                             DDESat32
                           
                        Schnittstellenprogramm  
                 fr Rotor- und Catsteuerungen V. 12.8   
   
                   (C) 2008  E.Eichmann, DK1TB,   
                         Kiewningstr. 57   
                          32756 Detmold   
   
A. DDESat32 ist ein Schnittstellen-Programm, das nur zusammen mit den 
   Wisp32-Programmen eingesetzt werden kann. Da das Programm einige
   der SatPC32-Datenfiles auswertet, funktioniert es nur, wenn auch 
   SatPC32 installiert ist. 
  
   Das Programm bezieht ber eine DDE-Schnittstelle von GSC dessen 
   Ausgaben zu Azimut, Elevation, MA-Wert, Up- und Downlink-Frequenzen
   und -betriebsarten eines Satelliten whrend eines bergangs. 
   DDESat32 setzt diese Angaben in die  Protokolle der angeschlossenen
   Gerte um und gibt sie ber die parallelen und seriellen 
   Schnittstellen des PC aus. 
   
   Das Programm unterstzt die Cat-Steuerung der Yaesu-Transceiver 
   FT-736R und FT-847, der Kenwood Transceiver TS-790A/E und TS-2000 
   und der Icom-Transceiver IC-820H/IC-821H, IC-910H und getrennter 
   Icom-Gerte, die dasselbe Protokoll verwenden wie die Transceiver 
   (z.B.IC-275/475),
   
   Die Rotorsteuerung untersttzt alle Rotor-Controller und 
   -Interfaces, die von SatPC32 gesteuert werden. Dabei bernimmt 
   es automatisch die Einstellungen aus SatPC32. 
    
   Das Programm luft auf IBM-kompatiblen PCs unter Windows 98/ME, 
   Windows NT 4.0, Windows 2000, Windows XP und Windows Vista 32.


B. Installation
   Entpacken Sie das heruntergeladene ZIP-File in einen leeren, 
   temporren Ordner Ihrer Festplatte. Starten Sie dann das 
   Setup-Programm. 
   
   Vor der Installation eines Updates von DDESat32 mu die frhere
   Version mit der Windows-Systemsteuerung deinstalliert werden. 
   
   
C. Inbetriebnahme und Bedienung

1.
a. Damit DDESat32 Daten von GSC empfngt, mu in GSC (dort Station Setup -
   Rotator - Interface - Type) die Option 'DDE' ausgewhlt werden. 

b. DDESat32 kann GSC automatisch starten, wenn GSC nicht bereits luft.
   Dazu mu es Pfad und Name von GSC kennen. Gespeichert ist diese 
   Angabe im File 'GSCPath.SQF', das sich nach der Installation im 
   Daten-Verzeichnis 'DDESat32'. Dies Verzeichnis befindet sich im 
   Windows-Systemverzeichnis fr Anwendungsdaten. Sie knnen 
   den Pfad leicht mit Hilfe von SatPC32 feststellen. Dort wird es
   in der Fuzeile des Mens 'Satelliten' angezeigt.
   
   Voreingetragen in GSCPath.SQF ist
                            C:\Wisp32\GSC
   Trifft diese Vorgabe fr Sie nicht zu, mssen Sie zunchst mit einem
   Editor, z.B. Notepad den Eintrag in GSCPath.SQF anpassen und speichern. 

2. Einen Teil der bentigten Vorgaben bezieht DDESat32 aus Hilfsfiles, die
   auch von den Hauptprogrammen SatPC32 und Wisat32 verwendet werden und
   im SatPC32-Datenverzeichnis gespeichert sind:

a. Die Nummern der fr die Rotor- und Catsteuerung verwendeten PC-Ports,
   die diesbezglichen Verzgerunswerte sowie evtl. Korrekturwerte fr
   die Antennensteuerung sind im File 'SatIni.SQF' gespeichert.

b. Die von der Rotorsteuerung verwendeten Portadressen entnimmt das 
   Programm dem File 'ParPort.SQF'.

c. Die Einstellung der funkgertespezifischen Vorgaben fr die 
   Catsteuerung wird in den Files 'YaesuPar.SQF', KenwoodPar.SQF und
  'IcomPar.SQF' / 'IcomName.SQF' vorgenommen. 

d. die Angaben zu den Standard-Richtungen (Men Rotor) bezieht DDESat32 
   aus dem File 'Standpos.SQF'.

e. Die Versatzfrequenzen bei Converter/Transverterbetrieb enthlt das 
   File 'Doppler.SQF'. 

f. Bei Steuerung eines Rotor-Servers (Option 'Rotor-Server' aktiviert)
   liest DDESat32 den Servernamen aus dem File 'RotorServer.SQF',
   bei Steuerung eines Cat-Servers (Option 'Cat-Server' aktiviert)
   bezieht das Programm den Servernamen aus dem File 'CatServer.SQF'. 
   
   Alle vorstehenden Einstellungen (a - f)  fr die Hauptprogramme 
   SatPC32 und Wisat32 gelten daher auch fr DDESat32. Wegen der Einzel-
   heiten wird deshalb auf die Erluterungen zu SatPC32/Wisat32 (File 
   Manual.htm, Abschnitt 'Hilfsdateien') und auf die Hilfetexte zu 
   den Setup-Mens verwiesen.

3. Im brigen wird das Programm mit der Maus, z.T. auch durch Tastatur-
   eingaben bedient:  

a. Men Cat

aa.  Mit diesem Men lassen sich das Intervall fr die Catsteuerung fest-
   legen und Frequenzkorrekturen vornehmen.
   Unter Intervall ist die Freqenznderung in Hz (auf Grund der Drift des
   Dopplerversatzes) zu verstehen, bei deren Erreichen das Programm die
   Frequenz des Funkgertes anpat. Die Einstellung ist bei FM-Betrieb
   unkritisch. Ein Wert von 100 Hz ist voreingestellt.
   Das Erreichen des Intervalls mit das Programm an der hheren der
   beiden Betriebsfrequenzen fr Down- und Uplink.

bb. Frequenzkorrektur
   Mit den Up-/Downreglern der Korrekturfunktion lt sich die Frequenz
   in Schritten zu 10, 100 und 1000 Hz korrigieren. Zustzlich kann die
   Korrektur (in 100-Hz-Schritten) mit den Richtungstasten rechts/links
   vorgenommen werden. 
   
   Eine Korrektur lt sich nur whrend eines Satelliten-bergangs
   durchfhren. Die Korrektur bezieht sich auch nur auf den betreffenden
   Satelliten, da bei anderen Satelliten mglicherweise kein oder ein
   anderer Korrekturwert ntig ist. 
   
   Der Korrekturwert bleibt fr den jeweiligen Satelliten bis zu einer
   nderung oder der Beendigung des Programms erhalten. Bei einem neuen
   bergang wird er also wieder verwendet und angezeigt. Dauerhafte 
   Frequenzkorrekturen mssen bei den Frequenzangaben in GSC vorgenommen
   werden.   
   
   Der Korrekturschritt bezieht sich immer auf die Downlinkfrequenz.
   Die Uplink-Frequenz wird jedoch in analogerweise mitkorrigiert. 
   Wird z.B. die Downlinfrequenz im 70cm-Bereich um 180 Hz korrigiert, 
   wird die Uplinkfreqenz im 2m-Bereich um rd. 60 Hz in gleicher 
   Richtung korrigiert. Das beruht auf der Annahme, da die Frequenzen 
   im Satelliten und im Funkgert einheitlich abgeleitet werden und 
   Abweichungen vom Sollwert deshalb beide Bereiche in analoger Weise
   betreffen.   

b. Men Rotor 

aa. Mit der Auswahlliste 'Standardrichtungen' kann die Antenne auf eine
   bestimmte Station, z.B. einen Digipeater, ausgerichtet werden.
   Gespeichert sind die Vorgaben im File 'Standpos.SQF'. Wird eine
   Standardrichtung gewhlt, werden die Rotorsteuerung und die Park-
   funktion deaktiviert (erkennbar am Minus-Zeichen der Schaltflchen
   'R' und 'P'), um eine ungewollte Verstellung der Antenne zu 
   verhindern.

bb. Mit der 1-Grad-Schritt-Korrekturfunktion knnen die Antennenstellungen
   horizontal und vertikal korrigiert werden. Die Korrektur ist nicht
   dauerhaft, bei Programmbeendigung wird sie gelscht. Eine dauerhafte
   Korrektur einer Antennenfehlstellung kann mit SatSetup vorgenommen
   werden.

cc. Mit dem Men lt sich ferner die Parkposition und die Zeit nach
   Ende eines Passes festlegen, zu der die Parkstellung angefahren 
   werden soll. 
   
   Die Parkfunktion kann nicht manuell ausgelst werden, sondern erfolgt
   nur automatisch nach einem Satelliten-Pass. Sie wird auch nur ausge-
   fhrt, wenn die Rotorsteuerung aktiviert ist ('R+'). 

c. Men Mode

aa. 
   Die nachfolgenden Ausfhrungen gelten nur, wenn nicht bereits das
   Server-Programm auf Transverterbetrieb eingerichtet ist und deshalb
   nicht die vom Funkgert bentigte Frequenz ausgibt, sondern die
   Betriebsfrequenz des Satelliten.
   GSC sieht Transverter-Betrieb vor, vgl. Men Station Setup. 
      
   Bei Konverter- und Transverterbetrieb mu einerseits das Bahn-
   berechungsprogramm mit den endgltigen Betriebsfrequenzen rechnen,
   um den richtigen Wert des Dopplerversatzes zu bestimmen, andererseits
   mu dem Funkgert die um den Versatz des Konverters oder Transverters
   ermigte Frequenz angeboten werden. 
   
   Durch Anklicken in der Liste knne Sie die jeweiligen Versatzfrequenzen 
   auswhlen. 
   Achtung: Das Komma in der Liste ist kein Dezimalkomma, sondern trennt 
   Down- und Uplink-Wert.
   Gespeichert sind die Offsets im File 'Transvrt.SQF'.
   Achtung: Die in der ersten Zeile dieses Files eingetragenen Versatz-
   Frequenzen 0,0 drfen nicht gendert werden, da Sie fr den Betrieb
   ohne Konverter/Transverter bentigt werden. Eintrge sind deshalb
   erst ab der 2. Zeile zulssig.

bb.In der Icom-Fassung kann ferner im Adressen-Fenster zwischen 
   unterschiedlichen Gertekombinationen gewechselt werden.


d. Men Setup

aa.Die Catsteuerung ist fr die Yaesu-Transceiver (Voreinstellung) und 
   die oben aufgefhrten Icom-Gerte ausgelegt. Die Auswahl erfolgt im
   Men 'Setup'.  
   
   Ferner lassen sich Optionen fr die Rotorsteuerung festlegen:
   Die Nachfhrung kann in Zeitschritten oder anhand von Winkel-
   nderungen erfolgen. Bei dieser kann weiter gewhlt werden, ob 
   die Nachfhrung anhand konstanter Winkel erfolgen soll, oder ob bei
   der horizontalen Nachfhrung der mit steigender Elevation geringer
   werdende Einflu der horizontalen Ausrichtung bercksicht werden soll
   (gewinnbezogene Nachfhrung). Bei steigender Elevation wird der
   horizontale ffnungswinkel der Antenne - scheinbar - grer (bei 
   90 Elevation ist die horizontale Ausrichtung ohne Bedeutung).
   Bei steigender Elevation kann deshalb der horizontale Nachfhrschritt
   entsprechend einer bestimmten Funktion vergrert werden, ohne da
   damit ein Gewinnverlust verbunden wre. Andererseits ndert sich das 
   Azimut des Satelliten mit steigender Elevation schneller, bei einem
   konstanten Nachfhrwinkel steigt die Anzahl der Nachfhrungen deshalb
   stark an.
   Die Einstellung 'gewinnbezogen fhrt deshalb zu einer erheblichen
   Schonung des Horizontalrotors, da damit die Zahl der Nachfhrschritte
   reduziert wird. Diese Einstellung hat sich in den Hauptprogrammen 
   sehr gut bewhrt.
   Frei gewhlt werden knnen auerdem die Gre des Intervalls und des
   Nachfhrwinkels.    
   
   Wegen der weitern Einzelheiten wird auf die Erluterungen zu SatPC32
   und Wisat32 verwiesen (Manual.txt).

bb. Auerdem lt sich festlegen, ob bei Start des Programms die Rotor-
   steuerung, die Catsteuerung und die Parkfunktion aktiviert werden 
   sollen. Eine nachtrgliche Aktivierung ist mit den Schaltflchen
   'R', 'C' und 'P' mglich, s. unten.

cc. durch Aktivieren der Option 'RotorServer' werden die Ausgaben der
   Rotorsteuerung statt auf einen parallelen Port auf eine DDE-Schnitt-
   stelle umgeleitet. Dadurch knnen auch andere Rotoren und Interfaces
   als das IF-100 gesteuert werden. Z.Zt. sind dies die Egis-Rotoren 
   sowie das 'RifPC' von Orbitronic und 'WinRotor32' von Funkbox.
   Dabei wird durch DDESat32 ein weiteres Serverprogramm gestartet 
   ('ServerEgis','ServerRifPC', 'WinRotor32'), das seinerseits die 
   Ausgaben in das Protokoll des Steuergerts oder Interfaces umsetzt
   und auf einen PC-Port ausgibt. Der Name des jeweiligen Server-
   programms wird im File 'RotorServer.SQF' festgelegt.
   
   Durch Aktivieren der Option 'CatServer' werden die Ausgaben der 
   Cat-Steuerung statt auf einen seriellen Port auf eine DDE-Schnitt-
   stelle geleitet. Die in Betracht kommenden Serverprogramme finden
   Sie auf der Zusatz-Diskette. Der Name des jeweiligen Serverprogramms
   wird im File 'CatServer.SQF' gespeichert.

e. Men 'Quit'.
   Wird das Programm hiermit beendet, wird die letzte Bildschirmposition
   gespeichert. Gleiches gilt bei Beendigung mit dem Schaltkreuz.   

f. unter der Men-Leiste befinden sich die 3 Schaltflchen 'R', 'C' 
   und 'P'. Hiermit lassen sich die Rotor-, die Catsteuerung und die
   Parkfunktion aktivieren und deaktivieren.
   
   Da die Parkfunktion nur ausgefhrt werden kann, wenn die Rotor-
   steuerung aktiviert ist, wird bei Deaktivierung der Rotorsteuerung
   diese Funktion ebenfalls deaktiviert, umgekehrt wird bei Aktivierung
   der Parkfunktion auch die Rotorsteuerung aktiviert. Bei Aufruf einer
   Standardrichtung werden beide Funktionen deaktiviert, vgl. oben.

                            
                            ***** DK1TB *****