf eines Satelliten, ob es sich um einen
V/U-Transponder (Uplink auf VHF,
Downlink auf UHF, z.B. FO-29, AO-51, GO-32) oder einen sog.
U/V-Transponder (Uplink auf UHF, Downlink auf VHF, z.B. AO-07, VO-52) handelt. Entsprechend erkennt es, welches Gerät als Empfänger und welches als Sender
gesteuert werden muss.
aa. Die einfachste Lösung für die Steuerung mehrerer Geräte ergibt sich bei den Icom-Transceivern und -Empfängern, da das Programm diese über eine Geräte-Adresse identifizieren kann. Dadurch wird für mehrere Geräte nur ein einziger COM-Port des PC in Anspruch genommen. Für die Pegelwandlung RS232 <> TTL benötigen die Icom-Geräte ein CAT-Interface, z.B. das ICOM CT-17 oder ein Eigenbaugerät (vgl. die Schaltungsvorschläge im Unterverzeichnis "Icom" des SatPC32-Programmverzeichnisses). Das CAT-Interface belegt nur einen COM-Port des PC, die Funkgeräte werden einfach parallel an den Ausgang des Interface angeschlossen. Ich selbst benutze z.B. ein Eigenbau-Interface entsprechend dem Schaltbild im File MAX232if.pcx im Unterverzeichnis "Icom" im SatPC32-Programm-Verzeichnis. An den Ausgang habe ich einen IC-910H und IC-821H parallel angeschlossen.
Um
z.B. die Icom Einband-Transceiver IC-275 (2m,
Geräte-Adresse hex.10) und
IC-475 (70cm, Geräte-Adresse hex. 14) zu steuern, legt man im
SatPC32-Menü "Radio-Setup" folgende Adressen fest (vorausgesetzt, man
hat die Default-Adrressen der Geräte
nicht geändert):
$14,$10
Als Modelbezeichnung wählt man „Andere“.
Wichtig:
Bei Verwendung von 2 Icom-Geräten muss im Abschnitt „Radio 2“ die Option „None“ gewählt werden, da nur ein
COM-Port angesprochen wird.
bb. Bei Verwendung zweier Geräte
der übrigen unterstützen Fabrikate (Yaesu
und Kenwood, z.B. der Yaesu Semi-Duplex-Transceiver FT-817, FT-857 oder
FT-897) oder unterschiedlicher Fabrikate (z.B.. des Icom IC-706 MK II
und des Yaesu FT-857) müssen die Einstellungen für das erste Gerät im
Abschnitt „Radio 1“ des Menüs „Radio-Setup“ festgelegt werden, die
Einstellungen für das 2. im Abschnitt „Ratio
2“ des Menüs.
cc.
Im Hilfsfile "DivOptions.SQF", das mit dem SatPC32-Menü
"?", "Hilfsdateien" aufgerufen werden kann, lässt sich
optional die Ausgabe der Sendefrequenz abschalten (Zeile 4). Bei dem als
Empfänger dienenden Gerät werden dann nur die RX-Frequenz und -Betriebsart
gesteuert. Diese Option empfiehlt sich auf jeden Fall, ein
Halbduplex-Gerät nur als Empfänger verwendet werden soll, z.B. der FT-857, da das Programm sonst zur
Steuerung der TX-Frequenz zwischen den beiden VFOs hin- und herschaltet (was
nötig ist, wenn nur ein einziges solches Gerät für Satelliten-Betrieb zur
Verfügung steht).
d. Besonderheiten bei S-Band-Betrieb (z.Zt. AO-51 Mode V/S und L/S).
Normalerweise kann bei Empfang von FM-Signalen auf 2m und 70cm die nominelle
Frequenz verwendet werden. Frequenzkorrekturen sind nicht nötig. Etwas anderes
kann sich jedoch bei Empfang von 13cm-Signalen ergeben. Meistens wird dafür ein
am Mast montierter Down-Konverter verwendet, der das 13cm-Signal auf 2m oder
70cm umsetzt. Der Oszillator-Quarz des Konverters ist den Schwankungen der
Außentemperatur ausgesetzt. Seine Frequenz kann deshalb um mehrere KHz
schwanken. Entsprechend ist die von SatPC32 errechnete jeweilige
Downlink-Frequenz ungenau. Diese täglichen Abweichungen kann man mit den "Dwnl-Korr."-Reglern (Menü
"CAT") anhand der Mittenanzeige des Funkgeräts korrigieren. Diese Regler sind zwar bei FM normalerweise
deaktiviert. Durch Klicken auf die Schaltfläche "V" ("V"
steht für VFO-Modus) kann man sie jedoch auch für FM-Satelliten
aktivieren ("V+").
Ein weiteres Problem ergibt sich bei Mode V/S bei Verwendung eines 13cm/2m Down-Konverters. Man muss dann sowohl auf 2m senden als auch empfangen. Man benötigt also ein 2. Funkgerät als 2m-Empfänger hinter dem Konverter, man benötigt deshalb auch eine spezielle Programm-Konfiguration neben der "normalen" für V/U- und U/V-Betrieb. Ab Programmversion 12.8a lässt SatPC32 die Speicherung mehrerer Konfigurationen zu. Man kann also neben der "normalen" eine weitere programmieren, bei der ein zusätzliches Gerät gesteuert wird. Dabei kann man z.B. einen FT-817 oder IC-706MKIIG als 2m-Empfänger hinter dem Konverter einsetzen und als TX das sonst für V/U- und U/V-Betrieb benutzte Gerät, z.B. einen FT-847 oder IC-910H. Der Satelliten-Modus muss dabei deaktiviert werden (Menü "Radio-Setup").
Bei Programm-Version 12.8 und älter kann man sich helfen, indem man neben der "normalen" noch eine weitere Instanz von SatPC32 installiert. Dazu kann man V. 12.7 verwenden. Diese ältere Version speichert - anders als V. 12.8 - die Programm-Daten nicht in einem Windows-Programmdatenverzeichnis, sondern im SatPC32-Programm-Verzeichnis. Man kann deshalb V.12.7 unabhängig von V.12.8 konfigurieren. Bei Steuerung durch V. 12.7 muss man für die Steuerung des TX das mitgelieferte Tool TxController verwenden.
Die Keplerdaten müssen nur
für die Hauptkonfiguration aktualisiert
werden. Die weitere Konfiguration kann diese Daten - z.B. das File nasa.all -
mitverwenden. Dazu navigiert man im SatPC32 -Menü "Datei", "Öffnen"
der weiteren Konfiguration zum File "nasa.all" im
Unterverzeichnis Kepler im SatPC32-Datenverzeichnis der Hauptkonfiguration und
speichert Pfad und File. Der Pfad zu diesem Ordner wird von SatPC32 in der Fußzeile des Menüs
"Satelliten" angezeigt. Wird das File aktualisiert, stehen
deshalb die neue Daten deshalb zugleich auch den anderen Konfigurationen zur Verfügung.
e. Verwendung der Programme mit nicht unterstützten Funkgeräten.
Wer ein Funkgerät benutzt, dass sich nicht durch SatPC32 steuern lässt, kann
die Frequenzanzeigen des Programms als Hilfe für die manuelle Einstellung
heranziehen, z.B. um das eigene Signal zu finden. In diesem Falle betreiben Sie
das Programm zweckmäßigerweise mit der Voreinstellung für den FT-736R. Lassen
Sie die Voreinstellung der COMPort-Nummer im Menü „Radio-Setup“ ebenfalls
unverändert bei 0.
Bei Satelliten mit Frequenzvorgaben im File Doppler.SQF erscheinen im
Frequenzfenster die Downlink- und Uplinkfrequenzen unter Berücksichtigung der
jeweiligen Dopplershifts. Wenn Sie einen SSB-Satelliten wählen, z.B. FO-20 oder
AO-40, können Sie das Band mit Hilfe der Richtungstasten, der Tastatur oder den
5 Up/Down-Reglern abfahren, wenn die CAT-Steuerung aktiviert ist (C+). Die Funktion arbeitet am schnellsten, wenn
die Option „KCT-Tuner“ aktiviert ist. Aktivieren Sie sie deshalb, auch wenn Sie
kein KCT verwenden.
Die von SatPC32 angezeigten Frequenzen können jedoch nur Anhaltspunkt für die
Einstellung des eigenen Geräts sein, da es, z.B. durch Temperatureinflüsse, zu
Abweichungen zwischen den angezeigten und tatsächlichen Frequenzen kommen kann
(auf 13cm bis zu einigen kHz).
7. Rotorsteuerung Port, Verzögerungswerte)
a. Das Rotor-Interface IF-100 wird an einem parallelen Port des PC angeschlossen. Die Sat-Programme entnehmen die Adresse des verwendeten Ports dem File ParPort.SQF im SatPC32-Verzeichnis. Dort sind die gängigsten Adressen für LPT1 und LPT2, nämlich hex 378 und hex 278, voreingetragen. Wählt man mit SatSetup als Port 1, wird die Adresse der ersten Zeile angesprochen, wählt man Port 2, wird die Adresse der 2. Zeile angesprochen. Manche PCs verwenden jedoch nicht diese Standard-Adressen. Man muss sich deshalb in der Windows Systemsteuerung vergewissern, welche Adressen der eigene PC verwendet und ParPort.SQF ggf. anpassen. Die Adressen ergeben sich normalerweise aus der Tafel Ressourcen im Gerätemanager für den betr. Port. Für Zusatzkarten sind sie dort manchmal nicht ersichtlich. Das ist z. B. bei mir unter Windows XP der Fall. Sie sind dann beim Eintrag Multi-I/O-Controller eingetragen (Systemsteuerung - System). Für meine PCI-Karte ergibt sich dort z.B. die Adresse hex DC00. Diese habe ich deshalb in der 2. Zeile von ParPort.SQF eingetragen.
b. Für die Rotorsteuerung des IF-100 müssen mit SatSetup Verzögerungswerte eingegeben werden, da die Datenübertragung durch die heutigen Rechner für das Interface IF-100 sonst zu schnell wäre. Hinzukommt, dass ab Programmversion 9.0 schnellere Rotortreiber verwendet werden. Durch die unterschiedlichen Treiber für Windows NT, Windows 2000 und Windows XP einerseits und Windows 95/98/ME andererseits ergeben sich unterschiedliche Verzögerungswerte für die beiden Windows-Gruppen.
Folgende Verzögerungswerte haben sich hier bewährt:
|
Rechner |
Windows NT, 2000, XP |
Windows 95/98/ME |
|
Athlon 1800+ |
500 |
1800 |
|
Pent.II/350 |
? |
200 |
|
Pent.I/90 |
30 |
30 |
|
Rechner |
Windows NT, 2000, XP |
Windows 95/98/ME |
|
Pent.II/350 |
? |
280 |
8. Bekannte Probleme und
Fehlermeldungen:
a. Meldung 'Exception EOleSysError, class
not registered' oder ähnlich, bei Programmstart: Die Meldung tritt nach meiner bisherigen
Erfahrung nur unter der 1. Fassung von Windows 95 auf. Ursache sind einige
veraltete Systemdateien. Die einfachste und billigste Abhilfe schafft die
Installation einer neueren Version des MS Internet Explorers (ab Vers. 3.01).
Natürlich hilft auch ein Windows Update. Danach muss allerdings SatPC32
nochmals installiert werden.
b.
Meldung bei Installation: 'Folgende Dateien konnten die
Selbstregistrierung nicht:
C:\Programme\SatPC32\IOPORT.OCX C:\Windows\System\MSComm32.OCX'
Bzgl. der Ursache und Abhilfe gilt das gleiche wie zu a. Statt der
Neuinstallation kann bei entsprechenden Kenntnissen die Registrierung auch
manuell mit Regsvr32.Exe vorgenommen werden.
c. In der Grafik erscheinen Streifen oder ähnliche Störungen oder die ganze Weltkarte erscheint ständig hell: Ursache kann die Grafik-Hardwarebeschleunigung sein, die bekanntermaßen bei Programmen zu Bildstörungen führen kann. Nehmen Sie sie von den voreingestellten 100% auf den ersten Teilstrich zurück (Start - Einstellungen - Systemsteuerung - System - Leistungsmerkmale - Grafik).
d. Die Grafikfunktionen werden zu langsam ausgeführt. Dies war bei meinem Athlon 1800+ unter Win XP der Fall und zeigte sich insbesondere bei der grafischen Funktion 'Vorschau'. Die Bildwiederholung erfolgte trotz des schnelleren Rechners langsamer als z.B. auf einem Pent.II/350. Unter Win98 war die Geschwindigkeit wie erwartet hoch. Ursache war die Grafikbeschleunigung. Nachdem ich diese unter WinXP auf den ersten Teilstrich zurückgenommen hatte (s. oben), waren auch hier die grafischen Funktionen entsprechend schnell.
e. Am unteren Bildrand werden 1 oder 2 Zeilen nicht oder nicht vollständig angezeigt. In einem mir bekannt gewordenen Falle war Ursache die Wahl zu großer Schriften in der Menü-Zeile oben. Bei sehr großen Schriften kann sich die Menü- Leiste über zwei Zeilen erstrecken. Dieser Platz fehlt dann unten. Aber auch wenn das Menü in einer Zeile bleibt, kann die unterste Zeile zum Teil abgeschnitten werden. Stellen sie für die Menüs die Voreinstellungen MS Sans Serif und Schriftgröße 8 (nach Tests des betr. OMs maximal 10) ein (Start - Einstellungen - Systemsteuerung - Anzeige - Darstellung) bei Einstellung 'kleine Schriftarten'. Wählen Sie danach notfalls die Einstellung 'große Schriftarten' (Systemsteuerung - Anzeige - Einstellungen).
f. Meldung 'Ungültige Gleitkommaoperation' (bzw.
'Fließkommaoperation') und ähnliche Meldungen.
Folgender konkrete Fall ist mir bekannt:
a. im Menü Optionen ist das SGP8SDP8-Modell eingestellt worden.
b. im verwendeten Keplerdatensatz hat das Element "bstar drag term"
(Datenzeile 1, Spalten 54 -60) den Wert 0. Dies ist z.Zt. (Dez. 2009) der Fall
bei den Datensätzen für HO-68.
Die Fehlermeldung erscheint dann im Sekundentakt.
Von der deutschen Seite "Downloads", Abschn. 5 ("Patches"),
können revidierte Fassungen von SatPC32.Exe und Wisat32.Exe heruntergeladen
werden, die den Fehler beheben. Davon abgesehen hilft auch die Verwendung des
SGP4SDP4-Modells. Bezgl. der Genauigkeit besteht zwischen beiden Modellen kein
Unterschied.
Diese Fehlermeldung erfolgt darüber hinaus aber allgemein bei fehlgeschlagenen mathematischen Operationen, z. B. bei dem Versuch, die Wurzel aus einem negativen Wert zu ziehen. Normalerweise kommt diese Meldung dann nur sehr selten und ist harmlos. Das Programm läuft normal weiter. Da die Berechnungen im Sekundentakt erneuert werden, erfolgt auch sofort eine Korrektur.
Erscheint
die Meldung ständig, kann sie durch
einen fehlerhaften Datensatz verursacht sein, etwa, weil in der Auswahl noch ein Satellit steht, für
den das Quellfile keine Daten enthält.
Notfalls muss dann eine Deinstallation und Neuinstallation des Programms
erfolgen.
Zuvor können Sie folgende Lösung versuchen: Das SatPC32-Datenverzeichnis enthält ein
Unterverzeichnis "DataRepair". Es enthält die Files
"SatSources.SQF", "Standard.SAT" und das Keplerdaten-File
"nasa.all" im Lieferzustand. Kopieren Sie die beiden ersten Files in
das SatPC32-Datenverzeichnis und das File "nasa.all" in das Unterverzeichnis des
SatPC32-Datenverzeichnisses "Kepler"
. Damit wird die Satelliten-Auswahl in den Lieferzustand zurückversetzt
und das mitgelieferte Quellfile "nasa.all" verwendet. Starten Sie das
Programm danach neu.
Die vorstehende Lösung können Sie auch bei anderen Start-Problemen versuchen.
Ein
geeignetes Quellfile kann für SatPC32, Wisat32 und WinAOS notfalls mit Notepad
auch manuell festgelegt werden:
Die Namen der verwendeten QuellFiles werden gespeichert in den Files
SatSources.SQF (für SatPC32),
WisSources.SQF (für Wisat32),
AOSSources.SQF (für WinAOS).
Beim Programmstart wird immer die Gruppe 'Standard' verwendet. Das Quellfile für diese Gruppe steht in obigen Files jeweils in der 1. Zeile. (vgl. hierzu auch das Manual, Abschnitt Hilfsfiles).
Die
Namen der ausgewählten Satelliten werden auch gespeichert, für die Gruppe
Standard z.B. in den Files
Standard.Sat (für SatPC32),
Standard.Wis (für Wisat32),
Standard.Aos (für WinAOS).
Dort kann notfalls ein Satellit manuell mit Notepad entfernt werden.
Für die übrigen Gruppen gibt es entsprechende Files, wobei an die Stelle von 'Standard' der Gruppenname, z.B. 'Wetter1' tritt.
g. Die CAT-Steuerung
funktioniert nicht.
Bei Verwendung eines Icom IC-706MKIIG oder kompatiblen Geräts funktioniert die
CAT-Steuerung nur, wenn Pin 7 der ACC-Buchse mit dem CTS-Pin des COM-Ports (Pin
8 des 9-poligen PC-Steckers) verbunden ist. Ausführliche Hinweise dazu finden
Sie im „Liesdas(Icom).txt“-File, Abschn. I, 3. Den Text können Sie sich mit dem SatPC32-Menü „?“, „Hinweise[CAT] für
.... Icom-Benutzer“ anzeigen lassen.
Eine andere mögliche Ursache für das Nicht-Funktionieren der CAT-Steuerung ist die irrtümliche Aktivierung der Option 'KCT-Tuner' im SatPC32-Menü 'Radio-Setup'. Diese Option muss DEAKTIVIERT sein, wenn die CAT-Steuerung über einen COM-Port erfolgt, da andernfalls die Ausgaben der CAT-Steuerung nicht an den COM-Port, sondern einen DDE-Schnittstelle erfolgen.
Prüfen
Sie im übrigen, ob Sie alle erforderlichen Einstellungen richtig vorgenommen
haben. Eine Zusammenstellung aller vorzunehmenden Einstellungen finden Sie im
Liesdas-Text zu Ihrem Funkgerät (Liesdas(Icom).txt, Liesdas(Kenwood).txt,
Liesdas(Yaesu).txt), den Sie in den Unterverzeichnissen Icom, Kenwood und Yaesu
finden und den Sie auch aus dem SatPC32-Menü '?' / 'Hinweise für ...' aufrufen
können.
h. Fehlerhafte TX-Frequenz bei
FT-847.
In zwei bekannt gewordenen Fällen änderte sich bei Steuerung des FT-847 durch
SatPC32 plötzlich die Tx-Freqenz und nahm einen Wert außerhalb des Bandes an.
Verursacht wurde der Fehler anscheinend in der Routine, die den SUB-VFO des
FT-847 ausliest (1 mal pro Sekunde). Ab Version 12.4 habe ich diese Routine
modifiziert. Seither ist der Fehler nicht mehr berichtet worden.
i. E/A-Fehler 103, 105 oder Meldung: Fehler beim Öffnen von Datei
.(Name).
Diese Fehler-Meldung erscheint, wenn das Programm eine benötigte Hilfsdatei
nicht öffnen, lesen oder beschreiben kann.
Bezüglich der wichtigsten Hilfsdateien wird dieser Fehler in SatPC32 abgefangen
und in der Fehlermeldung wird der Name der Datei genannt. Lässt sich die Datei nicht bestimmen, ist es
meist zweckmäßig, das Programm nochmals zu installieren, und zwar in einen
neuen Ordner, da andernfalls User-Dateien nicht überschrieben werden. In dem neuen Ordner lassen sich die
Programme dann z.B. mit dem Windows Explorer starten. Läuft das Programm, nimmt
man die persönlichen Einstellungen vor. Funktioniert die neue Installation kann
man später die ursprüngliche einfach durch Löschen des alten
SatPC32-Programm-Verzeichnisses entfernen. Das neue Verzeichnis kann dann in
SatPC32 umbenannt werden.
j.
Fehlermeldung:
Kein Quellfile gefunden für Gruppe...
SatPC32 liest Pfad und Namen des verwendeten Keplerdaten-Quellfiles aus der
Hilfsdatei SatSources.SQF im SatPC32-Verzeichnis. Wird in der linken Liste des
Menüs "Satelliten" ein Quellfile gewählt (markiert) und anschließend
die OK-Taste angeklickt, werden Pfad und Name für künftige Programmstarts in
SatSources.SQF gespeichert. Das File enthält für jede der 12 möglichen
Satelliten-Gruppen eine Zeile. Die erste Zeile gilt für die Gruppe
"Standard".
Das Programm startet immer zuerst mit der Gruppe "Standard". Die Fehlermeldung tritt auf, wenn für diese entweder kein gültiger Pfad und Name für das zu verwendende Quellfile gespeichert wurde oder das File gelöscht , verschoben oder umbenannt wurde, bevor ein anderes festgelegt wurde.
Tritt die Fehlermeldung auf, öffnen Sie das SatPC32-Menü "Datei | Öffnen" und navigieren Sie zu Unterverzeichnis "Kepler" im SatPC32-Programmverzeichnis. Im Verzeichnis Kepler sollten Sie zumindest das File "nasa.all" finden. Wählen Sie es aus und öffnen Sie es. SatPC32 sollte dann mit diesem File starten. Öffnen Sie sodann das Menü "Satelliten" (sofern dies nicht schon automatisch geschieht) und klicken Sie dort auf "OK". Damit werden Datei-Pfad und –Name für künftige Programm-Starts gespeichert.
Sollten Sie auf diese Weise keine Abhilfe erhalten, können Sie auf die Dateien im Unterverzeichnis "CAT-Data-Backup" zurückgreifen. Navigieren Sie mit dem Windows Explorer zu diesem Unterverzeichnis im SatPC32-Verzeichnis. Kopieren Sie sodann die Files "SatSources.SQF" und "Standard.SAT" in das SatPC32-Programm-Verzeichnis und das File "nasa.all" in das Unterverzeichnis "Kepler".
Für
die Programme Wisat32 und WinAOS speichert das Programm Pfad und Namen der
Quellfiles in den Files WisSources.SQF bzw. AosSources.SQF. Bei diesen
Programmen bleibt im Falle der obigen Fehlermeldung nur die im vorletzten
Absatz genannte Abhilfemöglichkeit. Suchen Sie also mit den entsprechenden
Menüs "Datei|Öffnen" nach einem geeigneten Quellfile.
k. Ole error
8004503A……
Die SatPC32-Sprachfunktion (AOS-Ansage) setzt voraus,
dass auf dem PC die Microsoft "Speech API" installiert ist. Ist das
nicht der Fall, erscheint obige Fehlermeldung. Die Software kann von der
Microsoft Webseite kostenlos herunter geladen werden:
http://www.microsoft.com/reader/de/downloads/tts.mspx
Weitere Informationen:
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=5e86ec97-40a7-453f-b0ee-6583171b4530&DisplayLang=en
l.
Fehlermeldung: Kann COMx nicht öffnen, ungültige Anschlussnummer o.ä.
Diese Fehlermeldung erscheint,
1. wenn das Programm versucht einen COM-Port zu öffnen, der bereits von einer
anderen Anwendung geöffnet worden ist.
Wählen Sie für eine der Anwendungen einen anderen COM-Port.
2. wenn der gewählte COM-Port auf dem PC nicht verfügbar ist. Welche Ports verfügbar sind, können Sie in der Windows Systemsteuerung feststellen (Start - Systemsteuerung - System - Hardware - Gerätemanager - Anschlüsse (COM und LPT)).
3.wenn
eine Anschlussnummer > 16 verwendet wird. Das von SatPC32 verwendete Modul
für die Verwaltung der seriellen Schnittstellen unterstützt nur die Portnummern
1 - 16. Da das System bei Installation einer neuen Schnittstelle die Portnummern
fortlaufend erhöht, können sich insbesondere bei Verwendung von
USB-zu-Seriell-Adaptern Portnummern ergeben, die größer als 16 sind. Sie
können in diesem Fall aber für den betroffenen Port eine Nummer unter 17
zuweisen. Gehen Sie wie folgt vor:
aa. Sehen Sie in der Systemsteuerung nach, welche COM-Ports auf Ihrem PC
installiert sind (vgl. 2).
bb. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den COM-Port mit der zu hohen
Anschlussnummer.
cc. Wählen Sie dann Eigenschaften - Anschusseinstellungen - Erweitert.
dd. Klicken Sie unten auf die kleine Schaltfläche neben der Anschlussnummer.
ee. In der sich öffnenden Liste werden die meisten niedrigen Anschlussnummern
als "bereits belegt" angezeigt werden. Tatsächlich sind jedoch nur
die im Gerätemanager aufgeführten Nummern belegt. Wählen Sie also eine der
anderen Anschlussnummern und weisen Sie diese der Schnittstelle zu. Ignorieren
Sie die Warnung von Windows.
ff. Bestätigen Sie die Änderung durch Klicken auf OK. Evtl. muss der PC neu
gestartet werden, damit die Änderung wirksam wird.
Wählen Sie anschließend auch in SatpC32 die neue Anschlussnummer.
m.
Windows 7 150%-Schriftgrad
Unter Windows 7 kann man neben den 96- und 120-dpi Schriftgrößen
zusätzlich eine 144-dpi große wählen. In der Windows Systemsteuerung lautet
die Größenbezeichnung "150%". Dieser Schriftgrad kann auch mit
SatPC32 verwendet werden. Erforderlich ist jedoch, dass man in der
Systemsteuerung das Windows 7 Design
einstellt.
n.
Fehlermeldungen bezgl. IOPort.SYS
Einige Rotorinterfaces (IF-100, RifPC, FODTrack,KCT) benötigen den Kerneltreiber IOPort.SYS für Zugriffe auf den parallelen Port. Der Startwert in der Registry ist auf 2 gesetzt. Damit startet der Treiber, wenn das System bootet. Fehlermeldungen können auftreten, wenn der Treiber nicht gefunden wird oder deaktiviert wurde. Die Fehler können mit dem Registrierungsfile IOPort.reg behoben werden. Das File befindet sich im Programmordner von SatPC32. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Dateinamen. Wählen Sie dann "Öffnen mit" und dann "Registrierungseditor" und erlauben Sie Änderungen. Das File trägt den Treiber dann in die Registry ein und korrigiert falsche Einstellungen.
IOPort.SYS ist ein 32-bit-Treiber und funktioniert deshalb nicht auf 64-bit Systemen. Kommt es zu Fehlermeldungen, kann der Treiber deaktiviert werden. Starten Sie das Registrierungsfile IOPortDeActivate.reg im SatPC32-Programmverzeichnis durch Rechtsklick auf den Dateinamen. Wählen Sie "Öffnen mit" und dann "Registrierungseditor" und erlauben Sie Änderungen. Das File deaktiviert IOPort.SYS, indem es den Startwert auf 4 setzt. Die Änderung wird ab dem nächsten Programmstart wirksam.
o. SatPC32 von einem “Standard”-Benutzerkonto aus betreiben
Das
S Das SatPC32-Setup-Programm geht davon aus, dass der
Benutzer Administratorrechte hat. Es installiert deshalb die Programmdaten
in einem Unterordner des Administrator-Kontos. Versucht ein "Standard"-Benutzer,
das Programm zu starten, erscheint die Fehlermeldung: "Datei nicht
gefunden". Abhilfe können Sie wie folgt schaffen:
Starten Sie den Windows Explorer und navigieren Sie zu dem Datenordner
"SatPC32". Der Pfad zu diesem Ordner wird in der
Fußzeile des Menüs "Satelliten" angezeigt. Unter Windows XP
ist es wahrscheinlich der Pfad "Dokumente und Einstellungen/Benutzername/Anwendungsdaten/SatPC32",
unter Windows 7 "C:\Benutzer\Benutzername\Anwendungsdaten\Roaming\SatPC32".
Kopieren Sie den kompletten Datenordner "SatPC32" unter dem
entsprechenden Pfad für den betreffenden "Standard"-Benutzer (also
den bis auf den Benutzernamen gleichen Pfad).
p. CATsteuerung des IC-9100
Der IC-9100 ermöglicht eine CATsteuerung
aa. über die konventionelle CI-V-Buchse. Detaillierte Hinweise
erhalten Sie durch Aufruf des SatPC32-Menüs "?" / "Hinweise[Radio]...Icom-Benutzer".
Der Text (Liesdas(Icom).txt) kann auch mit dem Editor "Notepad"
im Unterordner "Icom" im SatPC32-Programm-Verzeichnis angezeigt
werden.
bb. mittels eines USB-Kabels, das den USB-Anschluss des Geräts direkt
mit einem USB-Port des PCs verbindet. Der IC-9100 enthält einen eingebauten
USB-zu-Seriell-Adapter, der 2 virtuelle COM-Ports generiert. Der Treiber für
diesen Adapter kann von der ICOM Internetseite heruntergeladen werden (S. 12 des
engl. Handbuchs). Das Gerät darf nicht mit dem PC verbunden werden, solange der
Treiber nicht installiert ist (s. 12 des engl. Handbuchs)! Im SatPC32-Menü
"Radio Setup" wählen Sie einen der beiden virtuellen COM-Ports des
IC-9100.
Betrieb: Schalten Sie das Funkgerät an, bevor Sie SatPC32 starten und
die CAT-Steuerung aktivieren (C+). Die beiden COM-Ports des IC-9100 sind nur
verfügbar, wenn das Gerät eingeschaltet ist.
Wichtig: Beenden Sie SatPC32 oder deaktivieren Sie zumindest die
CAT-Steuerung (C-), bevor Sie den IC-9100 ausschalten. Andernfalls sendet
Windows ständig die Fehlermeldung: “Internal error retrieving device control block for the port”
(deutsch: “Interner Fehler beim Abrufen des DCB-Blocks fuer den Anschluss”).
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