SatPC32 und Wisat32
Satellitenbahnberechnungsprogramme Version 12.8a
(C) 2009 Erich Eichmann, DK1TB,
Kiewningstr. 57
32756 Detmold
Inhaltsverzeichnis:
A. Allgemeines
unterstützte Rotorsteuerungen
unterstützte Funkgeräte
Systemvoraussetzungen
unterstützte Auflösungen
Mehrfachstart
I. Installation
1a. von CD
1b. von
Internet Download
2. Fehlermeldungen
nach Installation
3.
Anschluss des Funkgeräts
4. Hilfsprogramme
a. SatSetup
b. WinAos
c.WinListen
d.SatRename
e.TxController
f. SortSats
II. Einstellungen
1. Einstellungen im SatPC-Menü Setup
2. Einstellungen am Funkgerät
C. Funktionen und Ausgaben der Programme
1. Ausgaben von SatPC32
2. Ausgaben von Wisat32
3. SatPC
DDE Interface
D. Bedienung
der Programme
1. Menü Datei
a. Öffnen (Auswahl
neuer Keplerdaten)
b. Catmodus (nurFT-847)
c. Beenden
2. Menü Bahnverfolgung
a. Echtzeitbetrieb
b. Vorschau
c. MA-Wert
3. Menü
Satelliten
4. Menü Cat
5. Menü Rotor
6. Menü Mode
7. Menü Setup
8. Menü Programme
9.
Menü Div
10. Menü '?'
11. Die 16 Schaltflächen R, C, W, V, T, U,
AL(Ct), CW, M, Z, S, G, D, W2, 3D u. Pl
Anhang zu Schaltfläche V:
Vfo-Modus
12. Buchstaben
unter der Grafik
13. Einblenden
des Locators
14. Markieren
eines 2. Standorts
E.
Hilfsprogramme
1. SatSetup
2. WinAos, 3.WinListen
4. SatRename
5. TxController
6. SortSats
F. Hilfs-Dateien
I. Mit Notepad zu bearbeitende Dateien
1. Doppler.SQF
2. Squint.SQF
3. Prior.SQF
4. ParPort.SQF
5. Program.SQF
6. StandPos.SQF
7. SatFiles.SQF (WisFiles.SQF, AOSFiles.SQF)
8. SubTone.SQF
9. DivOptions.SQF
10. AmsatNames.Txt
II.
RotorSever.SQF, CatServer.SQF
III. Weitere
Hilfsfiles
1. YaesuPar.SQF
2. IcomPar.SQF, IcomName.SQF
3. KenwoodPar.SQF
1.
Die Programme SatPC32.Exe (im folgenden: SatPC) und Wisat32.Exe (im folgenden:
Wisat) berechnen die Bahnen erdumlaufender Satelliten. SatPC bildet die Hörbarkeitsbereiche
eines oder mehrerer ausgewählter Satelliten innerhalb von Weltkarten ab und
gibt die Ergebnisse in Textzeilen auf den Bildschirm aus.
Bei den Weltkarten kann zwischen politischen
und physikalischen Weltkarten gewählt werden. Die physikalischen Karten beruhen
auf den „Blue Marble“-Karten des NASA Earth Observatory, das als Eigentümer
dieser Karten freundlicherweise deren Verwendung gestattet.
Wisat stellt die Satellitenpositionen in
Echtzeit in Listenform dar. Der Hauptunterschied zu SatPC ergibt sich aus dem
Fehlen der grafischen Funktionen. Außerdem werden einige der in SatPC
enthaltenen Funktionen von Wisat
(bisher) nicht unterstützt, z.B. Satellitenbetrieb mit einem einzelnen Icom- und Yaesu-Halb-Duplex-Gerät, die
Steuerung von getrennten Geräten für Uplink und Downlink (außer von
Icom-Geräten) oder die Speicherung mehrerer Konfigurationen. Weitere
Unterschiede werden bei den einzelnen Funktionen aufgeführt.
Die Bahnberechnungen erfolgen auf der Grundlage des NORAD SGP4/SDP4-Modells, alternativ können die Berechnungen auch nach
dem NORAD SGP8/SDP8-Modell erfolgen.
Beide Programme steuern die Antennennachführung und die Frequenzeinstellung des
Transceivers (CAT) zum Ausgleich des Doppler-Effekts. Sie sind für
Multitaskingbetrieb mit Programmen geeignet, die Datenverkehr mit Satelliten
ermöglichen, z.B. WiSP32. Dabei übernehmen sie die genannten Steueraufgaben.
Die automatische Umschaltung auf einen anderen Satelliten kann synchron mit dem
anderen Programm erfolgen.
Die Programme sind auch für Betriebsarten
geeignet, bei denen die Frequenzeinstellung mit dem VFO vorgenommen werden
muss, wie z. B. bei SSB- Betrieb über Analog Transponder (FO-20, FO-29, AO-10).
Die
Antennensteuerung ist für das von Dr. J. Hocke entwickelte und im AMSAT-Journal
6/86 beschriebene AMSAT-Rotor-Interface und das Fertiggerät IF-100 ausgelegt.
Außerdem werden folgende Systeme unterstützt:
Egis-Rotoren,
RIF-PC von Orbitronic,
WinRotor32, WinRotorXP von Funkbox (Parallel-Port und USB-Port Interfaces),
ARS von EA4TX,
Kansas City Tracker/Tuner (KCT/T),
Yaesu GS-232-Interface und
Kompatible (G6LVB-Tracker,
Alfa-Spid-Controller, DL7AOT-Interface,
CX6DD-Interface , das franz. SatDrive-Interface,
HalloRotor-Interface HaSi von DB3DH,
FodTrack-Rotorinterface von XQ2FOD,
Labjack U12 + PiggyBack-Interface von NLSA,
Labjack U3 + PiggyBack-Interface,
W0LMD Tracker (Mini, Junior, Senior),
WEController (IK0VVE),
ProSistTel Rotorsystem.
Auf die Hinweise in den Unterverzeichnissen
des SatPC32-Verzeichnisses 'Egis', 'RifPC', 'WinRotorXP' , 'ARS' , 'KCT' ,
'SDX' , 'HalloRotor' , 'FODTrack', 'Labjack' , Labjack_U3,'W0LMD' und
‚ProSisTel’ wird verwiesen. Die Texte können mit dem SatPC32 Menü „?“,
„Hinweise[Rotor] für .....“ aufgerufen werden.
Die CAT-Steuerung
von SatPC32 unterstützt folgende Geräte:
YAESU-Satelliten-Transceiver
FT-736R,
FT-847,
Yaesu-Halb-Duplex-Transceiver
FT-817, FT-857, FT-897,
(Vorsicht: Wenn Sie die 3 letztgenannten Transceiver mit einem
Empfangsvorverstärker benutzen, muss dieser zuverlässig gegen HF vom
Transceiver geschützt sein, wenn das Funkgerät durch SatPC32 gesteuert werden
soll. Lesen Sie bitte die Text-Datei 'Liesdas(Yaesu).txt', die aus dem Menü
'?|Hinweise für..' aufgerufen werden kann.
Die 3 genannten Transceiver werden bisher nur durch SatPC32, aber noch nicht
durch Wisat32 gesteuert.)
Icom-Satelliten-Transceiver
IC-820H,
IC-821H,
IC-910H,
IC-910D,
Icom-Halb-Duplex-Transceiver
IC-706MKIIg,
IC-7000.
(Vorsicht: Bei Verwendung von externen Empfangsvorverstärkern gelten die
obigen Hinweise zu den Yaesu Halb-Duplex-Geräten auch hier.
Getrennte Icom-Transceiver , die das gleiche
Protokoll wie die Transceiver verwenden (z.B. IC-275, IC-475),
Kenwood-Satelliten-Transceiver
TS-790E/A
TS-2000.
Getrennte Kenwood-Transceiver, z.B. TS-711, TS-811.
Bei von SatPC nicht
unterstützten Funkgeräten können die Frequenzanzeigen des Programms als Hilfe
für manuelle Frequenzeinstellungen
herangezogen werden, vgl. Hinweise im FAQ.txt, Abschn. 6.
SatPC32 verfügt
über eine DDE-Schnittstelle, über die Drittprogramme die von SatPC32
errechneten Rotor- und Frequenz-Daten auswerten können. Das Format des
Datenstrings entspricht demjenigen von Wisp32.
2. Die
Programme laufen auf IBM-kompatiblen Rechnern unter WINDOWS 98/ME, Windows NT
4.0, Windows 2000, Windows XP und Windows Vista 32.
Sie unterstützen die bei Auflösungen ab 800 * 600 einstellbaren großen
Schriftarten, nicht jedoch benutzerdefinierte. Für Auflösungen ab 800 * 600 und
höher stehen zusätzliche Grafiken zur Verfügung, die zur Vergrößerung der
Bildschirmdarstellung optional eingesetzt werden können (Menü 'Optionen'). Eine
Verwendung der Windows-Funktion 'Vollbild' ist nicht möglich, da sie zu optisch
störenden Effekten führen würde (durch die erforderliche Dehnung der Grafiken
würden Linien teils in einfacher, teils in doppelter Strichstärke ausgeführt).
Die CD startet automatisch.
Sollte das nicht der Fall sein, können Sie die Installation auch manuell
starten. Geben Sie im Startmenü unter 'Ausführen' ein: d:setup (d steht für den
Laufwerksbuchstaben). Folgen Sie dann dem Setup-Programm.
1b.
Installation von einem Internet-Download:
Entpacken Sie das heruntergeladene ZIP-File in ein
leeres, temporäres Verzeichnis. Dort finden Sie anschließend u.a. außer dem
Setup-Programm die
Datei Liesdas.txt. Sie enthält wichtige Informationen, Sie sollten sich den
Text deshalb ausdrucken. Um mit der Installation zu beginnen, brauchen Sie nur
das Setup-Programm zu starten. Folgen Sie dann den Vorgaben des Programms.
2. Sollte
die Fehlermeldung 'EOleSysError' o.ä. kommen, benötigen Sie wahrscheinlich
neuere Versionen einiger Windows-System-Dateien. Abhilfe schafft die
Installation des MS Internet Explorers
oder ein Windows-Update. Danach muss SatPC neu installiert werden.
3. Wie Sie Ihre Funkgerät an den PC anschließen und mit SatPC
steuern können, ist für alle unterstützten Fabrikate und Modelle in den
Unterverzeichnissen Yaesu, Icom und Kenwood ausführlich beschrieben
(Liesdas(Yaesu).txt, Liesdas(Kenw).txt, Liesdas(Icom).txt). Sie können diese
Hinweise bequem aus dem SatPC32-Menü "?"|Hinweise für .. aufrufen.
4. Im Programmverzeichnis befinden sich außer SatPC und
Wisat einige Hilfsprogramme, die aus SatPC heraus aufgerufen werden können. Sie
enthalten z.T. selbst die für ihre Benutzung notwendigen Hinweise.
a. Das Programm SatSetup wird nicht mehr benötigt,
da die benutzerspezifischen Einstellungen (Standort, Vorgaben für Rotor- und
CAT-Steuerung usw.) ab Vers. 12.4 mit den Setup-Menüs vorgenommen werden
können. Das Programm kann aber noch aus dem SatPC-Menü ’Programme’ heraus
aufgerufen werden und verwendet werden. Änderungen werden erst bei einem
Neustart von SatPC wirksam.
b. Das Programm WinAos errechnet für einen oder
mehrere ausgewählte Satelliten die Auf- und Untergangszeiten und gibt sie,
chronologisch geordnet, auf den Bildschirm, den Drucker oder in eine Datei aus.
Damit kann man sich z.B. einen Überblick über die Verkehrsmöglichkeiten über
die Packet-Radio-Satelliten und SSB-Transponder verschaffen.
Für die Elevation kann ein Mindestwert vorgeben werden. Das ist hilfreich, wenn
für den betreffenden Standort Satelliten erst ab einem bestimmten
Elevationswinkel hörbar sind. Das Programm errechnet dann die Zeiten, zu denen
der Satellit sich oberhalb der Mindest-Elevation befindet.
Lesen Sie die Hinweise in dem Programm (Menü 'Hinweise').
c. Das Programm WinListen ermöglicht verschiedene
Berechnungen für einen ausgewählten Satelliten. Die Ergebnisse werden in
Tabellenform dargestellt und können auf den Bildschirm, den Drucker oder in
eine Datei ausgegeben werden. Gewählt werden kann zwischen der Anzeige aller
Positionen, der Positionen mit positiver Elevation und der Anzeige der Auf- und
Untergangszeiten. Außerdem können die Öffnungszeiten für zwei beliebige
Standorte berechnet werden. Lesen Sie die Hinweise in dem Programm (Menü
'Hinweise')
d. Das Programm SatRename erzeugt aus
Space-Track-Kepfiles, in denen
großenteils wenig handliche Satellitennamen verwendet werden, Quellfiles mit
den üblichen AMSAT-Satellitennamen. Das
Programm enthält selbst ausführliche Hinweise.
e. In den Unterverzeichnissen TxControllerD und TxControllerVB stehen
zwei Fassungen des Programms TxController. Die Programme sind ab Programm-Version 12.8 nicht mehr
erforderlich, da SatPC32 selbst ein 2. Gerät steuern kann.
f. Mit SortSats lässt sich die Reihenfolge der in
SatPC32 oder Wisat32 ausgewählten Satelliten ändern, ohne dass die Satelliten
dazu gelöscht und neu eingetragen werden müssen.
Bei SatPC32 ist dies auch durch die im Menü ’Satelliten’ aufrufbare Funktion ’Sortieren’
möglich.
II. Einstellungen
1.
Einstellungen im SatPC32-Menü 'Setup'.
Zunächst müssen nach dem Aufruf von SatPC im
Menü Setup alle benutzerspezifischen Einstellungen zum Benutzer-Standort (Observer-Setup) und – soweit diese benutzt
werden sollen - zur Rotorsteuerung (Rotor-Setup) und zur CAT-Steuerung
(Radio-Setup) vorgenommen werden.
Wichtig: Die hierbei vorgenommenen
Änderungen werden z.T. erst bei einem neuen Start von SatPC wirksam! Achten Sie
auf die entsprechenden Meldungen des Programms.
Ausführliche Anleitungen zum Setup der Rotor-
und CAT-Steuerung können Sie sich im SatPC32-Menü '?' anzeigen lassen
('Hinweise [Rotor]', 'Hinweise [CAT]'). Diese gerätespezifischen Anleitungen finden sie auch als Text-Files
in den entsprechenden Unterverzeichnissen des SatPC32-Programm-Verzeichnisses
('Liesdas(...).txt'):
Die Setup-Menüs enthalten ausserdem selbst Hilfetexte zu den Eingaben. Wichtig
sind insbesondere die Hinweise zu den Vorgaben für die Rotor- und CAT-Steuerung
(Menüs Rotor-Setup und CAT-Setup):
Bei Fehlen eines CAT-Interfaces muss für den
CAT-Port 0 angegeben werden, um Timeout-Fehler zu vermeiden.
Der CAT-Verzögerungswert kann beim YAESU
FT-736R auf 20 gesetzt werden. Jedenfalls gibt es damit bei mir keine Probleme.
Beim FT-847 ist bei 4800 und 9600 Baud ein
Verzögerungswert von 40 ausreichend. Bei 57600 Baud hat sich hier ein Wert von
20 bewährt.
Bei den Yaesu-Transceivern FT-817, FT-857 und
FT-897 ist ein erheblich höherer Verzögerungswert erforderlich. Hier hat sich
bei einem FT-817 ein Wert von 110 bewährt.
Nach meiner Erfahrung funktioniert beim Kenwood TS-2000
bei einer Baudrate von 57600 die CAT-Steuerung auch bei einem Verzögerungswert
von 20 - 30.
Beim TS-790 sollten Sie zuerst einen Wert von etwa 70
verwenden und testen, ob auch bei niedrigeren Werten die Frequenz-Steuerung
noch einwandfrei arbeitet.
Bei
den ICOM-Transceivern ist ein Wert von etwa 70 - 90 nötig, versuchen Sie auf
jeden Fall den Wert so niedrig wie möglich zu setzen. Mein IC-910H funktioniert
auch bei einem Wert von 40 einwandfrei (bei 19200 CAT-Baudrate). Probieren Sie
aus, ob auch ein Wert von 20 ausreicht.
Der Verzögerungswert für die Rotorsteuerung
muss bei schnellen Pentium- oder Athlon-Rechnern u.U. wesentlich erhöht werden.
Generell muss wegen der unterschiedlichen Treiber der Wert unter Win98/ME
deutlich höher sein als unter WinNT/Win2000/WinXP/Vista. Bei meinem Athlon 1800
habe ich unter Win98 einen Wert von 1800 eingestellt, unter WinXP 500. Für das
RifPC muss der Wert generell höher sein als für das IF-100. Auf einem Pentium
II/350 verwendete ich unter Win98 einen Wert von 280.
2. Einstellungen am Funkgerät
Auch hierzu finden Sie neben
den nachfolgenden Hinweisen in den entsprechenden Unterverzeichnissen (Yaesu, Icom und Kenwood) für
alle unterstützten Fabrikate und Modelle ausführliche Erläuterungen
('Liesdas(...).txt').
Die Icom- und Yaesu-Transceiver IC-706MKIIG und
kompatible und Yaesu FT-817, FT-857, FT-897 sind keine Satelliten-Transceiver,
die Voll-Duplexbetrieb gestatten. Alle notwendigen Einstellungen für
Satelliten-Betrieb werden durch das Programm vorgenommen.
Bei den Yaesu-Satelliten-Transceivern FT-736R und
FT-847, dem Icom IC-910H und dem Kenwood TS-2000 stellt SatPC32 den
Satelliten-Modus automatisch ein.
Bei den Icom-Transceivern IC-820H, IC-821H muss der
Satelliten-Modus manuell eingeschaltet werden.
Sie sollten dabei den Modus 'SatL-R' wählen, da bei
den meisten Analogtranspondern Uplink- und Downlink-Frequenz revers verlaufen.
Diese Einstellung erfolgt nicht durch das Programm.
Beim Kenwood TS-790 muss beim Programmstart
lediglich im Hauptband eine 70-cm- und im Subband eine 2-m-Frequenz
eingeschaltet sein, wenn das Programm mit einem Satelliten mit 2-m-Downlink/
70-cm-Uplink startet (AO-10, AO-40, falls man bei diesem einen
13-cm/2-m-Downconverter verwendet). Wählt man in der Auswahlliste des
Satelliten-Menüs als ersten einen
Satelliten mit 70-cm-Downlink, 2-m-Uplink (FO-29, UO-22) sollte man
demgemäss umgekehrt das Hauptband auf 2 m und das Subband auf 70 cm einstellen.
Die evtl. erforderliche Umschaltung erfolgt mit der Main/Sub-Taste des TS-790.
Das Programm schaltet automatisch für beide Bänder auf Vfo A und wählt
Betriebsart und Frequenz.
Beim FT-736R stellt man vor dem ersten
Programmstart den Satelliten-Modus ein, Stellung RX. Will man SatPC32 mit einem
Satelliten mit 2-m-Downlink/ 70‑cm-Uplink starten (AO-10, AO-40 bei Verwendung eines 13-cm/2-m
Downconverters), stellt man eine 2-m-RX-Frequenz ein, bei Start mit einem
Satelliten mit 70‑cm-Downlink/2-m-Uplink eine 70‑cm-RX-Frequenz.
Die evtl. erforderliche Umschaltung erfolgt mit der REV-Taste des FT-736R.
Wechselt man während des Betriebs zwischen
Satelliten mit unterschiedlichen Frequenz-Schemata, z.B. zwischen AO-40 und
FO-29 und umgekehrt, wird ein Bandtausch erforderlich. Ausführliche Hinweise hierzu finden Sie im
FAQ-Text, Abschnitt "Bandwechsel".
Ab der Version 11.4 nimmt das Programm diesen Bandwechsel bei den
Icom-Satelliten-Transceivern und beim TS-2000 automatisch vor, bei den Icom-
und Yaesu-Transceivern IC-706MKIIG und Kompatiblen sowie den FT-847, FT-817,
FT-857 und FT-897 sind Bandwechsel
nicht erforderlich, da die VFOs jede zulässige Frequenzeingabe akzeptieren.
Beim Kenwood TS-790 und Yaesu FT-736R ist eine programmgesteuerte Umschaltung
nicht möglich. Bei diesen Geräten muss man die Bänder manuell am Gerät
tauschen, bevor man in SatPC32 den neuen Satelliten wählt. Beim TS-790 geschieht das mit der
Main/Sub-Taste, beim FT-736R mit der REV-Taste.
3. SatPC
und Wisat beziehen zunächst die Keplerdaten aus einem mitgelieferten Quellfile
im Unterverzeichnis 'Kepler' des SatPC32 -Datenordners (nasa.all). Dieses
enthält jedoch keine aktuellen Keplerelemente. Mit dem Menüpunkt:
'Datei|Öffnen' können Sie - getrennt für jede Sat-Gruppe – geeignete Quellfiles
mit aktuellen Daten auch in anderen Verzeichnissen auswählen. Haben Sie im
Dialogfeld ein Quellfile geöffnet, in dem sich Daten für die vorgewählten
Satelliten der jeweiligen Gruppe befinden, startet SatPC den Betrieb.
Achtung: Damit das ausgewählte File auch künftig benutzt wird, müssen Sie
nach dem ersten Start das Menü 'Satelliten' aufrufen und die OK-Taste
betätigen, und zwar für jede einzelne Sat-Gruppe.
Da die Programme WinAos und WinListen auch
eigenständig laufen, enthalten sie eigene Menüs für die benötigten
benutzerbezogenen Vorgaben.
a.
Das Programm errechnet die Positionen der in die Auswahlliste eingestellten
Satelliten und zeichnet ihre Hörbarkeitsbereiche in eine Weltkarte ein.
Antennen- und Frequenznachführung können naturgemäß nur für jeweils einen
Satelliten erfolgen. Dieser wird im folgenden als aktueller Satellit bezeichnet.
Bei diesem Satelliten erfolgt die Abbildung des Hörbarkeitsbereichs durch
Aufhellung der jeweiligen Hintergrundfarbe. Der Subsatellitenpunkt wird durch
ein Kreuz markiert, dessen Farbe je nach Hintergrund wechseln kann. Bei den
übrigen Satelliten wird der Hörbarkeitsbereich durch Umrandung markiert. Im
Bereich des Subsatellitenpunktes werden bei diesen Satelliten u.a. der Name und
der Zeitpunkt des nächsten Aufgangs angegeben, vgl. unten.
Der Standort des Beobachters wird durch ein
kleineres Kreuz in der Karte markiert.
Durch Eingabe des QTH-Locators kann darüber
hinaus ein weiterer Standort, z.B. derjenige der Gegenstation, in der
Weltkarte markiert werden. Um das
Eingabefenster zu öffnen klicken Sie in der Menüleiste auf
„Div“, „Beob.2“ oder die Space-Taste.
Wird
die Karte mit der linken Maustaste angeklickt, wird der für die
Mauszeiger-Position geltende Locator eingeblendet.
Werden außer dem aktuellen Satelliten weitere
eingeblendet, werden in der Grafik im Bereich des jeweiligen Subsatellitenpunktes
angezeigt
·
der Buchstabe, dem der
Satellit zugeordnet ist,
·
der Name, mit dem er im
Quellfile erscheint,
·
die Zeit des nächsten
Aufgangs in UTC oder Lokalzeit ('A' für AOS). Ist der Satellit gerade hörbar,
wird die Untergangszeit angegeben ('L' für LOS).
Ferner wird die maximale Elevation des
nächsten Übergangs angezeigt.
Die Textfarbe
kann je nach Hintergrund wechseln.
b. Durch
Anklicken der Schaltfläche "3D" (oben links im Programmfenster) kann
eine Darstellung der Erde in 3D-Form (als Globus) gewählt werden. Diese Option funktioniert nur bei den Fenstergrößen 800 * 600 und 1024
* 768, da bei der Einstellung 640 * 480 das Fenster für die Abbildung der Erdkugel zu klein ist. Im übrigen werden
alle grafischen Optionen unterstützt, die auch bei den 2D-Karten möglich sind
(Anzeige mehrerer Satelliten, der Sonnenlinie, der Spur des nächsten Orbits,
der Richtungspfeile, usw.)
c.
In der Kopfzeile werden angezeigt:
Der Programmname 'SatPC32'. Durch den Zusatz 'Ya' bzw. 'Ic' oder 'Ke' wird
erkennbar, für welches Gerätefabrikat die Catsteuerung eingestellt ist.
Die eingestellte Konfiguration ist wird durch
die (römischen) Ziffern I – IV angezeit.
Ferner erscheint der Name der Satelliten-Gruppe, der Name des aktuellen
Satelliten und der diesem zugeordnete Buchstabe.
d.
In der Zeile unterhalb der Menüleiste werden eingeblendet:
·
der Standort des
Beobachters (Länge, Breite),
·
ob der Satellit sich im
Sonnenlicht oder Erdschatten (Eklipse) befindet,
·
die Betriebsfrequenzen
des Transceivers in kHz,
·
der Dopplerversatz der
Empfangs- und Sendefrequenz des Satelliten in kHz. Der Wert hängt von der
Sollfrequenz und der Geschwindigkeit des Satelliten relativ zum Beobachter ab.
Das Vorzeichen des Wertes für die Empfangsfrequenz (linker Wert) lässt
erkennen, ob der Satellit sich dem Beobachter nähert oder von ihm entfernt. Im
Augenblick der größten Annäherung wechselt der Wert vom positiven in den
negativen Bereich. Im Augenblick der größten Entfernung ist es umgekehrt. Ist
der Rx-Wert positiv, liegt also das Empfangssignal über der Sollfrequenz, muss
der Wert für die Tx-Freqenz negativ sein, damit das Sendesignal der Bodenstation,
angehoben durch den Dopplereffekt, beim Satelliten wieder auf dessen
Sollfrequenz ankommt.
·
die mit den
Korrekturfunktionen (Menü 'Cat') eingestellten Korrekturwerte in Hz,
Der Wert der Uplink-Korrektur kann in
Schritten zu 10 und 100 Hz zusätzlich zu den Einstellmöglichkeiten im Menü Cat
mit den "normalen" +/- Tasten
und denjenigen im numerischen Block verändert werden. Er gilt nur für den
Satelliten, bei dem die Korrektur erfolgt ist. Für diesen bleibt er bis zu
einer Änderung oder Beendigung des Programms erhalten.
Die Downlink-Korrektur kann mit den
Reglern im Menü CAT in 10-, 100- und 1000-Hz-Schritten vorgenommen werden.. Bei
FM-Satelliten sind diese Regleer deaktiviert, können aber mit der Schaltfläche
„V“ (für VFO-Modus) aktivert werden („V+“). Dieser Korrekturwert wird auf 0 zurückgesetzt, wenn ein anderer Satellit
gewählt wird, oder der bisherige nochmals.
·
der eingestellte Modus
für die Dopplershift-Korrektur (vgl. die Anmerkungen zum Menü 'Mode').
·
Datum und Uhrzeit in UTC
oder Lokalzeit (die Auswahl erfolgt im Menü ‚Optionen’).
Für den aktuellen Satelliten werden außerdem
unterhalb der Grafik die Berechnungsergebnisse in Textform angezeigt. Ist der
Satellit gerade hörbar, wird die Zeile farblich hervorgehoben.
Angezeigt werden:
·
Azimut und Elevation des
Satelliten.
·
MA-Wert des Satelliten.
Die Satellitenbahnen werden üblicherweise in 256 Abschnitte gleicher Zeitdauer
unterteilt. Praktische Bedeutung hat der MA-Wert nur bei Satelliten mit stark
elliptischer Umlaufbahn (Phase-III-Satelliten), bei denen die Umschaltung
zwischen den Betriebsarten in Abhängigkeit vom MA-Wert erfolgt. Bei diesen
Satelliten entspricht MA 0 dem erdnächsten Bahnpunkt (Perigäum), MA 128 dem
erdfernsten (Apogäum). MA 256 fällt mit MA 0 zusammen.
·
Höhe des Satelliten über
Grund in km.
·
Entfernung des
Satelliten zum Beobachter in km.
·
geographische Länge und
Breite des Subsatellitenpunktes (d.h. des Punktes, über dem der Satellit im
Zenit steht).
·
der Squintwinkel. Dieser
Winkel wird nur bei Satelliten angegeben, die eine entsprechende Berechnung
zulassen. Die sind Satelliten mit ständig auf den Erdmittelpunkt gerichteter
Z-Achse (z.B. KO-23, KO-25 und UO-22), ferner für spinstabilisierte Satelliten,
für die Angaben zur jeweiligen Ausrichtung der sog. Z-Achse erfolgen. Z.Zt. ist
dies nur bei AO-40 der Fall.
·
Zeit des nächsten Auf-
und Untergangs (AOS = Aquisition of Sight, LOS = Loss of Sight). Bei gerade
hörbaren Satelliten wird nur die Untergangszeit angezeigt.
Ferner wird die maximale Elevation des
nächsten Übergangs angezeigt.
Unterhalb des Grafikfensters von SatPC werden
zusätzlich die Schaltflächen (A - L) für einen Satellitenwechsel angezeigt. Ist
der Satellit gerade hörbar, wird der Buchstabe farblich hervorgehoben.
Das Programm errechnet die Positionen der in
die Auswahlliste eingestellten Satelliten und gibt die Ergebnisse in
Tabellenform auf den Bildschirm aus. Die Berechnungen erfolgen in
Sekundenschritten.
Der Hauptunterschied zu SatPC32 ergibt sich aus dem Fehler der grafischen
Funktionen, Einschränkungen gegenüber SatPC32 bestehen außerdem bei den
CAT-Steuerfunktionen (vgl. unten D4) und den Einstellmöglichkeiten (vgl. unten
D7.
Angezeigt werden:
·
in der Kopfzeile des
Programms der Name der Gruppe und des ausgewählten Satelliten.
In der Zeile unterhalb der Menüleiste werden
eingeblendet:
·
der Standort des
Beobachters,
·
ob der Satellit sich im
Sonnenlicht oder Erdschatten (Eklipse) befindet,
·
die Betriebsfrequenzen
des Transceivers in kHz,
·
der Dopplerversatz der
Empfangs- und Sendefrequenz des Satelliten in kHz,
·
die mit den
Korrekturfunktionen eingestelltem Korrekturwerte in Hz,
·
der eingestellte Modus
für die Dopplershift-Korrektur,
·
Datum und Uhrzeit in UTC
oder Lokalzeit (die Auswahl erfolgt im Menü ‚Optionen’).
In der Tabelle werden angezeigt:
·
der Name des Satelliten,
wie er im Quellfile erscheint.
·
Azimut und Elevation des
Satelliten. Bei gerade hörbaren Satelliten werden die Angaben farblich
hervorgehoben.
·
MA-Wert des Satelliten.
·
Höhe des Satelliten über
Grund in km.
·
Entfernung des
Satelliten zum Beobachter in km.
·
geographische Länge und
Breite des Subsatellitenpunktes (d.h. des Punktes, über dem der Satellit im
Zenit steht).
·
der Squintwinkel.
·
Zeit des nächsten Auf-
und Untergangs.
Wegen der Einzelheiten wird auf die
Ausführungen zu SatPC (oben C.1.) verwiesen.
SatPC
enthält ein (generelles) DDE-Interface (nicht zu verwechseln mit den
DDE-Interfaces, die im Menü 'Setup' aktiviert werden können, vgl. unten D 7)
Dies
Interface kann von jedem Client-Programm verwendet werden, um den
Satellitennamen und die von SatPC errechneten Rotorpositionen (Azimut,
Elevation), Downlink- und Uplink-Frequenzen und –Betriebsarten und den MA-Wert
zu übernehmen. Der DDE-String wird im Sekundentakt aktualisiert. Er hat genau
das gleiche Format wie der von Wisp32 ausgegebene DDE-String. Ist der in SatPC32
ausgewählte Satellit hörbar, sendet SatPC32 genannten Daten , ist er nicht
hörbar, sendet das Programm die Meldung:
** No Satellite **
Im
Hilfsfile "DivOptions.SQF", das aus dem Menü ’?’, ’Hilfsdateien’
heraus aufgerufen werden kann, können verschiedene Optionen für die DDE-Ausgabe
eingestellt werden.
a. Es kann gewählt werden, ob die
Schnittstelle ständig Daten senden soll, oder nur, wenn der Satellit hörbar
ist. Bei dieser Einstellung sendet das
Programm bei Nichthörbarkeit die Meldung: ** No Satellite ** .
Es kann gewählt werden, ob bei den
gesendeten Frequenzen die darin evtl. enthaltenen Konverter- und
Transverter-Offsets abgezogen werden
sollen. Soll z.B. ein 13cm-Bakensignal empfangen
werden und wird dazu ein 13-cm-/2-m-Downkonverter verwendet,
muss das Funkgerät mit einer
2-m-Frequenz gesteuert werden. Wird in diesem Fall von der Satelliten-Frequenz
der Konverter-Offset abgezogen, kann der Client das erhaltene 2-m-Signal unmittelbar
an das Funkgerät ausgeben.
Das File "DivOptions.SQF" enthält selbst ausführliche Hinweise zu der
Bedeutung der einzelnen Schalter.
Um
eine DDE-Verbindung zwischen einem
Client-Programm und SatPC32 einzurichten, müssen im Client die DDE-Parameter
wie folgt eingestellt werden:
Name des Server-Programms: SatPC32,
DDE-Topic: SatPcDdeConv,
DDE-Item: SatPcDdeItem.
Das
Programm-Paket enthält Demo-Programme (Exe-Files und Quell-Code in Visual Basic
und Delphi), die demonstrieren, wie die DDE-Ausgaben von SatPC ausgelesen
werden können und wie die DDE-Item- und DDE-Topic-Eigenschaften im
DDE-Client-Programm einzustellen sind. Wegen der Einzelheiten wird auf den
Unterordner 'DDE_Demo' zum SatPC32-Ordner verwiesen.
Um die Demo-Programme mit SatPC32
zu betreiben, muss zuerst SatPC gestartet werden, dann VB_Client.Exe oder
Delphi_Client.Exe im jeweiligen
Unterordner. Dann muss die Schaltfläche 'OpenLink' im Client angeklickt werden.
Das ab Vers. 12.2 mitgelieferte
Programm "TxController.Exe" ist ebenfalls ein Clientprogramm, das
seine Daten über die DDE-Schnittstelle bezieht (vgl. Unterverzeichnis
"TxControllerD" bzw.
"TxControllerVB" zum SatPC32-Programmverzeichnis).
Soweit nichts anderes erwähnt wird, gelten
die folgenden Hinweise für beide Programme. Die Bedienung erfolgt mit der Maus
über Menüfunktionen und Schaltflächen sowie über Eingabefelder und bezgl.
einiger Funktionen auch mit der Tastatur.
1. Menü 'Datei'
a. Das Menü 'Datei|Öffnen' öffnet ein
Dialogfeld, mit dem Sie - getrennt für jede Sat-Gruppe - ein geeignetes
Quellfile mit Keplerdaten auswählen können.
Für die
Bahnberechnungen benötigen die Programme Quellfiles mit Keplerdaten im AMSAT-
oder NASA-2-Line-Format. Das Datenformat wird durch SatPC automatisch erkannt,
eine Editierung ist nicht notwendig.
Pfad und Name des ausgewählten Quellfiles
werden für spätere Programmstarts gespeichert, und zwar separat für jede
Satelliten- Gruppe.
Nach Wahl eines Quellfiles mit 'Datei|Öffnen'
wird automatisch das Menü ‚Satelliten’ geöffnet. Schließen Sie es mit ‚OK’,
damit die Speicherung von Pfad und Name erfolgt.
Achtung: Ab Programm-Version 12.8 erwarten die Programme die Quellfiles
im Unterverzeichnis ‚Kepler’ des SatPC32-Datenverzeichnisses. Wenn Sie
mit der ‚Kepler Update’-Funktion im Menü ‚Satelliten’ Quellfiles herunterladen,
werden diese immer in diesem Ordner gespeichert. Ändern Sie diesen Pfad
deshalb nicht und speichern Sie alle Quellfiles in diesem Ordner ab!
Die im gewählten Pfad vorhandenen Quellfiles werden
auch in der Quellfileliste des Menüs Satelliten angezeigt. Steht ein Quellfile
mit neueren Daten zur Verfügung, muss es also nur noch im Menü Satelliten
ausgewählt werden.
b. Für den FT-847 enthält das Menü eine Schaltfläche zur Beendigung des
Satelliten-Modus.
c. Die Beendigung des Programms erfolgt ebenfalls mit diesem Menüpunkt.
Dabei wird die letzte Bildschirmposition gespeichert. Bei einer Beendigung mit
dem Schaltkreuz ist das nicht der Fall.
2. Menü
Bahnverfolgung
Mit diesem Menü (nur SatPC) werden die möglichen
Betriebsarten des Programms eingestellt:
Dies ist die für den praktischen Betrieb
wichtigste Funktion. Die Berechnungen für den aktuellen Satelliten und die
Anzeige der Ergebnisse erfolgen hierbei in Sekundenschritten. Die Grafik wird
in den mit dem Menü Optionen eingestellten Schritten aktualisiert. Die übrigen
ausgewählten Satelliten werden - ebenfalls in Sekundenschritten - daraufhin
überprüft, ob ein Auf- oder Untergang stattgefunden hat. Bei Satelliten mit Prioritätsstufe
(vgl. unten) wird weiter überwacht, ob der Mindestelevationswinkel erreicht
ist.
Die automatische Antennen- und
Frequenznachführung und der automatische Wechsel auf einen Satelliten mit
Prioritätsstufe erfolgen nur bei dieser Betriebsart. Gleiches gilt für die
Anzeige der Betriebsfrequenz.
·
Während des
Echtzeitbetriebs können verschiedene Unterfunktionen aufgerufen oder ein-, aus- oder umgeschaltet werden:
·
Die automatische Antennensteuerung (R),
·
die CAT-Steuerung zum
Ausgleich des Doppler-Effekts (C),
·
die automatische
Umschaltung auf einen anderen Satelliten (W),
·
die Vfo-Funktion (V),
·
die
Sub-Audio-Ton-Funktion verschiedener Funkgeräte (T0),
·
die Zeitanzeige in UTC
oder Lokalzeit (U oder L).
·
Mit der Schaltfläche CW
kann bei Analog-Transpondern schnell
zwischen SSB und CW (normal) hin- und hergeschaltet werden. Für SSB
werden USB und LSB dabei entsprechend der Eintragung im File Doppler.SQF
eingestellt. Bei FM-Satelliten ist die Funktion deaktiviert.
·
Die Anzeige der Hörbarkeitsbereiche
mehrerer ausgewählter Satelliten (M),
·
der Wechsel zwischen 2
Zoomfaktoren bei den 2D Weltkarten (Z).
Bei den 3D-Karten ist diese Funktion nicht verfügbar.
Wegen der weiteren Wahlmöglichkeiten bei der Grafik wird auf die Hinweise zum
Menü 'Optionen' verwiesen (C II 7b).
·
Die Darstellung der Spur
(Ground Track) des nächsten Orbits (G).
Der Abstand der einzelnen Punkte entspricht 2 Minuten. Die Einblendung kann
entweder verübergehend (Gt) oder dauerhaft (G+) erfolgen. Bei verübergehender
Einblendung wird die Spur bei dem
nächsten Update der Grafik, bei einem Satellitenwechsel, der Änderung des
Zoomfaktors oder einem erneuten Anklicken der Schaltfläche (G-) wieder ausgeblendet.
·
die Einblendung der Sonnenlinie (S). Die Sonnenlinie ist
hilfreich für die Feststellung, ob ein Satelliten im Sonnenlicht fliegt oder im
Erdschatten (Eklipse). Nur, wenn sich der Hörbarkeitsbereich des Satelliten und
der Sonnenbereich auch nicht teilweise überschneiden, liegt eine Eklipse vor.
·
Die
Einblendung von Pfeilen, die die Bewegungsrichtungen der Satelliten anzeigen
(D),
·
die Umschaltung zwischen den 3 möglichen Größen des
SatPC32-Programm-Fensters (W1, W2, W3),
·
die
Darstellung der Erde in 3D-Form (3D).
·
Durch Anklicken eines
der Buchstabenfelder unterhalb der Grafik kann der aktuelle Satellit gewechselt
werden. Ein derartiger Wechsel ist zusätzlich möglich durch (einfaches)
Anklicken des Namens in der Auswahlliste im Menü 'Satelliten' (oder durch
Markierung des Satellitennamens in der Auswahlliste) und anschließenden Klick
auf die Schaltfläche 'akt. Satellit' im Menü 'Satelliten'.
Hiermit lässt sich der Bahnverlauf des
aktuellen (und der übrigen ausgewählten) Satelliten für einen beliebigen
Zeitraum und in beliebigen Zeitschritten zwischen 1 Sekunde und 12 Stunden
darstellen.
Nach
Aufruf der Funktion wird zunächst ein Dialogfeld für die zeitlichen Vorgaben
eingeblendet. Sodann wird unter der Menüleiste eine Schaltfläche mit
Richtungspfeilen angezeigt.
Durch Anklicken
lassen sich die künftige oder vorhergehende Bahnpositionen aufrufen. Daneben
wird dann an Stelle von 'V-' die Schaltfläche 'F-' angezeigt, die durch
Anklicken aktiviert (F+) und deaktiviert (F-) werden kann. Ist sie aktiviert,
wird der Zeitschritt zwischen den Berechnungen verfünffacht, um eine schnellere
Navigation zu ermöglichen.
Ein Satellitenwechsel, die Einblendung aller
ausgewählten Satelliten, der Spur, der Sonnenlinie, der Richtungspfeile, die
Umschaltung auf 3D-Darstellung oder der Wechsel des Zoom-Faktors werden mit dem
nächsten Aufruf wirksam.
Mit dieser Funktion kann ein MA-Wert
vorgegeben werden. Das Programm errechnet sodann den genauen Zeitpunkt dieses
Wertes. Die Bedeutung des MA-Wertes ist bereits oben unter C 1 beschrieben
worden.
3. Menü Satelliten
Das Menü 'Satelliten' öffnet ein
Dialogfeld mit 3 Listenfeldern. Hinweise zu den Quellfiles sind bereits oben
unter 1. erfolgt. Hierzu finden Sie ausführliche Hinweise auch im FAQ-Text.
Die Auswahl des Quellfiles erfolgt in der
linken Liste. Wenn Sie ein Quellfile markieren und später die OK-Taste
anklicken, wird der Name des Quellfiles für spätere Starts gespeichert. Steht
ein neueres File zur Verfügung, muss nur dessen Name in der Liste markiert (und
OK betätigt) werden. Enthält das gewählte File keine Daten für wenigstens einen
der ausgewählten Satelliten (vgl. unten) wird die OK-Taste blockiert. Es müssen
dann ein anderes Quellfile oder andere Satelliten ausgewählt werden.
Die mittlere Liste zeigt die Namen der
Satelliten an, für die das Quellfile Daten enthält. Die Übernahme eines
Satelliten in die rechte Liste (Auswahlliste) erfolgt durch Doppelklick auf den
Namen oder durch Markierung des Namens und anschließenden Tastendruck (bel.
Taste). Entsprechend wird ein Satellit durch Doppelklick auf den Namen oder
durch Markierung und anschließenden Tastendruck aus der Auswahlliste entfernt.
In die Auswahlliste können maximal 12
Satelliten gleichzeitig eingetragen werden.
Durch einfaches Anklicken (Markieren) eines
Satellitennamens in der Auswahlliste werden drei Schaltflächen des Menüs
aktiviert:
·
Mit dem Schalter
'entfernen' kann der Satellit aus der Auswahl entfernt werden.
·
Mit der Schaltfläche
'zeigen e/a' wird festgelegt, ob der Satellit in der Weltkarte angezeigt wird,
wenn die Funktion 'M' aktiviert ist. Bei Satelliten, die angezeigt werden, wird
vor den zugehörigen Buchstaben ein Sternchen gesetzt. Die Einstellungen werden
bei Betätigen der OK-Taste gespeichert.
·
Mit der Schaltfläche
'akt. Satellit' schließlich wird der betreffende Satellit als aktueller (vgl.
oben) ausgewählt.
Die Schaltfläche ’Sortieren’ ermöglicht eine
Änderung der Reihenfolge der ausgewählten Satelliten, ohne dass diese in der
Auswahlliste gelöscht und neu eingefügt werden müssen. Bei Anklicken der
Schaltfläche öffnet sich ein neues Fenster. Sie können dort die
Satelliten-Gruppe wählen, die neu sortiert werden soll. In der rechten Liste
können dann die einzelnen Satelliten mit ’Drag & Drop’ an eine neue
Position gezogen werden. Änderungen werden erst nach Speicherung und Neustart
von SatPC32 wirksam.
Bei Wisat32 ist eine Änderung der Reihenfolge der Satelliten mit dem
Hilfsporgram ’SortSats’ möglich, das aus dem Wisat-Menü ’Programme’ heraus
aufgerufen werden kann.
Die Schaltfläche 'Sat-Namen' öffnet ein
Untermenü mit Optionen für die Verwendung
von Satelliten-Namen. Diese Optionen sind in erster Linie von Bedeutung
bei Verwendung von Space-Track -Kepler-Datenfiles. In diesen Files werden
vielfach sehr lange, von den AMSAT-Bezeichnungen abweichende Satelliten-Namen
verwendet. Mit den vorstehenden Optionen kann man wählen, ob SatPC32 die
Original-Namen verwenden soll, oder – soweit verfügbar – die entsprechenden AMSAT-Namen und schließlich,
ob SatPC32 nur solche Satelliten aus dem Quellfile berücksichtigen soll, für
die AMSAT-Namen verfügbar sind.
Das Programm bezieht die AMSAT-Namen aus dem Hilfsfile AmsatNames.SQF. Dies
File kann im Menü „?“, „Hilfsdateien“ aufgerufen und editiert werden, wenn neue
Satelliten verfügbar werden.
In diesem Zusammenhang ist auch das Hilfsprogramm „SatRename“ von Bedeutung,
das aus Space-Track-Files neue Quellfiles erzeugt, in denen die
Space-Track-Namen durch die AMSAT-Namen ersetzt sind.
Die Schaltfläche 'Sat-Gruppen' öffnet eine
Liste mit den Namen der vorhandenen Satelliten-Gruppen. Durch Doppelklick auf
die Liste oder durch Markieren in der Liste und anschließendes 'OK' kann auf
eine andere Gruppe gewechselt werden. Soll die Gruppe editiert werden, muss der
Name markiert und 'bearbeiten' angeklickt werden.
Die Schaltfläche ‚’Update Keps’ öffnet ein
Fenster mit einer Liste von Internet-Adressen, von denen Sie Quellfiles mit
Keplerdaten herunterladen können. Dies ist die einfachste Art, die von SatPC32
verwendeten Keplerdaten zu aktualisieren.
Wird ein Quellfile erfolgreich
heruntergeladen, erscheint das File bzw. die aktualisierte Fassung des Files in
der linken Liste des Menüs ’Satelliten’. Ist dies File einmal für die
Verwendung durch SatPC32 ausgewählt worden, verwendet das Programm automatisch immer die aktuelle Fassung des Files. Außer dem Download sind deshalb
keine weiteren Schritte zur Aktualisierung der Keplerdaten erforderlich.
Im Lieferzustand sind bereits mehrere
Adressen, u.a. der beiden
Celestrak-Datenfiles ’amateur.txt’ und ’noaa.txt’ und die Adresse des
AMSAT-Files ’nasa.all’, in der Liste voreingetragen.
’Amateur.txt’ enthält die Daten der für den
Amateurfunk über Satelliten interessierenden Satelliten, ’noaa.txt’ die Daten
einer Reihe von NOAA-Wettersatelliten.
Will man mit diesen Files arbeiten, empfiehlt es sich, in SatPC32 die Satelliten in Gruppen
anzulegen, z.B. die Amateurfunksatelliten in der Gruppe ’Standard’, die
NOAA-Satelliten in der Gruppe ’Wetter1’, usw.
Das File ’nasa.all’ enthält Daten für die
Amateurfunksatelliten, einige Wettersatelliten und andere Satelliten wie die
ISS oder das Hubble-Weltraum-Teleskop, womit dies File allein für die meisten Amteurfunkzwecke ausreicht.
Wenn Sie weitere Download-Adressen verwenden
wollen, können Sie diese durch Editieren des Textfiles ’Celestrak.SQF’ im
SatPC32-Verzeichnis tun. Das File kann mit dem SatPC32 Menü „?“, „Hilfsdateien“
aufgerufen werden.
Achtung: Die
SatPC32-Download-Funktion unterstützt nur den Download von Http-Servern, nicht
den unmittelbaren Download von FTP-Servern. Tragen Sie also keine Adressen
derartiger Server ein.
Eine Catsteuerung findet nur bei Satelliten
statt, für die sich Frequenzangaben in dem Hilfsfile DOPPLER.SQF befinden.
Hierzu erfolgen Erläuterungen weiter unten.
a. Die
Empfangs- und Sendefrequenz kann innerhalb der angezeigten Grenzen manuell
eingegeben werden. Die automatische Steuerung wird in diesem Falle deaktiviert,
um eine ungewollte Änderung durch die Automatik zu verhindern. Erneutes
Aktivieren erfolgt durch Anklicken der Schaltfläche C oben links auf dem
Bildschirm.
b.
SatPC32 berechnet die
Frequenzen intern im Sekundentakt. Die Frequenzen des Funkgeräts werden jedoch
nur aktualisiert, wenn die Änderung der Dopplershift das sog. Intervall überschreitet.
Das Intervall kann in unterschiedlichen Schritten eingestellt werden, getrennt
für FM- und SSB/CW-Satelliten. Bei FM-Betrieb ist die Einstellung nicht sehr
kritisch, Werten von etwa 500 sind auf jeden Fall nicht zu hoch (dadurch können
bei FM-Satelliten längere Zeitspannen zwischen der Aktualisierung der
Radio-Frequenzen liegen). Für SSB-Betrieb sollte das Intervall 100 Hz nicht
überschreiten, da eine solche Frequenzdrift sich bereits deutlich hörbar auf
die Tonhöhe eines Signals auswirkt. Ein praktikabler Wert sind z.B. 50 Hz.
Ab Programmversion 12.8a kann eine höhere
Taktrate („Speed“) für die Frequenzberechnung eingestellt werden. Das ist sinnvoll, wenn sich die Dopplershift
pro Sekunde um mehr als das eingestellte Intervall ändert. Dies ist normalerweise
nur der Fall bei den Bändern ab 23cm
aufwärts. Man kann dann den Takt verfünf- oder verzehnfachen. Dadurch ergeben
sich bei SSB- und insbesondere CW-Signalen keine zu hohen Sprünge in der
Tonhöhe.
Die Änderung der Taktrate kann nur temporär erfolgen. Das Programm verwendet
beim Start stets den1-Sekunden-Takt.
Die Satelliten benutzen üblicherweise Uplink- und Downlinkfrequenzen in
unterschiedlichen Bändern. Das Programm misst das Erreichen des Intervalls
automatisch an der höheren der beiden Frequenzen.
Eine Ausnahme besteht insofern bei den
Icom-Transceivern IC-706MKIIG (und Kompatiblen) und den Yaesu-Transceivern
FT-817, FT-857, FT-897. Bei diesen wird auf dem niedrigeren Band die Frequenz
erst aktualisiert, wenn auch dort das Intervall erreicht ist. Da bei den
meisten Satelliten der Uplink im niedrigeren Band liegt, muss das Programm
dadurch nur bei etwa jedem 3. Update auch die Uplink-Frequenz aktualisieren.
Das bei diesen Geräten unvermeidliche "Toggeln" der VFOs wird dadurch
soweit wie möglich reduziert.
c. Die
Genauigkeit der automatischen Frequenznachführung lässt sich beim FT-736R mit der Mittenanzeige des S-Meters und beim
FT-847 mit der im Menü # 34 im
SAT-Betrieb einstellbaren Diskriminatoranzeige beobachten.
Ergeben sich danach Ungenauigkeiten, können diese durch Eingabe von
Korrekturwerten ausgeglichen werden. Bei SSB-Satelliten geschieht das durch
Korrektur der Uplink-Frequenz, ausgenommen bei den Icom- und
Yaesu-Semi-Duplex-Transceivern FT-817, FT-857. Da man sich bei diesen nicht
zurückhören kann, erfolgt die Korrektur bei der Downlink-Frequenz.
Auch die Wirksamkeit dieser Korrektur lässt sich an den
S-Meter-Mittenanzeige verfolgen.
Die Korrektur der Uplink bei SSB-Satelliten
erfolgt mit den Up/Down-Reglern im Menü CAT. Die 10-Hz-Korrekturschritte können auch mit den "normalen"
+/- Tasten der Tastatur, die 100-Hz-Korrekturschritte mit den +/-Tasten des
numerischen Blocks vorgenommen werden.
Die Korrektur der Downlink erfolgt mit den entsprechenden Reglern im Menü CAT.
Die Downlink-Korrektur-Regler werden bei FM-Satelliten deaktiviert.
Erfahrungsgemäß sind bei diesen Satelliten bei V/U- und U/V-Satelliten kaum
Korrektureinstellungen erforderlich. Die Regler können jedoch auch bei
FM-Satelliten aktiviert werden, indem man die Schaltfläche „V-“ anklickt, so
dass sie zu „V+“ wechselt. Eine
Korrektur kann z.B. angezeigt sein beim V/S- oder L/S-Modus, der von Zeit zu Zeit bei AO-51 eingeschaltet
wird. Für den Empfang des S-Bands (2.4 GHz) wird üblicherweise ein mastmontierter
13cm/2M Konverter mit nachgeschaltetem 2m-Empfänger verwendet. Der Quarz im
Konverter ist dem Wechsel der
Außentemperatur ausgesetzt, was zu Frequenzschwankungen von mehreren KHz führen kann. Entsprechend
ist die von SatPC32 errechnete Downlink-Frequenz dann ungenau.
Außerdem sind mit den 3 Reglern, die sonst der Uplink-Korrektur dienen, bei FM-Satelliten gleichzeitige Korrekturen
beider Frequenzen möglich. Deshalb
ändert sich bei diesen die
Bezeichnung in "Freq. Korr.".
Bei der Korrektur wird die
Uplink-Frequenz um einen analogen Wert geändert. Wenn also z.B. der Downlink
auf 70 cm erfolgt und der Uplink auf 2 m, wird die Uplink-Frequenz um rd. 1/3
des angezeigten Wertes korrigiert. Dies basiert auf der Annahme, dass die
Satellitenfrequenzen und Frequenzen des Funkgeräts von dem selben Quarz
abgeleitet werden und Abweichungen sich deshalb analog auf beide Frequenzen
auswirken.
Bei VFO-Betrieb gilt dies naturgemäß nicht.
Durch die Korrektur nur der Uplink-
Frequenz hat man die Möglichkeit, das
eigene zurückgehörte Signal in der Tonhöhe zu variieren. Das kann z.B. infolge
Ungenauigkeiten der Bahndaten, als Folge von Temperaturschwankungen oder
infolge Brechungserscheinungen erforderlich werden.
In dem Zusammenhang ist bei SSB-Betrieb im
übrigen von größter Wichtigkeit, dass die PC-Uhr sekundengenau eingestellt ist.
Bei steilen Durchgängen im Bereich des Übergangs von der Anflug- zur
Wegflugphase des Satelliten kann die Dopplershift innerhalb einer Sekunde auf
70 cm bis zu 50 Hz pro Sekunde driften.
Eine Ungenauigkeit von einigen Sekunden kann daher die Tonhöhe des eigenen
Signals schon ganz erheblich beeinflussen.
Ebenso wichtig ist die Verwendung aktueller
Keplerdaten. Neue Keplerdaten werden u.a. in den PR-Mailboxen und im Internet
veröffentlicht. Keplerdaten, die bereits mehrere Monate alt sind, sind
jedenfalls für SSB-Betrieb nicht mehr geeignet. Ausführliche Hinweise zur
Aktualisierung der Keplerdaten finden Sie im File FAQ.
Die Korrektur mit der hier beschriebenen
Funktion ist nicht dauerhaft, sondern gilt nur bis zur Wahl eines anderen
Satelliten oder bis zur Programmbeendigung. Sollten sich dauerhaft Abweichungen
ergeben, müssen diese im File DOPPLER.SQF berücksichtigt werden. Für SSB-Satellietn ist in diesem
Zusammenhang die Kalibrierung (Optimierung) der Uplink-Frequenz im File Doppler.SQF besonders wichtig. Sie wird weiter unten ausführlich
beschrieben.
Bei FM-Satelliten müssen, falls sich
dauerhaft Ungenauigkeiten ergeben, z.B. weil der Satellit nicht auf der
nominellen Frequenz arbeitet, sondern einige KHz höher oder tiefer, die
Änderungen manuell im File Doppler.SQF vorgenommen werden. Das File kann vom
SatPC32-Menü „?“, „Hilfsdateien“ aus geöffnet und bearbeitet werden.
d. Manche
Satelliten arbeiten auf mehreren Frequenzen. Wenn diese im File DOPPLER.SQF
eingetragen sind, kann durch Anklicken in der Liste des Dialogfeldes
'CAT-Steuerung' zwischen den Frequenzen umgeschaltet werden. Die Wahl ist
ebenfalls nicht dauerhaft. Beim Start verwendet SatPC stets das in der Liste an
erster Stelle für den betreffenden Satelliten eingetragene Frequenzpaar. Bei
Editierung des Files DOPPLER.SQF ist deshalb darauf zu achten, dass das
hauptsächlich benutzte Frequenzpaar auch vor den anderen Frequenzen des
Satelliten eingetragen wird.
Ab Programm-Version
12.8 kann man das „CAT“-Fenster während des Betriebs geöffnet lassen.
Zweckmäßigerweise platziert man es dann außerhalb des Hauptfensters. Bei einem
Satellitenwechsel wird die Frequenzliste des CAT-Menüs aktualisiert, so dass
man sofort Frequenzen für den neuen Satelliten auswählen kann.
e. Bei den
Analogtranspondern (Satelliten, die SSB- und CW-Betrieb ermöglichen) sind
genaue Frequenzvorgaben wichtig. Sie entscheiden darüber, ob man bei Aufruf
eines Satelliten, z.B. FO-29, das eigene
Signal sofort in der richtigen Tonhöhe zurückhört. Wegen
gerätespezifischer Unterschiede wird das mit den im File Doppler.SQF
voreingetragenen Frequenzwerten nicht der Fall sein. Vielfach wird man sein
eigenes Signal überhaupt nicht sofort hören.
Mit den Möglichkeiten des Menüs CAT lassen sich die
für Ihr Gerät passenden Frequenzwerte jedoch leicht und schnell bestimmen und
automatisch im File Doppler.SQF speichern.
Ab Programm-Version 12.7 gilt dies auch für
Satelliten, die lediglich für den Uplink SSB verwenden, aber FM für den
Downlink. AO-51 schaltet gelegentlich in diesen Modus.
Wichtig: Wenn Sie bei einem derartigen Satelliten die
Uplink-Frquenz korrigieren wollen,
muss zuvor die
Schaltfläche „V“ (für VFO) auf „V+“ geschaltet werden.
Achtung: Die folgenden Ausführungen gelten nicht für
Icom-Transceiver IC-706MKIIG und Kompatible und die Yaesu-Transceiver FT-817,
FT-857, FT-897 . Sie gelten auch nicht, wenn zwei getrennte Geräte verwendet
werden, von denen das als TX dienende Gerät während des Sendens keine
Frequenzänderungen zulässt (wie z.B. die genannten Yaesu-Transceiver). Lesen
Sie die "Hinweiser für Icom-Benutzer“
bzw. „Hinweise für Yaesu-Benutzer" im Menü "?", wie Sie
bei diesen Geräte die Frequenzeintragungen optimieren können.
Gehen Sie bei den übrigen Geräten wie folgt vor:
aa. Rufen Sie den
gewünschten Satelliten, z.B. FO-29 auf, während dieser hörbar ist.
bb. Suchen Sie
mit dem VFO eine freie Frequenz.
cc. Gehen Sie auf
Sendung und pfeifen Sie in das Mikrofon oder senden Sie CW-Zeichen und
korrigieren Sie gleichzeitig mit
den TX-Korrektur-Reglern im CAT-Menü
oder den +/- Tasten der Tastatur die TX-Frequenz, bis Sie Ihr Signal in der
richtigen Tonhöhe hören.
dd. Klicken Sie
dann im Menü CAT auf die Schaltfläche "Freq. Daten ändern/speichern"
und in dem sich dann öffnenden Menü auf "Uplink-Korrektur".
Das Programm modifiziert daraufhin automatisch den
Eintrag der Sendefrequenz im File
Doppler.SQF. Bei späteren Aufrufen des Satelliten sollten Sie Ihr Signal
dann sofort hören. Evtl. kleine Abweichungen können dann ohne neue Speicherung
mit den Reglern im Menü CAT oder den +/- Tasten korrigiert werden.
ee. Bei Satelliten, die die Verwendung eines
Temperaturschwankungen ausgesetzten Konverters oder Transverters erfordern, wie
z.Zt. AO-40 ((Downlink 13 cm, Uplink 70
oder 23 cm) werden Sie trotzdem meist
bei jedem Aufruf zunächst Ihr Signal suchen und Ihre TX-Frequenz anpassen
müssen.
Mit den
Möglichkeiten des SatPC32-Menüs 'CAT' können Sie jedoch Ihr Signal schnell und
einfach finden. Dazu nutzt das Programm den Umstand, dass sich die jeweiligen
temporären Frequenz-Abweichungen durch Auswertung der aktuellen Frequenz der
Satellitenbake bestimmen lassen. Hierzu muss das File Doppler.SQF jedoch die
richtigen Frequenzvorgaben enthalten.
Gehen Sie wie folgt vor:
aaa.
Korrigieren Sie zunächst wie unter oben cc. und dd. beschrieben Ihr
TX-Signal, bis Sie sich in der richtigen Tonhöhe hören und speichern Sie die
TX-Korrektur.
bbb.
Stimmen
Sie anschließend mit dem VFO auf die
Baken-Frequenz ab, bis sie das Signal
auf Schwebungsnull empfangen. Klicken
Sie dann im Menü CAT auf die Schaltfläche "Freq. Daten
ändern/speichern" und in dem sich dann öffnenden Menü auf
"RX/TX-Freq."
Achtung:
Die
Schritte zu aaa. und bbb. müssen Sie nur einmal vornehmem, also bei späteren Aufrufen des
Satelliten nicht wiederholen!
Wenn Sie den Satelliten später
aufrufen, stellt das Programm den RX sofort auf die gespeicherte Bakenfrequenz
ein (unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Dopplershifts).
Wahrscheinlich werden Sie das Bakensignal dann aber infolge temperaturbedingter
Frequenzschwankungen des Konverter-Mischers nicht sofort mit Schwebungs-Null
empfangen. Stimmen Sie deshalb zuerst
den Empfänger mit dem VFO auf das Bakensignal ab, bis Sie es wieder auf Schwebungsnull empfangen.
Klicken Sie anschließend im Menü
CAT auf "Akt. Abweichg. korrigieren". Das Programm stellt dann automatisch den richtigen Korrekturwert
für die Uplink-Frequenz ein, so dass Sie sich danach auf einer freien Frequenz
sofort zurückhören können.
Lesen Sie bitte auch die Erläuterung im FAQ.htm ,
Abschnitt "Betrieb über AO-40".
Mit dem Dialogfeld 'Rotorsteuerung', das durch den
entsprechenden Menüpunkt aufgerufen wird, können verschiedene
Antennensteuerfunktionen ausgeführt werden.
a. Die
Antennenstellung kann manuell vorgegeben werden. In diesem Falle wird die
automatischen Nachführung deaktiviert, um eine unbeabsichtigte automatische
Rückführung der Antenne zu verhindern. Eine erneute Aktivierung erfolgt mit der
Schaltfläche R oben links.
b. Die Antenne kann durch Anklicken der Schaltfläche 'Parken' in eine
bestimmte Parkposition gefahren werden.
Azimut und Elevation der Parkposition können durch Eintrag in den
entsprechenden Textfeldern beliebig gewählt und durch Anklicken der Schaltfläche 'Speichern' gespeichert
werden. Durch Aktivierung der Option
'Nach Pass autom. Parken' wird das Programm veranlasst, die Antenne automatisch
in die Parkposition zu steuern, wenn nach einem Satellitenübergang die
Mindest-Elevation unterschritten wird
c. Die
vom Programm durchgeführte Einstellung der Antennen kann in allen Richtungen in
1-Grad-Schritten korrigiert werden. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass die
horizontale Auflösung des AMSAT- Rotorinterface >1 Grad ist, so dass nicht
bei jedem Schritt der Rotor anläuft. Außerdem kann der im Programm vorgesehene
Ausgleich des Rotornachlaufs zu einer Verzögerung bei der vorliegenden Funktion
führen.
Die Korrektur mit dieser Funktion ist nicht
dauerhaft, sondern gilt nur bis zur Beendigung des Programms. Dauerhafte
Korrekturen müssen mit dem Menü Rotor-Setup vorgenommen werden.
Die Funktion lässt sich auch für Testzwecke
einsetzen, z.B., um die richtige Einstellung des Verzögerungswertes für die
Rotorsteuerung im Menü ’Rotor-Setup’ zu prüfen. Werden die Einzelschritte (mit
der obigen Einschränkung) durch die Rotoren korrekt ausgeführt, ist die
Einstellung des Verzögerungswertes hoch genug. Der Verzögerungswert darf jedoch
auch nicht höher als nötig gewählt werden. Andernfalls flackern u. U. die LEDs
des Interface bei der automatischen Nachführung auf, auch wenn die
Satellitenposition sich nicht entsprechend geändert hat. Dies kann man
überprüfen, in dem man die Nachführung in Intervallen wählt und dann z.B. eine
Rotornachführung bei Phase-III-Satelliten durchführt, die ihre Position nur
langsam ändern. Solange die Position sich nicht tatsächlich entsprechend
geändert hat, dürfen die LEDs am Interface keine Reaktion zeigen.
d. Die
Antenne kann schließlich durch Anklicken des Rufzeichens in der Liste auf eine
bestimmte Station ausgerichtet werden. Diese Funktion ist nützlich, um nach
Satellitenbetrieb die Antenne wieder auf eine bestimmte Station, z.B. eine
Mailbox, auszurichten. Rufzeichen und Richtung der Station (0 - 360) sind in
dem File STANDPOS.SQF gespeichert. Die Editierung dieses Files kann mit einem
Editor, z. B. Notepad, erfolgen. Die Elevation wird bei dieser Funktion
automatisch auf 0 gesetzt.
a. Mit
dem Menü Mode kann die Art der Doppler-Korrektur festgelegt werden:
aa. Korrektur von Uplink- und
Downlinkfrequenz
Hierbei werden Uplink- und Downlinkfrequenz
korrigiert. Diese Korrektur bewirkt, dass die Frequenzen am Satelliten konstant
bleiben. Führen zwei Stationen diese Art der Korrektur durch, können sie sich
im Prinzip ohne Nachregelung während eines Durchgangs hören, obgleich die Drift
der Dopplershift für sie unterschiedlich verläuft.
Die Situation bei dieser Methode ist im
Prinzip die gleiche wie bei Pacsatbetrieb: Alle Stationen kommen trotz
unterschiedlicher Dopplershiftwerte auf der selben Frequenz am Satelliten an
und alle Stationen hören die selbe vom Satelliten abgestrahlte Frequenz.
Die Methode hat zudem den Vorteil, dass
mehrere, auf unterschiedlichen Frequenzen arbeitende Stationen den
gegenseitigen Abstand beibehalten. Das zu erwartende QRM ist also geringer als
bei den nachfolgend genannten Verfahren.
M.E. ist die vorliegende Methode deshalb
eindeutig diejenige, die den anderen vorzuziehen ist, vorausgesetzt allerdings,
beide QSO-Partner verfügen über eine automatische Dopplerkorrektur.
bb. Korrektur allein der Uplinkfrequenz
Diese Methode ist verbreitet. Ihr Vorteil besteht
darin, dass sie QSOs mit Stationen ohne automatische Korrektur erleichtert, da
diese dabei nur die Uplinkfrequenz korrigieren müssen und nicht beide. Im
Prinzip ist bei einem QSO für beide Partner (die über eine automatische
Korrektur verfügen) keine manuelle Nachregelung nötig, wenn die Drift der
Dopplershift für beide Stationen im wesentlichen gleich verläuft, also bei
relativ geringer Entfernung der Stationen voneinander.
cc. Korrektur nur der Downlinkfrequenz
Hierfür gilt im Prinzip das gleiche wie für
bb.
Die jeweilige Einstellung der
Korrekturmethode wird oberhalb des Datums eingeblendet. Der eingestellte Modus
kann mit dem Menü Mode gespeichert werden.
Der Betrieb über die Pacsats erfolgt auf
Festfrequenzen. Hierbei kommt naturgemäß nur die Korrekturmethode aa. in
Betracht. Bei einem Wechsel auf einen solchen Satelliten wird sie deshalb
automatisch eingestellt. Sie kann aber manuell geändert werden. Das gleiche
gilt im übrigen für den Vfo-Modus, vgl. unten.
b. Für
Icom-Geräte enthält das Menü zusätzlich eine Liste mit den in 'IcomPar.SQF'
eingetragenen Paaren von Geräteadressen.
Insofern wird auf die Ausführungen oben II b verwiesen. Die Auswahl
erfolgt durch Markieren in der Liste und anschließendes 'OK'.
7. Menü Setup
Achtung: Neben den nachfolgend
beschriebenen Einstellmöglichkeiten im Menü Setup können ab Programmversion
12.2 einige weitere Einstellungen im File "DivOptions.SQF"
vorgenommen werden, vlg. unten D10 und F9.
Das Menü 'Setup' umfasst 5 Untermenüs:
a. Beobachter
Bei Aufruf dieses Menüs wird das Hilfsprogramm 'SatSetupObs.Exe'
gestartet.
Mit diesem Menü können die
Einstellungen zum Standort des Beobachters und
zum Zeitversatz UTC – Lokalzeit
vorgenommen werden.
Ausserdem kann ein Dateifilter für Keplerdaten-Files festgelegt werden, um
derartige Files in Verzeichnissen, die auch anderen Dateien enthalten, leichter auswählen zu können. Voreingestellt ist das Filter '*.*', bei dem sämtliche Dateien eines
Verzeichnisses angezeigt werden. Bei Verwendung eines speziellen Verzeichnisses
für Keplerdaten-Files (z.B. des als Vorgabe von SatPC verwendeten
Unterverzeichnisses des
SatPC-Verzeichnisses 'Kepler' ) ist eine Änderung nicht nötig.
Das Programm enthält selbst alle notwendigen Hinweise zu den einzelen Parametern.
Klicken Sie auf den Wert des einzelnen Parameters in der Liste und dann auf
'Hilfe', um sich den jeweiligen Hilfetext anzeigen zu lassen.
b. Rotor-Setup
aa. Mit
diesem Menü können Sie aus der Liste der von SatPC32 unterstützten
Rotor-Interfaces und –Controller ein Gerät auswählen. Ausser beim IF-100, das
von SatPC32 direkt gesteuert wird, wählt das Programm dann automatisch dass für
das jeweilige Interface benötigte Server-Programm. Ab Programm-Version 12.4 ist es nicht mehr erforderlich, das Server-Programm
und dessen Hilfsfiles in das SatPC32-Verzeichnis zu kopieren, wie das in
früheren Versionen der Fall war.
Ausführliche Hinweise zu allen unterstützten Rotorsteuerungen können Sie sich
mit dem SatPC-Menü '?', 'Hinweise [Rotor]' anzeigen lassen. Dort finden Sie
auch Hinweise bezgl. der weiteren im oberen Abschnitt des Menüs 'Rotor-Setup'
vorzunehmenden Einstellungen.
Ausserdem können Sie sich online Hilfetexte anzeigen lassen. Markieren Sie den
Wert des jeweiligen Parameters in der Liste und klicken Sie dann auf Hilfe.
bb. Im unteren Abschnitt des Menüs können optionale Einstellungen für
die Rotorsteuerung vorgenommen werden.
aaa.
Festgelegt werden kann, ob die Nachführung erfolgen soll in zeitlichen
Intervallen oder auf Grund von Positionsänderung des Satelliten
(Winkeländerung). Sowohl das Intervall als auch die Winkeländerung, bei deren
Erreichen die Nachführung, horizontal oder vertikal, erfolgen soll
(Nachführwinkel), können frei gewählt werden. Als Intervall haben sich bei mir
(Antenne: 70 cm: 2 x 21, 2 m: 2 x 9) bei den LEO-Satelliten 10 Sekunden und als
Winkel 5 Grad bewährt.
bbb.
Bei der Nachführung anhand Winkeländerung kann (nur für die azimutale
Nachführung) gewählt werden, ob diese mit konstantem Winkel erfolgen soll oder
gewinnänderungsabhängig. Bei einer hohen Elevation des Satelliten ändert sich
das Azimut des Satelliten sehr schnell. Bei einem konstanten azimutalen
Nachführwinkel wird die Antenne dann sehr häufig nachgeführt. Das ist jedoch
nicht erforderlich, da sich der horizontale Öffnungswinkel der Antenne bei
steigender Elevation ebenfalls (scheinbar) vergrößert. Die Gewinneinbuße durch
eine azimutale Fehlstellung wird deshalb mit Zunahme der Elevation immer
geringer. (Bei 90 Grad Elevation ist das Azimut ganz ohne Bedeutung). In diesem
Zusammenhang wird auf den Aufsatz von F.J. Bellen, DJ1YQ, im AMSAT-Journal
1/1996, S. 12 f. verwiesen. Bei der Einstellung 'gewinnbezogen' passt das
Programm deshalb den horizontalen Nachführwinkel der jeweiligen Elevation an.
Dadurch wird die Anzahl der Nachführschritte des Horizontalrotors ohne
Gewinneinbuße erheblich reduziert.
Bei Betrieb über LEO-Satelliten hat sich
diese Option bewährt. Bei Phase-III-Satelliten ist auch die Nachführung in
Zeitschritten geeignet. Die Häufigkeit der Aufrufe belastet dabei die Rotoren
nicht. Bei richtiger Einstellung des Verzögerungswertes reagiert das Interface
nur, wenn die Positionsänderung des Satelliten oberhalb der Auflösung des
Interface (vertikal 0.7 Grad, horizontal 1.4 Grad) liegt.
Bei allen Nachführoptionen erfolgt die
Nachführung mit einem Vorhalt von 1/2 des Nachführschrittes, also entweder dem
halben zeitlichen Intervall oder der Hälfte des Nachführwinkels, so dass der
Satellit durch den Fokus der Antenne läuft.
Die Änderung der Nachführoptionen wird
ebenfalls sofort wirksam.
ccc.
Desweiteren kann festgelegt werden, ob die maximale Elevation 90° oder 180°
betragen soll.
Achtung: Wählen Sie die Option '180°' nur, wenn Ihre Antennenanlage eine
Drehung um 180° bei der Elevation vom Platzbedarf her zulässt und nicht zu
Problemen mit den Kabeln oder von der Unterseite her eindringender Feuchtigkeit
führt.
Bei der Einstellung '180°' unterstützt das Programm den sog. 'Flip-Modus'. Dieser
Modus ist hilfreich, wenn der Satellit während des Übergangs die Wendemarke der
Antenne kreuzt. Normalerweise muss die
Antenne dann einen horizontalen Schwenk von 360° vornehmen, wodurch
Transponderzeit verloren geht. Durch den 'Flip-Modus' wird dies vermieden, in
dem bei Beginn des Übergangs die Antenne horizontal um 180° verdreht wird und
bei der Elevation auf 180° abzgl. der echten Elevation eingestellt wird. Die Antenne zeigt also (in 'Rückenlage) wieder auf den
Satelliten, muss aber während des Übergangs nicht die Wendemarke des Rotors
passieren.
Das Programm prüft vor einem Übergang automatisch, ob hierfür die Steuerung im
Flip-Modus angezeigt ist. In diesem Falle wechselt bei Beginn der Steuerung die
Farbe der Schaltfläche 'R' nach gelb.
Bei Benutzung eines im Norden wendenden 450°-Horizontal-Rotors (Yaesu G-5500)
kann optional anstelle des Flip-Modus die Einstellung ’450°’ gewählt werden.
Dabei nutzt das Programm den
zusätzlichen 90°-Bereich zwischen Nord und Ost aus, den diese Rotoren ansteuern
können. Dadurch kann auch ohne
Verwendung des Flipmodus bei vielen
Satelliten-Übergängen der 360°-Schwenk (s. oben) vermieden werden. Diese Option
ist nur bei Rotoren mit Wendemarke im Norden und bei De-Aktivierung des
Flip-Modus verfügbar. Das Programm erkennt automatisch, ob die Ausnutzung der
zusätzlichen 90° für den betreffenden Übergang sinnvoll ist oder nicht.
c. Radio-Setup
aa. Mit diesem Menü können Sie die Einstellungen für die CAT-Steuerung der von SatPC unterstützten Funkgeräte vornehmen. Anzugeben sind der verwendete COM-Port (bei Verwendung des KCT-Tuners ist die entsprechende Option zu aktivieren) und der benötigte Verzögerungswert. Ferner sind Fabrikat, Modell, Baudrate und weitere gerätespezifische Parameter auszuwählen, z.B. bei Icom-Geräten die Geräte-Adressen. Diese Einstellungen erfolgen mit den beiden Combo-Boxen oben links. Ausführliche Hinweise zu diesen Einstellungen finden Sie im SatPC32-Menü '?', 'Hinweise [CAT]' für alle Funkgeräte.
In der Voreinstellung schaltet das Programm bei Satelliten-Transceivern den Satelliten-Modus
ein. Diese Funktion kann optional
abgeschaltet werden. Das kann sinnvoll sein, wenn getrennte Geräte für Uplink
und Downlink verwendet werden und der Satelliten-Transceiver dabei nur für den
Uplink oder nur für den Downlink verwendet werden soll.
Die Option „RX/TX-Wechsel“ sollte nur aktiviert werden, wenn Sie getrennte Geräte für Uplink
und Downlink verwenden, vgl. unten bb
Ist die Checkbox ’RTS 12V’ aktiviert, steht an der RTS-Leitung des COM-Ports eine positive Spannung an (5..12
V). Die Option ist für CAT-Interfaces vorgesehen, die ihre Versorgunsspannung
direkt aus dem COM-Port anstatt aus einer externen Quelle beziehen.
Die benötigte Spannung steht dann an der RTS-Leitung (Pin 7 des 9-poligen, Pin
20 des 25-poligen seriellen Anschlusses) zur Verfügung. Bei Verwendung anderer
Interfaces sollte die Checkbox deaktiviert bleiben.
bb. Ab
Programmversion 12.8 kann ein 2. Funkgerät direkt durch SatPC32 gesteuert
werden (in früheren Fassungen wurde dazu das Hilfsprogramm „TxController“
benötigt). Im unteren Teil des Menüs können Sie die Einstellungen für das 2.
Gerät vornehmen.
Wisat32 unterstützt diese Funktion bisher nicht!
Wichtig:
Wird nur ein Gerät verwendet, ist als 2. Radio unbedingt die Option „None“ zu wählen,
da andernfalls die CAT-Steuerung nicht richtig funktioniert. Das gleiche gilt,
wenn zwei Icom-Geräte gesteuert
werden sollen. Das Programm setzt voraus, das diese an einem einzelnen
CAT-Interface und damit einem einzelnen COM-Port angeschlossen sind und die
Unterscheidung der Geräte anhand der unterschiedlichen Geräte-Adressen erfolgt.
Hinweis: Auch bei den im Unter-Ordner „Icom“ beschriebenen
Eigenbau-CAT-Interfaces können 2 Geräte einfach parallel angeschlossen werden,
wie das auch beim Original-Interface CT-17 geschieht.
Die gerätespezifischen Einstellungen erfolgen wie für
Radio 1 mit den beiden Combo-Boxen im unteren Abschnitt des Menüs.
Die Option „Automatischer RX/TX-Wechsel“ sollte
nur aktiviert werden, wenn tatsächlich 2 Geräte, z.B. die Einband-Transceiver
IC-275 und IC-475 oder ein IC-706MKIIG
an der 2m-Antenne und ein Yaesu FT-817 an der 70cm-Antenne angeschlossen
sind. Die Option bewirkt dann bei Aktivierung
folgendes: Bei Betrieb über einen V/U-Satelliten (Uplink auf VHF, Downlink auf
UHF, z.B. FO-29) muss das 2m-Gerät bzw. das Gerät an der 2m-Antenne als Sender fungieren, das andere als
Empfänger. Wird auf einen
U/V-Satelliten (mit umgekehrten Frequenzschema, z. B. VO-52) umgeschaltet, muss
das 2m-Gerät bzw. das Gerät an der 2m-Antenne als Empfänger fungieren, das
andere als Sender. Die Option bewirkt, dass die bei einem Satelliten die Rollen
der Geräte als RX und TX automatisch getauscht werden. Dreht man bei einem V/U SSB-Satelliten den
VFO des 70cm Gerätes, folgt das 2m-Gerät auf die richtige Frequenz, bei einem
U/V-Satelliten folgt das 70cm-Gerät dem 2m-Gerät.
Ausführliche Hinweise zu allen unterstützten Funkgeräten können Sie sich mit
dem SatPC-Menü '?', 'Hinweise [CAT]' anzeigen lassen. Dort finden Sie auch
Hinweise bezgl. der weiteren im Menü 'Radio-Setup' vorzunehmenden
Einstellungen.
Ausserdem können Sie sich online Hilfetexte anzeigen lassen. Markieren Sie den
Wert des Parameters in der Liste und klicken Sie dann auf Hilfe.
d. Optionen
aa. Mit
diesem Menüpunkt erfolgt die Wahl größerer Weltkarten-Bitmaps bei
Bildschirmauflösungen ab 800 * 600.
Bei SatPC kann
zwischen 3 verschiedenen Kartengrößen gewählt werden, ferner kann gewählt
werden, ob die Ausrichtung der Karte
auf den Subsatellitenpunkt des aktuellen Satelliten, den Standort des
Beobachters oder auf die Länge 0
(Greenwich) zentriert werden soll. Ist ein 2. Beobachter gewählt worden, tritt
an Stelle der Länge 0 dessen Standort.
die Wahl eines anderen Kartensatzes (8-, 16- oder 24-Bit).
Änderungen werden sofort wirksam. Um dauerhaft zu
gelten, müssen sie gespeichert werden.
bb. Ferner
können Voreinstellungen für den Programmstart
vorgenommen werden.
Gewählt werden kann weiter, ob beim Programmstart die
automatische Antennennachführung, die CAT-Steuerung und die autompatische
Umschaltung auf einen anderen Satelliten (vgl. die Hinweise zum File PRIOR.SQF)
aktiviert werden sollen. Bei SatPC können außerdem die Anzeige aller
ausgewählten Satelliten, der Zoom-Faktor 2, die Einblendung de Sonnenlinie und Eklipsenanzeige,
die Anzeige der Richtungspfeile, die Anzeige der bis zum nächsten AOS
verbleibenden Zeit (Countdown) in der Weltkarte, die Aktivierung der
akustischen Ansage eines
Satellitenaufgangs und die Zentrierung der Weltkarten vorgewählt werden.
cc. Gewählt
werden kann, ob die Zeitangaben der Programme in UTC oder Lokalzeit des
Beobachters erfolgen sollen. Die Abweichung der Lokalzeit gegenüber UTC wird
vom Programm automatisch bestimmt, sie kann
im Menü Observer-Setup’ auch manuell festgelegt werden..
Eine Änderung wird sofort wirksam.
dd. Gewählt werden kann, ob das
Programm mit den „politischen“ Weltkarten startet, oder den physikalischen Blue
Marble-Karten.
ee.
Wahl des Berechungs-Modells
Die Bahnberechnungen des
Programms erfolgen auf der Grundlage des SGP4/SDP4-Modells der NORAD in der
Pascal-Fassung von Dr. T. S. Kelso. das hochgenaue Ergebnisse liefert. Optional
können die Berechungen auch auf der Grundlage des neueren NORAD-Modell
SGP8/SDP8 erfolgen. Verwendet wird dabei die Pascal-Fassung dieses Modells von
Dominik Brodowski. Da die Keplerdaten-Sätze der NORAD aber z.Zt. noch auf der Basis des SGP4/SDP4-Modells erstellt
werden, ergeben sich derzeit bei Verwendung
des SGP8/SDP8-Modells keine abweichenden
Ergebnisse und damit auch keine Vorteile, zumal das SGP8/SDP8-Modell
einen etwas höheren Rechenaufwand erfordert
Das Programm kann optional den Aufgang eines Satelliten (AOS) akustisch ankündigen.
Im vorliegenden Menü können Einstellungen der Sprachausgabe
vorgenommen werden.
Im Menü „Optionen“ kann festgelegt werden, ob die
Funktion bei Programmstart aktiviert werden soll oder nicht.
Damit die Sprachausgabe funktioniert, muss eine sog.
TTS-Maschine auf dem PC installiert sein. Im Lieferumfang von Windows XP ist bereits die amerikanische
Stimme „Sam“ enthalten. Diese ist deshalb voreingestellt.
Da sie für deutsche Texte nicht gut geeignet ist,
sollten Sie eine deutschsprachige Stimme installieren. Derartige Stimmen können
Sie – oft kostenlos – aus dem Internet herunterladen,
z.B. mit der folgenden Adresse:
http://www.microsoft.com/msagent/downloads/user.asp#tts
Sie finden dort u.a. das File lhttsged.exe, das
eine männliche und eine weibliche deutsch-sprachige Stimme installiert. Nach der
Installition erscheinen die neuen
Stimmen automatisch in der Auswahl-Liste der Combobox „Stimme“ im Menü
AOS-Ansage.
f. Konfigurationen
Ab Programmversion 12.8a kann man bis zu 4 „Konfigurationen“
programmieren und speichern.
Alle Einstellungen in den Menüs „Satelliten“, „Rotor
Setup“, „Radio Setup“, „Optionen“, „Mode“ und „?“ (Hilfsdateien) gelten nur für
die Konfiguration, für die sie vorgenommen wurden. Jede Konfiguration benutzt
ihren eigenen vollständigen Satz von Datenfiles (lediglich die Keplerdatenfiles werden gemeinsam genutzt).
Deshalb kann jede Konfiguration vollständig unabhängig von den anderen
programmiert werden.
Sie können z.B. Konfiguration I für die Steuerung
eines einzelnen Satelliten-Transceivers (Kenwood TS-2000, Icom IC-910H oder
Yaesu FT-847) programmieren. Diese Konfiguration kann für den Betrieb über die „normalen“
U/V- und V/U-Satelliten benutzt werden.
Konfiguration II kann dann z.B. für die Steuerung eines
separaten Geräts (IC-706 MKIIG, FT-817) als Empfänger und des
Satelliten-Transceivers als TX programmiert werden.. Diese Konfiguration kann
verwendet werden, um AO-51 Mode V/S zu arbeiten. Die meisten Benutzer werden
das S-Band mit einem 13cm/2m Konverter und einem nachgeschalteten 2m-RX
empfangen. Konfiguration I würde mit diesem Modus nicht funktionieren, weil das
Funkgerät im selben Band (2m) senden und empfangen müsste. Im Satellitenmodus
müssen jedoch Uplink und Downlink in unterschiedlichen Bändern liegen. Im Nicht-Satellietnmodus
könnte man das eigene Signal nicht hören, weil das Funkgerät nicht gleichzeitig
senden und empfangen kann.
Die Aktualisierung der Keplerdaten muss nur in einer
der Konfigurationen erfolgen. Die neuen Daten stehen dann automatisch auch den
anderen Konfigurationen zur Verfügung.
8. Menü Programme
Mit dem Menüpunkt
'Programme' lassen sich andere Programme aufrufen. Die Namen der Programme sind
in dem File 'Program.SQF' gespeichert.
Sie müssen entweder im SatPC32-Verzeichnis stehen oder in der AUTOEXEC.BAT muss
eine entsprechende Pfadangabe vorhanden sein oder die Programme müssen mit
voller Pfadangabe eingetragen werden Einzutragen ist der Name der ausführbaren
Datei ohne die Erweiterung '.exe'.
Im Lieferzustand sind bei SatPC32
der Editor Notepad, der Windows Explorer, WinAos, WinListen, und SatRename
eingetragen, bei Wisat32 die Programme Notepad, WinAOS und SortSats.
Das
Menü enthält die Untermenüs „Beobachter 2“ und „CountDown“.
Mit
dem Menü „Beobachter 2“ lässt wird ein Fenster geöffnet, in dem der Locator eines
2. Beobachters eingegeben werden kann.
Dieses
Fenster wird auch geöffnet, wenn der Benutzer die 'Space'-Taste betätigt.
Die
Eingabe des Locators muss entweder 4-stellig oder 6-stellig erfolgen.
Abgeschlossen wird die Eingabe mit der 'OK'-Schaltfläche oder der
Eingabe-Taste. Der Standort des 2. Beobachters wird darauf hin durch ein
größeres Kreuz in der Karte markiert. Azimut, Elevation, Entfernung und
Squintwinkel des aktuellen Satelliten in Bezug auf den 2. Beobachter werden anschließend in dem Eingabefenster
angezeigt. Die Funktion kann bei allen Grafikfunktionen aktiviert werden.
Durch Anklicken der Schaltfläche 'Löschen' wird die Funktion
beendet und das Kreuz aus der Karte entfernt. Gleiches gilt, wenn die
Minus-Taste betätig wird. Durch Anklicken der Schaltfläche 'Abbruch' oder
Betätigen der 'ESC'-Taste wird das Fenster ausgeblendet, das Kreuz wird jedoch
nicht entfernt.
Mit
dem Untermenü „CountDown“ läßt sich ein separates Fenster öffnen. Für die ausgewählten
Satelliten zeigt es die Zeit bis zum nächsten AOS (bzw. LOS) in Stunden und
Minuten an sowie die maximale Elevation des nächsten Übergangs. Das Programm
aktualisiert die verbleibenden Zeiten gleichzeitig mit der Aktualisierung des grafischen Bildschirm (in der Voreinstellung
alle 10 Sekunden).
Optional
kann festgelegt und gespeichert werden, ob das Fenster beim Programmstart
automatisch geöffnet werden soll.
10.
Menü ?
a. Mit diesem Menü können der
Liesdas-Text, das Manual und der FAQ-Text und Hinweise zur CAT-Steuerung der
Yaesu-, ICOM- und Kenwood-Geräte und zur Rotorsteuerung mit den von SatPC32
unterstützten Interfaces und Controllern aufgerufen werden.
b. Weiter
enthält das Menü das Untermenü 'Hilfsdateien'. Damit lassen sich die Hilfsdateien,
die nur manuell modifiziert werden können, mit Notepad öffnen und bearbeiten.
Z.Zt. sind dies die Dateien
Doppler.SQF,
Squint.SQF,
Prior.SQF,
ParPort.SQF,
Program.SQF,
Standpos.SQF,
SatFiles.SQF,
SubTone.SQF,
DivOptions.SQF,
AmsatNames.txt.
Nähere Hinweise zu diesen
Dateien finden Sie im Abschnitt 'Hilfsdateien' unten und in den Dateien selbst,
dort jeweils im unteren Teil.
c. Schließlich lässt sich mit diesem Menü ein Fenster mit
Informationen über das Copyright und die Bezugsmöglichkeit öffnen. Ist das
Programm durch Internet-Download bezogen worden, werden nach der Freischaltung
außerdem der Name und Rufzeichen des Benutzers angezeigt.
11. Unterhalb der Menüleiste befinden sich bei SatPC 16
Schaltflächen. Hiermit können
die Rotorsteuerung
(R),
die Catsteuerung (C),
der automatische
Wechsel auf einen anderen Satelliten (W),
der 'Vfo'- Modus (V),
die
Subaudio-Ton-Funktionen des Funkgeräts (T0),
der Wechsel der
Zeitanzeige zwischen UTC und Lokalzeit (U bzw. L),
die Anzeige der
verbleibenden Zeit bis zum nächsten AOS (Countdown),
der Wechsel zwischen
SSB- und CW-Betrieb (CW),
die gleichzeitige
Anzeige mehrerer Satelliten (M),
der Wechsel des
Zoom-Faktors (Z),
die Anzeige der Spur
(G),
die Einblendung der
Sonnenlinie und der Eklipsenanzeige (S),
die Einblendung der
Pfeile zur Anzeige der Bewegungsrichtung der Satelliten (D),
der Wechsel zwischen
den 3 möglichen Fenstergrößen (W1, W2, W3) und
die Darstellung der
Erdkugel in 3D-Form ,
der Wechsel zwischen
„politischen“ und physikalischen Weltkarten (Pl/BM).
aktiviert und deaktiviert oder gesteuert werden.
Der Status ist an den Zeichen '+' und '-' oder der Ziffer
erkennbar.
Die Farbe der Schaltfläche für die
Rotorsteuerung wechselt (R) wechselt von weiß nach gelb, wenn die Antenne bei
einem Satelliten-Übergang im Flip-Modus gesteuert wird.
Weitere Hinweise finden Sie beim Menü Echtzeitbetrieb
Mit dem Menü 'Optionen' kann für die meisten
der genannten Funktionen festgelegt werden, ob sie beim Programmstart
automatisch aktiviert werden sollen oder nicht.
Achtung: Die Abstimmung mit dem Vfo
funktioniert nicht bei Verwendung des KCT-Tuners mit dem Modul ServerKCT, da
dieses das Auslesen des Vfo nicht unterstützt. Das Funkgerät muss also an einem
COM-Port angeschlossen sein, damit die Abstimmung mit dem Vfo funktioniert.
Die Einstellung der richtigen Betriebsart erfolgt
üblicherweise durch das Programm entsprechend dem Eintrag im File Doppler.SQF.
Das Programm erkennt daneben bei dem FT-847 und dem TS-2000 auch Änderungen der
Betriebsart-Einstellung am Gerät. Wird die Downlink-Betriebsart umgeschaltet,
stellt das Programm automatisch
auf dies passende Uplink-Betriebsart ein. Andere Kombinationen lassen sich
durch einen entsprechenden Eintrag im File Doppler.SQF erreichen.
Der
Vfo-Modus hat nur Bedeutung für SSB-Betrieb. Er wird deshalb automatisch
aktiviert, wenn auf einen entsprechenden Satelliten umgeschaltet wird und
automatisch deaktiviert, wenn auf einen Satelliten mit Packet-Betrieb
umgeschaltet wird. Mit der Schaltfläche kann die automatische Einstellung
manuell geändert werden.
Ist die Vfo-Funktion aktiviert, kann die
Frequenzabstimmung bei SSB- oder CW-Betrieb über Satelliten bei allen
unterstützten Geräten mit Ausnahme des FT-736R, s. unten, sowohl mit dem
Vfo-Knopf als auch mit dem PC über die Catsteuerung erfolgen.
Achtung: Die Abstimmung mit dem Vfo funktioniert nicht
bei Verwendung des KCT-Tuners mit dem Modul ServerKCT, da dieses das Auslesen
des Vfo nicht unterstützt. Das Funkgerät muss also an einem COM-Port
angeschlossen sein, damit die Abstimmung mit dem Vfo-Knopf funktioniert.
Die Abstimmung mit dem PC geschieht mit der Maus durch
5 Up/Down-Regler, mit denen man sich in Frequenzschritten von 20, 100, 500 Hz,
1 und 5 kHz im Band bewegen kann.
Die selben Frequenzschritte können auch über die
Tastatur ausgeführt werden. Alle benötigten Tasten liegen im mittleren
Block:
20
Hz : Richtungstasten rechts/links,
100
Hz : Richtungstasten up/down,
500
Hz : Tasten Einfg/Entf,
1 kHz
: Tasten Pos1/Ende,
5 kHz : Tasten PgUp/PgDown
Hält man die Maustaste oder die Tastatur gedrückt, wird
das Band mit ca. 10 Schritten/Sek. durchlaufen.
Die Abstimmung mit der Maus/Tastatur bietet z.B. die
Möglichkeit eines schnellen und präzisen QSY um, z.B. 5 kHz. Das ist bei
aufkommendem QRM sehr hilfreich.
Der FT-736R bietet keine Möglichkeit, die mit dem Vfo eingestellte
Frequenz auszulesen. Bei diesem Gerät kann deshalb bei SSB- und CW-Betrieb über
Satelliten die Abstimmung nicht mit dem Vfo erfolgen, sondern nur mit der Maus
und Tastatur.
Die Vfo-Funktion hat naturgemäß für Betrieb
auf Festfrequenzen keine Bedeutung. Die Vfo-Funktion kann aber auf jeden Fall
manuell ein- und ausgeschaltet werden.
12. Buchstaben
unter der Grafik
Die Wahl eines anderen Satelliten
erfolgt in SatPC durch Anklicken des Buchstabenfeldes unterhalb der Grafik.
Fährt der Mauszeiger auf einen belegten Buchstaben, wird kurz darauf der Name
zugeordneten Satelliten eingeblendet.
Bei Wisat erfolgt die Wahl eines Satelliten durch Klicken auf den betr.
Buchstaben am linken Rand.
Ist bei Wahl eines Satelliten ein anderer mit
Priorität hörbar, schaltet das Programm automatisch auf diesen zurück. Um das
zu verhindern, muss die Funktion mit der Schaltfläche 'W' deaktiviert werden.
13. Einblenden des Locators
Durch Anklicken der Weltkarte mit der linken Maustaste wird eine Funktion
aktiviert, die den für die jeweilige Position des Mauszeigers in der Karte
geltenden Locator einblendet (4-stellig). Durch erneutes Anklicken der Karte
wird die Funktion deaktiviert.
14. Durch Betätigen der Space-Taste wird ein Eingabe-Fenster geöffnet,
in dem sich ein Locator (4- oder 6-stellig) eingeben lässt. Die Eingabe kann
mit der Eingabe-Taste oder durch Klicken auf die Schaltfläche 'OK'
abgeschlossen werden. Die Funktion blendet ein Kreuz an der Stelle des Locators
ein.
Der Eintrag kann durch erneutes Betätigen der
Space-Taste und anschließendes Klicken
auf die Schaltfläche 'Löschen' oder Betätigen einer der beiden 'Minus'-Tasten
entfernt werden.
1. Das
Programm SatSetup ist in Programmversion 12.4 noch vorhanden und kann
auch noch verwendet werden, erforderlich ist dies aber nicht mehr, da an seine
Stelle die Untermenüs des Menüs 'Setup'.getreten sind. SatSetup enthält
selbst die erforderlichen Hinweise für die benötigten Eingaben.
Die mit SatSetup vorgenommenen Einstellungen
werden im File 'Satini.SQF' gespeichert.
In diesem File werden auch die entsprechenden Einstellungen mit den Menüs
'Observer', Rotor-Setup und Radio-Setup gespeichert.
Dieses File wird zudem von SatPC und auch von Wisat gemeinsam genutzt. Die
Einstellungen wirken sich deshalb auf beide Programme aus.
2. Das Programm WinAos enthält ebenfalls eigene
Hinweise. Bei diesem Programm wird bei Beendigung mit dem Menü 'Beenden' die
letzte Bildschirmposition ebenfalls gespeichert, die Vergrößerung oder
Verkleinerung des Ausgabefensters jedoch nicht.
3. Die
vorstehenden Hinweise gelten sinngemäß für das Programm WinListen.
4. Das
Programm SatRename erzeugt aus Space-Track-Keplerdaten-Quellfiles neu
Quelldateien, in denen die vielfach sehr langen, unhandlichen
Space-Track-Satellitennamen durch deren AMSAT-Namen ersetzt sind. Komfortabler
ist für diesen Zweck jedoch das Programm „TLE-Retriever“ von Dr. T.S. Kelso.
5. Das Programm TxController wird ab Programmversion
12.8 nicht mehr benötigt.
(Ausführliche Hinweise zu dem Programm
finden sie noch in den Unterverzeichnissen TxControllerD und TxControllerVB
(Liesdas(TxController).txt). Von dem Programm gibt es 2 Versionen, eine mit
Delphi und eine weitere mit VB compilierte. Die Delphi-Version läuft auf
NT-basierten Systemen (NT 4, Win 2000, Windows XP9, die VB-Fassung unter allen Windows-Versionen, sie stzt aber das
Vorhandensein der VB-Laufzeit-Module voraus.)
6. Mit
dem Programm SortSats läßt sich die Reihenfolge der in SatPC32 oder
Wisat32 ausgewählten Satelliten durch Verschieben ('Drag & Drop') in einer
Liste ändern, ohne daß dazu Satelliten gelöscht und neueingetragen werden
müssen. Das Programm selbst enthält die notwendigen Hinweise.
SatPC benutzt zur Datenspeicherung eine Reihe
Hilfsfiles, erkennbar an der
Erweiterung 'SQF'. Sie werden im Datenverzeichnis ‚SatPC32’ gespeichert
(der Pfad zu diesem Verzeichnis wird in einer Fußzeile im Menü ‚Satelliten’
angezeigt).
Die meisten Hilfsfiles werden durch die
Programme selbst erzeugt. Einige müssen jedoch von Hand, also z.B. mit dem
Editor Notepad, editiert werden. Dabei gilt für alle Files, dass das vorhandene
Format beibehalten werden muss. Es dürfen auch keine Leerzeichen oder
Leerzeilen, insbesondere am Ende des Files vorhanden sein. Das Dateiendezeichen
muss unmittelbar hinter dem letzten Eintrag gesetzt werden. Als Dezimalzeichen
ist unbedingt der Punkt zu verwenden.
Das Komma dient der Trennung mehrerer
Parameter, z. B. im File DOPPLER.SQF.
I. Mit Notepad zu bearbeitende Dateien
Alle Dateien, die sich nur
mit einem Editor bearbeiten lassen, können im Menü '?' / Hilfsdateien bequem
mit Notepad geöffnet werden. Dies sind folgende Files:
Doppler.SQF
Squint.SQF
Prior.SQF
ParPort.SQF
Program.SQF
StandPos.SQF
SatFiles.SQF
SubTone.SQF
DivOptions.SQF
AmsatNames.txt
Sämtliche Dateien enthalten (jeweils am Ende) die
notwendigen Hinweise für ihre Editierung. Weitere detaillierte Erläuterungen
erfolgen nachstehend (1 - 7).
Das File enthält die für die Catsteuerung
erforderlichen Vorgaben. Eine Catsteuerung erfolgt nur bei Satelliten, für die
in diesem File Frequenzangaben vorhanden sind. Ebenso kann Vfo-Betrieb mit den
Steuerfunktionen des Programms nur für derartige Satelliten durchgeführt
werden.
Anzugeben
sind:
·
der Name des Satelliten,
·
die Empfangsfrequenz in
kHz ,
·
die Sendefrequenz in
kHz,
·
die Betriebsart für den
Downlink,
·
die Betriebsart für den
Uplink
·
der Frequenzverlauf des
Satelliten (normal /revers),
·
der Offset eines
verwendeten Konverters in kHz,
·
der Offset eines
verwendeten Transverters in kHz.
Generell gilt, dass für alle
7 Parameter Angaben erforderlich sind, auch wenn einzelne für den betreffenden
Satelliten keine Bedeutung haben. Insoweit ist der Wert dann natürlich
beliebig.
Ist nur eine Empfangsfrequenz
vorhanden (z.B. UO-11), ist für die Sendefrequenz 0 einzugeben.
Bei Satelliten mit mehreren
Frequenzen oder Frequenzpaaren, z.B. den Pacsats, ist jeweils der Name zu
wiederholen. Das Programm verwendet für einen Satelliten beim Programmstart
stets die in DOPPLER.SQF für diesen zuerst eingetragene. Bei der Editierung ist
deshalb darauf zu achten, dass an erster Stelle die am häufigsten verwendete
Frequenz eingetragen wird.
Bei den Pacsats können die
nominellen Frequenzen eingetragen werden.
Bei SSB-Transpondern, z.B. FO-20, FO-29, AO-10, AO-40, ist die Verwendung der richtigen
Frequenzvorgaben äußerst wichtig. Sie entscheidet darüber, ob man bei Aufruf des
Satelliten das eigene Signal sofort zurückhört (dies ist Voraussetzung für
einen Sendebetrieb).
Wegen hardwarebedingter
Frequenzabweichungen wird man das
eigene Signal mit den mitgelieferten Frequenzvorgaben zunächst kaum
frequenzgenau zurückhören. Nach meiner Erfahrung bestehen z.B. signifikante Frequenzunterschiede zwischen
den einzelnen Geräte-Fabrikaten, die eine Anpassung erforderlich machen. Keine
Frequenzvorgaben sind deshalb sofort für alle Geräte geeignet.
Man kann die für die
jeweilige Bodenstation richtigen Frequenzwerte
jedoch mit SatPC leicht automatisch bestimmen und in Doppler.SQF
speichern lassen. Manuelle Änderungen
im File Doppler.SQF sind dazu nicht mehr erforderlich. Lesen Sie dazu die
eingehenden Erläuterungen zum Menü CAT. Eingehende Hinweise, wie Sie die
Möglichkeiten des Programms auch bei AO-40 optimal nutzen können, finden Sie im
FAQ.htm, dass Sie aus dem Menü '?' heraus öffnen können, dort im Abschnitt
'Betrieb über AO-40'.
Anzugeben sind ferner die
Betriebsarten für Downlink und Uplink mit den aus dem schon vorhandenen File
ersichtlichen Bezeichnungen. Als Bezeichnungen für die Betriebsarten sind zu
verwenden: USB, LSB, CW, FM, NFM. Wenn FM oder FMN eingetragen ist, wird der
VFO-Betrieb automatisch abgeschaltet, lässt sich aber manuell wieder
aktivieren.
Achtung: Bei Verwendung eines FT-736R ist für FM-Betrieb mit
dem normalen FM-Filter die Bezeichnung 'FM' einzutragen. Ich selbst habe - wie
viele andere auch - das schmale FM-Filter durch ein besonders breites (20 kHz)
für Pacsatbetrieb ersetzt. Will man dies benutzen, sind im File DOPPLER.SQF
alle Einträge FM durch FMN zu ersetzen.
Für den Frequenzverlauf sind
die Bezeichnungen NOR und REV zu verwenden.
Der vorletzte Parameter
enthält den Offset für Konverter-Betrieb, der letzte den Offset für
Transverter-Betrieb, jeweils in kHz.
Der FT-736R ist für 2 m und 70 cm ausgelegt, mit Zusatzmodul auch für 23 cm,
die ICOM-Transceiver für 2 m und 70 cm (ICOM IC-910H auch für 23 cm), die
Kenwood-Transceiver ebenfalls. Für den Betrieb auf höheren Bändern sind deshalb
Konverter und Transverter erforderlich.
In diesem Fall muss im File
DOPPLER.SQF die endgültige Betriebsfrequenz eingetragen werden, da andernfalls
die Dopplershift unrichtig berechnet würde. Da der Transceiver jedoch eine
Frequenz im 2-m- oder 70-cm-Bereich benötigt, muss das Programm den
Frequenzversatz des Konverters/Transverters kennen.
Bei Satelliten mit Frequenzen
im Arbeitsbereich des Funkgeräts beträgt der Offset natürlich 0. Deshalb sind
bei den Satelliten mit Frequenz-Bereichen bis 70 cm die Offsets mit 0
voreingetragen.
Soll ein Empfangskonverter
verwendet werden, trägt man den Offset in kHz als vorletzten Wert der Zeile
ein, für Transverter ist der Offset als letzter Wert der Zeile einzutragen. Der
Offset entspricht praktisch der Quarzfrequenz des verwendeten
Konverters/Transverters.
Für
AO-40 ist beispielhaft der Offset für einen 13-cm/2-m-Down-Konverter
eingetragen. Im Betrieb muss man nur den betr. Satelliten aufrufen und dann im
Menü CAT die Zeile mit den richtigen Frequenzen wählen.
2.
Squint.SQF
Dies File enthält die Namen der Satelliten, für die eine
Squintwinkelberechnung durchgeführt wird, also solche mit stets auf den
Erdmittelpunkt gerichteter Z-Achse oder Satelliten mit Spinstabilisierung, bei
denen Angaben zu ALON und ALAT erfolgen.
Bei der erstgenannten Gruppe
müssen Sie nach dem Namen als 2. Parameter nur 'v' angeben und für die weiteren
beiden Parameter jeweils 0.
Bei spinstabilisierten Satelliten
muss als 2. Parameter der Tag angegeben werden, auf den sich die Angaben zu
ALON und ALAT beziehen, da diese Größen zeitabhängig sind. In manchen
Programmen ist die Angabe des Referenztages nicht vorgesehen, für eine genaue
Berechnung ist sie jedoch erforderlich: Bezugssystem für ALON und ALAT ist die
Satellitenbahn. Beide Werte sind 0, wenn die Z-Achse des Satelliten im Apogäum
genau auf den Erdmittelpunkt zeigt. Bei spinstabilisierten Satelliten bleibt
die Lage der Z-Achse im Raum ohne äußere Einwirkung konstant, zeigt also z.B.
immer auf den selben Fixstern, nicht dagegen auf das Bezugssystem, also die
Bahn. So ändert sich z.B. ständig der Wert von ALON durch die sog. Präzession
der Bahnellipse. Um aus den Angaben zu ALON und ALAT zeitunabhängig den
Squintwinkel zu berechnen, ist es deshalb nötig, die für den Referenztag
gegebenen Werte in das zeitunabhängige System des Himmelsäquators umzurechnen
und von dort für den aktuellen Zeitpunkt zurück in das Koordinatensystem der
Bahnebene.
Der Tag muss im Format
ttmmjjjj angegeben werden, also Tag und Monat 2-stellig und das Jahr 4-stellig
ohne Trennzeichen, z.B.: 07102001.
Achtung: Besonderheiten
gelten für AO-40. Für diesen Satelliten kann anstelle des Datums u.U. 'now'
eingetragen werden. Dann wird als Referenzdatum der jeweils gegenwärtige Tag
verwendet. Nähere Hinweise finden Sie im File Squint.SQF selbst.
Als 3. und 4. Parameter sind
ALON und ALAT anzugeben. Da die Größen nicht Bestandteil der Keplerdatensätze
sind, ist eine manuelle Eingabe nötig.
3. Prior.SQF
Eine automatische
Umschaltung auf einen anderen Satelliten durch das Programm erfolgt bei
Satelliten mit Prioritätsstufe. Das Programm verfährt wie folgt:
Ist kein Satellit mit
Priorität hörbar, erfolgt die Umschaltung auf einen Satelliten mit Priorität,
sobald dessen Elevation den Mindestwinkel erreicht, jedoch nur, wenn auch
tatsächlich ein Aufgang bevorsteht. Geht während der Hörbarkeit eines
Satelliten mit Priorität ein anderer mit besserer Priorität auf, schaltet das
Programm auf diesen um, jedoch erst bei Elevation 0, um Verluste an
Empfangszeit zu vermeiden. Geht der Satellit mit Priorität unter, schaltet das
Programm auf einen Satelliten mit niedrigerer Priorität um, falls er hörbar
ist.
Das File enthält die Namen
der Satelliten, für die eine Priorität festgelegt wird, und die
Prioritätsstufe. Maximal können 9 Satelliten eingetragen werden. Dabei muss der
Name des Satelliten mit der höchsten Prioritätsstufe 1 auch tatsächlich als
erster im File erscheinen, derjenige mit Prioritätsstufe 2 als zweiter usw.
Bei Verwendung des Programms
zusammen mit WiSP32 muss natürlich die Prioritätsfolge in beiden Programmen
gleich sein.
4. ParPort.SQF
Das File enthält die
Adressen der parallelen Ports des PC, die für die Rotorsteuerung benötigt
werden. Die Angabe erfolgt in hexadezimaler Form, dazu muss dem Wert ein
Dollarzeichen ('$') vorangestellt werden. Im Lieferzustand sind $378, $278,
$3BC und $2BC eingetragen. Gelegentlich verwendet das System andere Werte,
diese sind dann in ParPort.SQF an Stelle der Standardwerte einzutragen. Manche
Systeme verwenden die obigen Adressen in anderer Folge. Auch dann kann das File
angepasst werden.
Die Adressen der vorhandenen
Ports und die Zuordnung zu LPT1, LPT2 usw. kann man sich anzeigen lassen
- unter Windows 95/98, Windows 2000 und
Windows XP mit der Systemsteuerung
(Start - Einstellungen - Systemsteuerung - System -
Gerätemanager - Anschlüsse - Ressourcen).
Auf meinem XP-Rechner
werden die Adressen einer Zusatzkarte für den parallelen Port nicht wie
vorstehend beschrieben angezeigt. Man findet sie aber unter
'Multifunktions-Controller' im Gerätemanager.
- unter Windows NT mit WinMSD (Ressourcen -
I/O - ParPort - Eigenschaften). WinMSD gehört zum Lieferumfang von Windows NT
und kann mit Start - Ausführen aufgerufen werden.
Einzutragen ist allein der
Basiswert.
Üblicherweise wird der PC
nicht mehr als 2 parallele Ports haben. In diesem Fall sollten Sie trotzdem die
Voreintragungen in den Zeilen 3 und 4 stehen lassen. Andernfalls kann es bei
einer fehlerhaften Einstellung der Port-Nummer im Rotor-Setup zu einer
Fehlermeldung des Systems beim Programmstart kommen. Lesen Sie in einem solchen
Falle die Hinweise zu den Hilfsfiles WinRTVB_95.reg und WinRTVB_NT.reg.
5. Program.SQF
Dies File enthält die Namen
der Programme, die aus SatPC heraus aufgerufen werden können. Einzugeben ist
der Name ohne Erweiterung. Das Programm muss entweder im SatPC-Verzeichnis stehen
oder in einem Verzeichnis, für das eine Pfadangabe in der AUTOEXEC.BAT
vorhanden ist oder es muss mit voller Pfadangabe eingetragen werden. Auch in
diesem Falle ist die Endung 'exe' nicht einzutragen.
Maximal können 10 Programme
aufgenommen werden.
6. Standpos.SQF
In dieses File können
Rufzeichen von Stationen eingetragen werden, auf die die Antenne mit dem
Dialogfeld 'Rotorsteuerung' ausgerichtet werden soll. Einzugeben ist das
Rufzeichen zur Kennzeichnung und der Azimutwinkel. Die Elevation wird vom
Programm automatisch mit 0 angenommen.
7. SatFiles.SQF
(WisFiles.SQF, AosFiles.SQF)
Dies File enthält die Namen
der Sat-Gruppen, die für SatPC angelegt sind. Maximal sind 12 Gruppen zulässig.
Für jeden Listen-Eintrag muss sich im SatPC32-Verzeichnis ein gleichnamiges
File befinden, das die Erweiterung '.Sat' haben muss.
Soll eine Gruppe hinzugefügt
werden, muss ein File mit dem Namen der Gruppe und der Erweiterung '.Sat'
angelegt werden. Dazu kann man z.B. 'Standard.Sat' kopieren, umbenennen und im
Satelliten-Menü editieren.
Analog zu dem File ‚SatFiles.SQF' gibt es für Wisat
‚WisSat.SQF' und für WinAOS ‚AosSat.SQF'. Die Gruppenfiles für Wisat müssen die
Erweiterung
'.Wis' tragen, die Gruppenfiles für WinAOS '.Aos'.
8. SubTone.SQF
Dies File enthält die Namen
und Parameter der Satelliten, die für den Zugriff einen Subaudio-Ton auf dem
Uplink-Signal erfordern. Zur Zeit sind
SO-50 und AO-51 die einzigen Satelliten dieser Art. Wegen der Einzelheiten
wird auf die Hinweise am Ende des Files SubTone.SQF verwiesen.
9. DivOptions.SQF
Dies File ermöglicht
Programmeinstellungen (über die Einstellmöglichkeiten im Menü
"Optionen" hinaus) bzgl. der "generellen"
DDE-Schnittstelle.
a. Gewählt werden kann, ob die
DDE-Daten ständig ausgegeben werden oder nur, wenn der Satellit hörbar ist,
b. Ferner kann gewählt werden,
ob die Frequenzen ohne einen evtl. Konverter- oder Transverter-Offset-Anteil
ausgegeben werden. Einzelheiten ergeben sich aus der Beschreibung im File
selbst.
c. Eingestellt werden kann
ferner, ob in einer 2. Programminstanz die Rotor- und CAT-Steuerfunktionen
deaktiviert werden.
d. Gewählt werden kann, ob bei
Betrieb mit den Transceivern FT-817,
FT-857 und FT-897 nur der Downlink gesteuert werden oder beide Strecken. Auch insofern wird wegen der Einzelheiten auf die Beschreibung im File selbst
verwiesen.
e. Ab Programmversion 12.8
kann schließlich noch gewählt werden, ob das Programm für die Editierung der
Hilfsdateien den Windows Editor Notepad verwenden soll oder einen eingebauten
Editor. Für Windows Versionen bis XP kann man Notepad verwenden, unter Vista
dann, wenn die Benutzerkonten-Steuerung deaktiviert ist. Ist diese aktiviert,
sollte man den in SatPC32 eingebauten Editor verwenden, da dieser auch dann
problemlos funktioniert.
10. AmsatNames.Txt
Dies File enthält eine Liste der aktuellen Afu-Satelliten. Die erste Spalte
enthält die „Identifizierungs-Nummer“, die zweite den „Internationalen
Designator“ und die dritte den AMSAT-Namen der Satelliten. Die Liste wird von
SatPC32 und dem Hilfsprogramm „SatRename“ ausgewertet, um die in
Space-Track-TLE-Files verwendeten Satelliten-Namen durch AMSAT-Namen zu
ersetzen.
Das File kann aus SatPC32 heraus aufgerufen (Menü „?“ | „Hilfsdateien“) und mit
Notepad bearbeitet werden, z.B., um es
bei Erscheinen neuer Satelliten zu aktualisieren.
10.
Celestrak.SQF
Dies File
enthält die Adressen einiger Keplerdaten-Files, die mit der „Update
Keps“-Funktion im Menü ‚Satelliten’ heruntergeladen werden können. Das File
selbst enthält Hinweise zu seiner Benutzung und Erweiterung.
II. RotorServer.SQF,
CatServer.SQF
Das File RotorServer.SQF
enthält Pfad und Name des Rotor-Serverprogramms, das im Menü Rotor-Setup
ausgewählt worden ist. Entsprechend
enthält CatServer.SQF den Namen des CAT-Serverprogramms. Das einzige verfügbare derartige Programm
ist ServerKCT. Es wird ausgewählt, wenn
im Menü ‚Radio-Setup’ die Option ‚KCT-Tuner’ aktiviert wird.
III. Weitere Hilfsfiles
Die nachfolgend beschriebenen Dateien enthalten
gerätespezifische Vorgaben. Sie können mit dem Menü 'Setup', ‚Radio-Setup’
angepasst werden.
Ab Programmversion 12.8 enthalten die Files die Einstellungen für das jeweilig
‚Radio 1’. Entsprechende Files für ‚Radio 2’ finden sich im
1. YaesuPar.SQF (nur für
Yaesu)
Das File speichert die
gerätespezifischen Einstellungen für Yaesu-Geräte, die im Menü 'Radio-Setup'
vorgenommen werden, im File YaesuPar.SQF. Hierzu finden Sie ausführliche
Hinweise im 'Liesdas(Yaesu).Txt' im Unterverzeichnis 'Yaesu'.
Das File enthält (in den
beiden ersten Zeilen) die Werte zweier Steuerbefehle für die Frequenzausgabe in
hexadezimaler Form. Diese werden durch das Programm automatisch richtig für das
ausgewählte Modell eingestellt.
Es enthält ferner (3. Zeile)
die Baudzahl für die Strecke PC – CAT-System in dezimaler Form. Für den FT-736R
muss die Baudzahl auf 4800 eingestellt werden.
Beim FT-847 kann zwischen 4800, 9600 und 57600 Bd
gewählt werden. Im Lieferzustand ist das Gerät auf 4800 Bd eingestellt. Mit
Menü #37 lässt sich
die Baudrate ändern.
Bei den Transceivern FT-817,
FT-857 und FT-897 sind 4800, 9600 und 38400 Bd möglich.
Natürlich müssen die
Einstellungen am Gerät und im Menü 'Optionen' übereinstimmen.
Schließlich wird in dem
File der Name des Yaesu-Gerätes (FT-736R oder FT-847) gespeichert (4. Zeile).
Die Einstellungen sind im
Lieferzustand für den Yaesu FT-736R ausgelegt.
2. IcomPar.SQF u.
IcomName.SQF (nur für Icom)
Diese Dateien speichern die
gerätespezifischen Einstellungen für Icom-Geräte, die im Menü 'Radio-Setup'
vorgenommen werden. Hierzu finden Sie ausführliche Hinweise im
'Liesdas(Icom).Txt' im Unterverzeichnis 'Icom'.
Im Lieferzustand sind die
Einstellungen für den IC-910H ausgelegt.
3. KenwoodPar.SQF (nur für
Kenwood)
Diese Datei speichert die gerätespezifischen
Einstellungen für die Kenwood-Geräte, die im Menü 'Radio-Setup' vorgenommen
werden. Hierzu finden Sie ausführliche Hinweise im 'Liesdas(Kenw).Txt' im
Unterverzeichnis 'Kenwood'.
Im Lieferzustand sind die
Einstellungen für den TS-2000 ausgelegt.